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Im
6. Kapitel 'Kriegspropaganda' seines Buches 'Mein Kampf' entwickelte Adolf
Hitler u.a. folgende Gedanken zur Lüge in der Propaganda:
Die Aufgabe der Propaganda liegt nicht in einer wissenschaftlichen Ausbildung des einzelnen, sondern in einem Hinweisen der Masse auf bestimmte Tatsachen,
deren Bedeutung dadurch erst in den Gesichtskreis der Masse gerückt werden soll.
Das Wirken der Propaganda muss auf das Gefühl gerichtet sein. Jede Propaganda hat volkstümlich zu sein und ihr
geistiges Niveau einzustellen nach der Aufnahmefähigkeit des Beschränktesten unter denen, an die sie sich zu richten
gedenkt. Handelt es sich aber, wie bei der Propaganda für die Durchhaltung eines Krieges, darum, ein ganzes Volk in ihren Wirkungsbereich zu ziehen, so kann die Vorsicht bei der Vermeidung zu hoher geistiger Voraussetzungen gar nicht groß genug sein.
Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die
Vergesslichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu
verwerten, bis auch bestimmt der Letzte unter einem solchen Worte das Gewollte sich vorzustellen vermag.
Die Kriegspropaganda der Engländer war psychologisch richtig, sogar
genial: Indem sie dem eigenen Volke den Deutschen als Barbaren und Hunnen
vorstellte, bereitete sie den einzelnen Soldaten schon auf die Schrecken des Krieges vor und half,
Wut und Hass gegen den verruchten Feind zu steigern. Das Volk ist in seiner überwiegenden Mehrheit so
feminin veranlagt und eingestellt, dass weniger nüchterne Überlegung als vielmehr gefühlsmäßige Empfindung sein
Denken und Handeln bestimmt. Diese Empfindung aber ist nicht kompliziert, sondern sehr einfach und
geschlossen: Positiv oder Negativ, Liebe oder Hass, Recht oder Unrecht, Wahrheit oder Lüge, niemals aber halb so und halb so.
In der Kriegspropaganda der Engländer gab es keine Halbheiten, die etwa zu Zweifeln hätten anregen können.
Für die breite Masse war die Greuelpropaganda und die Festnagelung des deutschen Feindes als des allein schuldigen Teils am Ausbruch des
Krieges bestimmt: eine Lüge, die durch die unbedingte, freche, einseitige Sturheit, mit der
sie vorgetragen wurde, der gefühlsmäßigen, immer extremen Einstellung des großen Volkes Rechnung trug und deshalb auch geglaubt wurde.
Aber alle Genialität der Aufmachung der Propaganda wird zu keinem Erfolg führen, wenn nicht ein
fundamentaler Grundsatz immer gleich scharf berücksichtigt wird. Sie hat sich auf wenig zu beschränken und dieses ewig zu
wiederholen. Die Masse braucht in ihrer Schwerfälligkeit immer eine
bestimmte Zeit, ehe sie auch nur von einer Sache Kenntnis zu nehmen bereit ist, und nur einer tausendfachen
Wiederholung einfachster Begriffe wird sie endlich ihr Gedächtnis schenken.
Jede Abwechslung darf nie den Inhalt des durch die Propaganda zu Bringenden verändern, sondern muss stets zum Schlusse das gleiche besagen.
Diese große Linie allein, die nie verlassen werden darf, lässt bei immer gleichbleibender konsequenter Betonung den endgültigen Erfolg heranreifen. Dann aber wird man mit Staunen feststellen können, zu welch ungeheuren, kaum verständlichen Ergebnissen solch eine Beharrlichkeit führt.
Auch hier war das Beispiel der feindlichen Kriegspropaganda vorbildlich: auf wenige Gesichtspunkte beschränkt, ausschließlich berechnet für die Masse, mit unermüdlicher Beharrlichkeit betrieben. Während des ganzen Krieges wurden die einmal als richtig erkannten Grundgedanken und Ausführungsformen angewendet, ohne dass auch nur die geringste Änderung jemals vorgenommen worden wäre. Sie war im Anfang scheinbar verrückt in der Frechheit ihrer Behauptungen, wurde später unangenehm und ward endlich
geglaubt.
Im
10. Kapitel 'Ursachen des Zusammenbruchs' seines Buches 'Mein Kampf' entwickelte Adolf
Hitler u.a. folgende Gedanken zur 'Großen Lüge': Man ging dabei von dem sehr richtigen Grundsatze aus,
dass in der Größe der Lüge immer ein gewisser Faktor des Geglaubtwerdens liegt, da die breite Masse eines Volkes
im tiefsten Grunde ihres Herzens leichter verdorben als bewusst und absichtlich schlecht sein wird, mithin bei der primitiven Einfalt ihres Gemütes einer großen Lüge
leichter zum Opfer fällt als einer kleinen, da sie selber ja wohl manchmal im kleinen lügt, jedoch vor zu großen Lügen sich
doch zu sehr schämen würde. Eine solche Unwahrheit wird ihr gar nicht in den Kopf kommen, und sie wird an die
Möglichkeit einer so ungeheuren Frechheit der infamsten Verdrehung auch bei anderen nicht glauben können, ja selbst bei Aufklärung darüber noch lange zweifeln und
schwanken und wenigstens irgendeine Ursache doch noch als wahr annehmen; daher denn auch von der frechsten
Lüge immer noch etwas übrig und hängen bleiben wird – eine Tatsache, die alle großen Lügenkünstler und Lügenvereine
dieser Welt nur zu genau kennen und deshalb auch niederträchtig zur Anwendung bringen.
Die besten Kenner aber dieser Wahrheit über die Möglichkeiten der Anwendung von Unwahrheit und Verleumdungen
waren zu allen Zeiten die Juden; ist doch ihr ganzes Dasein schon auf einer einzigen großen Lüge aufgebaut,
nämlich der, dass es sich bei ihnen um eine Religionsgenossenschaft handle, während es sich um eine Rasse – und
zwar was für eine – dreht. Als solche aber hat sie einer der größten Geister der Menschheit für immer festgenagelt
in einem ewig richtigen Satze von fundamentaler Wahrheit: er
[Schopenhauer] nannte sie 'die großen Meister der Lüge'. Wer dieses nicht erkennt oder nicht glauben will, der wird nimmermehr
auf dieser Welt der Wahrheit zum Siege zu verhelfen vermögen.
Am
12. Januar 1941 schreibt Joseph Goebbels in einem Aufsatz: 'Aus Churchills
Lügenfabrik':
Das ist natürlich für die Betroffenen mehr als peinlich. Man soll im allgemeinen seine Führungsgeheimnisse nicht verraten, zumal man nicht weiß, ob und wann man sie noch einmal gut gebrauchen kann. Das
hauptsächlichste englische Führungsgeheimnis ist nun nicht so sehr in einer besonders hervorstechenden Intelligenz als vielmehr in einer manchmal geradezu penetrant wirkenden dummdreisten Dickfelligkeit zu finden. Die Engländer gehen nach dem Prinzip vor, wenn du lügst, dann lüge gründlich, und vor allem bleibe bei dem, was du gelogen hast! Sie bleiben also bei ihren Schwindeleien, selbst auf die Gefahr hin, sich damit lächerlich zu
machen.
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