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Freitag, 30. Juni 2006
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Freispruch
für Niznansky gültig
Die
Staatsanwaltschaft München I hat ihre Revision gegen das
Urteil des Schwurgerichts vom Dezember 2005 zurückgezogen.
Der Freispruch für Niznansky ist damit rechtskräftig. Der
15-monatige Prozess war einer der aufwendigsten der
Münchener Kriminalgeschichte. Der Angeklagte saß 9 Monate
in Untersuchungshaft und erhält jetzt etwa 300 Euro
Entschädigung.
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Donnerstag, 29. Juni 2006
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Theodor
Mommsen
Überall,
wo das Kapitalistenregiment [im Altertum]... sich
vollständig entwickelt, hat es Gottes schöne Welt in
gleicher Weise verwüstet. .. erst wenn Nordamerikas
Drachensaat reift, wird die Welt wieder ähnliche Früchte
zu ernten haben
Quelle:
Theodor Mommsen, Römische Geschichte, V. Band (1885)
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Montag, 26. Juni 2006
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Lukas
Podolski und Miroslav Klose
Die
Oppelner sind stolz auf den in ihrer Stadt geborenen Miroslav Klose,
sein Vater Josef stammt aus einer deutschen Familie. Die Gleiwitzer
sind nicht minder stolz auf den von dort kommenden Lukas Podolski;
seine Großmutter wohnt noch dort, ihre Muttersprache ist
Deutsch.
Die Familien Klose und
Podolski sind in den achtziger Jahren als Spätaussiedler in die
Bundesrepublik gekommen.
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Sonntag, 25. Juni 2006
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Holocaust-Konferenz
Der
Iran will im kommenden Oktober eine Konferenz zum Holocaust
veranstalten, kündigte Außenamtssprecher Hamid-Reza Assefi
am Sonntag in Teheran an.
Die
Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch,
plädierte dafür, «diese Veranstaltung so klein wie
möglich» zu halten. Kein deutscher Rechtsextremer dürfe
die Möglichkeit bekommen, dorthin zu fahren, forderte
Knobloch. «Und wenn er hinfährt, dann sollte man ihm die
Wiedereinreise nach Deutschland verweigern.»
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Samstag 24. Juni 2006
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Zur
Fußball-Weltmeisterschaft 2006
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Mittwoch, 21. Juni 2006
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Donnerstag, 15. Juni 2006
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59/06
27. bis 29. Oktober
2006
Für einen
Paradigmenwechsel in der Integrationsdebatte - Von der
Defizitorientierung zu den Potenzialen von Migration
Im öffentlichen
Diskurs werden hauptsächlich Defizite von Migrantinnen und
Migranten thematisiert: mangelnde Bildung, mangelnde
Sprachkenntnisse, mangelnde (westliche) Werte, mangelnde
Bereitschaft zur Integration. Die Vorteile der Migration und
der Zugewinn an Diversität wird anhand der Themenfelder
Wirtschaft und demokratische Kultur bzw. Zivilgesellschaft
diskutiert.
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Dienstag, 13. Juni 2006
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Sonntag, 11. Juni 2006
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Freitag, 9. Juni 2006
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Der
Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinde
Niedersachsen, Michael
Fürst
«Wir
werden sie mit Anzeigen füttern.»
Sollte
der iranische Präsident Ahmadinedschad die WM besuchen,
wird es nach Fürst eine Vielzahl von Strafanzeigen wegen
Volksverhetzung gegen den Präsidenten hageln. Die
Staatsanwaltschaften würden dann alle Hände voll zu tun
haben.
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Freitag, 9. Juni 2006
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Die
neu gewählte Präsidentin des Zentralrats der Juden in
Deutschland, Charlotte Knobloch
«Für
mich ist dieser Mann ein zweiter Hitler»
In
Bezug auf den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad
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Donnerstag, 8. Juni 2006
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Beck fordert
mehr Anstand von Leistungsempfängern
Der
SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat von Sozialleistungsempfängern
mehr Anstand gefordert. „Man muss nicht alles rausholen,
was geht“, sagte Beck der Tageszeitung „Die Welt".
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Dienstag, 6. Juni 2006
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Dienstag, 6. Juni 2006
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Düsseldorf
wehrt sich gegen Rechts
Kundgebung
des Bürgerbündnisses "Düsseldorf gegen rechte
Gewalt" - ein Zusammenschluss von Kirchen, Parteien,
Gewerkschaften, Vereinen und Verbänden. "Für die
Freiheit, für das leben, Nazis von der Straße fegen".

"11.30 Uhr:
Die Gegendemo ist am Bahnhof angekommen. Die Polizei hat
einen Sicherheitskorridor von über hundert Metern zwischen
die beiden Demonstrationszüge gelegt. Insgesamt über 1.000 Beamte
aus ganz NRW
sind an dem Einsatz beteiligt. Ihr Hauptaugenmerk gilt den
vermummten linken Demonstranten, es gibt erste Rangeleien,
einige Flaschen fliegen."
"12.30 Uhr:
Polizisten tragen die Sitzblockierer davon. An anderer
Stelle wird der größte Teil der gewaltbereiten linken
Demonstranten zwischen zwei Straßenzügen von mehreren
Hundertschaften bewacht. Rund 50 von ihnen werden
festgenommen. Der
Zug der Neonazis setzt sich in Bewegung.... Manchmal scheint es, als ließen
sich die Neonazis zu Gewalttätigkeiten provozieren. Doch
jedes Mal ruft ein Redner zur Ordnung. Eine bekannte
Strategie, sagt die Polizei."
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Samstag, 3. Juni 2006
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Ahmadinedschad
kommt - wenn Iran die Vorrunde schafft
Ein
Einreiseverbot nach Deutschland für den iranischen
Präsidenten Ahmadinedschad stößt auf juristische Hürden.
Als Staatsoberhaupt braucht er kein Visum. Seine Einreise könnte
nicht verwehrt werden, es sei denn, der Uno-Sicherheitsrat hätte
entsprechende Beschlüsse gefasst. Falls man ihn zur
unerwünschten Person erklärte, könnte er sich zum
Mitglied des iranischen WM-Teams machen. Diesem hat
Deutschland eine freie Einreise garantiert.
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Freitag, 2. Juni 2006
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NRW-Ministerpräsident
Jürgen Rüttgers
"Peter
Handke hat den Holocaust relativiert"
Bei
der Trauerfeier für Paul Spiegel, Präsident des
Zentralrats der Juden in Deutschland. Zur Weigerung des
Stadtrats von Düsseldorf, die 50 000 Euro für den
Heinrich-Heine-Preis zu zahlen, den eine 'völlig
unabhängige' Jury Peter Handke zuerkannt hatte.
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Dienstag, 30. Mai 2006
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SPIEGEL-GESPRÄCH
MIT AHMADINEDSCHAD
"Wir sind
entschlossen"
Der
iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad über den
Holocaust, die Zukunft des Staates Israel, über Fehler
Amerikas im Irak und Teherans Anspruch auf Nuklearenergie.
SPIEGEL:
Herr Präsident, Sie sind Fußballfan und spielen selbst
gern Fußball. Wenn die iranische Nationalmannschaft am 11.
Juni in Deutschland gegen Mexiko spielt, werden Sie dann in
Nürnberg im Stadion sitzen?
Ahmadinedschad: Das kommt darauf an. Ich werde mir
das Spiel natürlich in jedem Fall anschauen, aber ob zu
Hause vor dem Fernseher oder anderswo, weiß ich noch nicht.
Meine Entscheidung hängt von vielerlei ab.
SPIEGEL:
Zum Beispiel?
Ahmadinedschad:
Wie viel Zeit ich habe, wie manche Beziehungen sind, ob ich
dazu Lust habe und manches mehr.
Continued

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SPIEGEL: Wie geht der Konflikt zwischen der
westlichen Welt und Iran jetzt weiter?
Ahmadinedschad: Die Logik der Amerikaner verstehen
wir. Sie haben durch den Sieg der islamischen Revolution
Schaden erlitten. Aber wir wundern uns, warum manche europäischen
Länder gegen uns sind. In der Nuklearfrage habe ich eine
Botschaft geschickt und gefragt, warum die Europäer uns die
Worte der Amerikaner übersetzen. Sie wissen doch, dass
unsere Aktivitäten friedlich ausgerichtet sind. Wenn die
Europäer auf der Seite Irans stehen, ist es in ihrem und
unserem Interesse. Aber wenn sie sich gegen uns stellen,
dann tragen nur sie den Schaden davon. Denn unser Volk ist
stark und entschlossen. Die Europäer sind dabei, ihre Rolle
im Nahen Osten völlig zu verlieren, und in anderen Regionen
der Welt verlieren sie ihren Ruf. Man wird denken, sie seien
nicht in der Lage, Probleme zu lösen.
SPIEGEL: Herr Präsident, wir danken Ihnen für
dieses Gespräch.
Das
Gespräch führten die SPIEGEL-Redakteure Gerhard Spörl,
Stefan Aust und Dieter Bednarz in Teheran.
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Montag, 29.Mai 2006
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Iran-Präsident
Ahmadinedschad
in
einem Interview mit dem Spiegel
"Sind
Sie befugt, alles [über den Holocaust] zu schreiben?"
Spiegel:
"Ganz
sicher sind wir befugt, über die Erkenntnisse der
historischen Forschung in den letzten 60 Jahren zu
schreiben."
Quelle:
Der Spiegel
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Sonntag,
28. Mai 2006
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Pope Benedict XVI
in Auschwitz
AUSCHWITZ
- Pope Benedict XVI prayed on Sunday at the cells and crematories of the concentration camp
here.
Benedict's visit to Poland was his second trip outside of Italy since pope John Paul died in April 2005,
Auschwitz being the heart of the trip. As Cardinal Ratzinger, Benedict had come here twice before, in 1979 with John Paul and the next year with a group of German bishops.
He began his trip with a walk several paces ahead of his entourage, and walked over the gravel pathway, past the old brick barracks, to the wall where prisoners were executed. He prayed alone in front of it, bowing at the
end, and gave a double kiss to the Jewish surviver Henryk Mandelbaum. Another survivor, Jerzy Bielecki, told the pope how he escaped from Auschwitz in 1944 by slowly collecting parts of an SS uniform, then sewing them together. He said he left with a Jewish woman, whose life was
saved.
Benedict had spoken on this trip in Italian, or, in shorter prayers and greetings, Polish. Only at
Birkenau did he speak in his native German, in a prayer.
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Donnerstag,
25. Mai 2006
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14-Jähriger
festgenommen
Berlin - In der Weitlingstraße hat die Polizei am Mittwochabend einen 14-Jährigen festgenommen, der einem Mann, vermutlich Türke, den Hitlergruß gezeigt haben soll. Die Polizisten fanden bei dem Jugendlichen eine verbotene Waffe, ein so genanntes Butterfly-Messer, und außerdem ein Handy, auf dem als Hintergrundbild ein Hakenkreuz zu sehen ist. Auf dem Handy waren außerdem Gewaltdarstellungen gespeichert.
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Montag,
22.05.2006
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Axel
W. Reitz Karlsruhe
- Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf am 22. Mai 2006 die Revision des 23-jährigen
Axel Reitz aus Pulheim gegen das Urteil des Landgerichts Bochum vom 9. September 2005.
Richter Große Feldhaus hatte Reitz wegen Volksverhetzung zu 2 Jahren und 9
Monaten Haft verurteilt.
Seit Mittwoch, dem 26.07.2006 befand sich Axel Reitz in einer Haftanstalt.
Im April 2008 wurde er wegen guter Führung rund ein Jahr vor Ende der Haftdauer aus der JVA
entlassen.
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Montag, 22. Mai 2006
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Kleidergesetz
im Iran gebilligt
Angesichts
eines zunehmend liberalen Kleidungsstils im öffentlichen
Leben will die iranische Regierung nun gegensteuern: Ein
in erster Lesung vom Parlament gebilligter Gesetzentwurf
sieht eine staatliche Kampagne für eine
"iranisch-islamische" Kleidung vor.
Sondervorschriften für religiöse Minderheiten enthält
der am Samstag von der Pressestelle des Parlaments
veröffentlichte Text entgegen vorab bekannt gewordenen
Berichten nicht.
Die
kanadische Zeitung The National Post
hatte am Freitag mit einem Bericht für Aufsehen gesorgt,
wonach iranische Christen, Juden und andere Konfessionen
sich mit speziellen Stoffstücken zu erkennen geben
sollten. Das US-Außenministerium erklärte daraufhin,
eine solche Vorschrift wäre zutiefst verwerflich und
würde an Deutschland unter Hitler erinnern. Der jüdische
iranische Abgeordnete Morris Motamed stellte jedoch klar:
"Ein solcher Plan hat dem Parlament niemals
vorgelegen und ist auch nie erörtert worden."
Behördliche Zwangsmaßnahmen sieht der Gesetzentwurf
nicht vor.
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Montag, 22. Mai 2006
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Eine
Falschmeldung und die nächste Runde im Psychokrieg gegen
Irans Regime
Ein gelber
Streifen für die Juden, ein roter für die Christen und
ein persisch-blauer Streifen für die Anhänger des
Zoroaster
. Ein neu erlassenes Gesetz würde Andersgläubige in
Iran künftig dazu zwingen, sich durch farbliche Merkmale
an der Kleidung in der Öffentlichkeit kenntlich zu machen
- mit dieser Meldung
sorgte am Freitag vergangener Woche die kanadische
Zeitung National Post für einiges Aufsehen - auch in
deutschen Medien
Solche
Nachrichten fügen sich gut ins totalitäre Bild, das man
sich von Iran und dessen neuem Präsidenten Ahmadinedschad
macht.
Doch
was der Autor der Nachricht, Amir Taheri, der als Experte
für Islamofaschisten auch verschiedentlich in deutschen
Medien herangezogen wird - diesmal offensichtlich weit
weniger "ausgeruht und klug" als bei anderen
Kulturkampfthemen - als Skandal herausstellte, ist falsch.
Gelbe
Streifen, um die Kleidung von Juden öffentlich zu
markieren, wäre starker Tobak und damit die Beweiskette,
welche engste geistige Verbindungen zwischen der Regierung
von Ahmadinedschad und dem deutschen Nazi-Regime
herstellt, geschlossen.
Nachdem
aber durch den einzigen jüdischen Parlamentsabgeordneten
in Iran bekannt
wurde, dass die Interpretation der neuen
Kleidungsvorschriften durch Taheri nicht stimmt, wurde die
Meldung noch am Freitag von der kanadischen Zeitung
korrigiert:
Eher
ausgeruhte und wache Geister hatten schon früh ihre
Zweifel an der Paukenschlag-Story, doch hatten einige
schon reagiert. So soll
das Simon-Wiesenthal-Center einen Brief an den
Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan
,geschrieben haben und auch die Konferenz der Präsidenten
bedeutender amerikanisch-jüdischer Organisationen hat
laut der kanadischen Zeitung bereits ein Statement veröffentlicht
haben, das die Online-Ausgabe der Jüdischen vom 21.Mai
wie folgt zitiert:
Während solch ein Gesetz an die dunklen Zeiten der
Vergangenheit erinnern würde, wie z. B. an die Nazi-Zeit,
in der Juden und andere Menschen identifizierende
Abzeichen tragen mussten, würde es auch mit der
rassistischen und extremistischen Ideologie übereinstimmen,
die von Präsident Ahmadinedschad propagiert wird. Wir
beobachten die Situation und versuchen die Fakten
herauszufinden, um dann über eine angemessene Reaktion zu
entscheiden.
Jetzt,
da sich herausstellt, dass die neue Kleiderverordnung
weniger radikal ausfällt, als es sich vielleicht manche
iranische Parlamentsabgeordneten gewünscht haben, aber
nicht durchsetzen können, sucht man den Skandal woanders
- bei Taheri und der kanadischen Zeitung. Ihnen wird nun
vorgeworfen, dass sie versucht hätten, "schwarze
Propaganda" zu betreiben, die im Prinzip so läuft:
Eine Propaganda-Nachricht wird in einer etwas abseits von
der großen Aufmerksamkeit gelegenen Publikation veröffentlicht
und dann später von einer bekannten und seriösen Zeitung
aufgenommen, die fortan als Quelle mit der entsprechenden
Glaubwürdigkeit zitiert wird.
Als
Indizien für den Psy-Op-Verdacht erwähnt etwa der
bloggende Experte für amerikanische Politik im Mittleren
Osten, Juan Cole, die Verlagspolitik von CanWest,
den Eignern der National Post. Laut einer älteren
Quelle
bestünde sie u.a. darin, dass man keine
Israel-kritischen Kommentare in CanWest-Publikationen veröffentlichen
will.
Zum
anderen wird angeführt, dass Amir Taheri als Mitglied des
Autoren-Pools Benador Associates
mit stark neokonservativer Ausprägung Interessen
verfolgt. Die prominenten Mitglieder
von Benador Assoviates wie Michael Ledeen, Daniel
Pipes und Richard Perle lassen keinen Zweifel daran
aufkommen, dass Iran nach dem Irak unter Saddam Hussein
die nächste große Bedrohung der USA ist, der am besten
aggressiv zu begegnen ist.
Dass
der iranische Präsident kein harmloser ist und immer
deutlicher einen äußerst radikalen Kurs gegen
Oppositionelle, Abweichler und Minderheiten verfolgt, ist
eine Seite; die pauschale Karikatur von Iran als Land von
Islamofaschisten, deren Präsident am liebsten als
Hitlerklon
gezeichnet wird, die andere: Sie gehört zur
Kriegrhetorik.
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Ihre Meinung
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Sonntag, 21.Mai 2006
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Freitag,
19. Mai 2006
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Italiener Gianni
C. sitzt jetzt im Gefängnis
Berlin - Die Wandlung vom vielbeachteten Opfer zum vielbeachteten Tatverdächtigen dauerte vier Tage. Der Italiener Gianni C., der in der vergangenen Woche erzählte, ihn hätten Rassisten überfallen, sitzt jetzt im Gefängnis. Der 30-Jährige, der vor zehn Jahren von Sardinien nach Deutschland kam, war am vergangenen Sonntag in Berlin betrunken auf Bahn-Gleise gestürzt. Im Krankenhaus erzählte er der Polizei, kahlköpfige Männer hätten ihn angegriffen.
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Freitag, 19. Mai 2006
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Der "Gelbe
Fleck"
Neues aus Teheran
Präsident
Mahmoud Ahmadinedschad kann es offenbar nicht lassen.
Jetzt versucht er, mit einer so genannten
Kleiderordnung den Rest der Welt und vor allem wieder
Israel gegen sich aufzubringen. So behaupten jetzt
Exil-Iraner in Kanada in einem Beitrag für die Zeitung
"National Post", dass gemäß dieser neuen
Verordnung des iranischen Präsidenten künftig nicht nur
Moslems einer neuen gesetzlichen
"Kleiderordnung" unterliegen, sondern auch die
im Iran lebenden Minderheiten. Juden sollten gelbe
Stoffstreifen auf ihre Kleidung nähen, Christen rote und
die Anhänger des Zoroastrismus (Zarathustrismus) blaue.
Das
vor zwei Jahren entworfene Gesetz wurde kürzlich von Präsident
Ahmadinedschad aufgegriffen und muss nach seiner
Verabschiedung im Parlament von Ali Khamenei, dem höchsten
iranischen Führer und der höchsten Autorität im Iran,
bestätigt werden.
Nach einem Bericht der israelischen Zeitung "Haaretz"
hat das Simon-Wiesenthal-Center einen Brief an den
Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan,
geschrieben und die Internationale Gemeinschaft gedrängt,
den Iran unter Druck zu setzen, auf diese Maßnahme zu
verzichten.
Die kanadische Zeitung zitiert den Leiter des Wiesenthal
Centers in Los Angeles, Rabbiner Marvin Heir: "Das
erinnert mich an die Nazi-Zeit, als Juden zur Ausgrenzung
einen gelben Judenstern auf der Brust tragen
mussten." Weiter sagte er, dass Iran "immer näher
an die Nazi-Ideologie heranrücke".
Ein Sprecher der iranischen Botschaft in Ottawa, ein
gewisser Mr. Gharman, soll auf Anfrage der "National
Post" erklärt haben: "Das hat nichts mit
irgendetwas hier (in Kanada) zu tun." Er sei nicht
da, "solche Fragen zu beantworten".
Auf den Internet Seiten der iranischen Nachrichtenagentur
IRNA war zu dem Thema nichts zu finden. Der Arabienexperte
des israelischen Fernsehens, Oded Granot, sagte am
Freitagabend zu der Meldung: "Die Exil-Iraner machen
ihre eigene Politik und gelten nicht unbedingt als zuverlässige
Informanten. Wir sollten auf Bestätigungen aus Iran
warten."
Im israelischen Rundfunk war die Meldung aus Kanada der
Aufmacher. Avi Dichter, ein ehemaliger israelischer
Geheimdienstchef und heute Polizeiminister, reagierte auf
die Meldung: "Wer heute noch Juden zwingt, einen
gelben Fleck an der Brust zu tragen, wird sich schon bald
in einem Holzkasten wiederfinden, der mit einem schwarzen
Tuch bedeckt ist."
(Ulrich
W. Sahm, Jerusalem)
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Freitag, 19.Mai 2006
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A colour
code for Iran's 'infidels'
Amir
Taheri, National Post
While the
Iranian economy appears to be heading for recession, one
sector may have some reason for optimism. That sector is
the garment industry and the reason for hopefulness is a
law passed by the Islamic Majlis (parliament) on Monday.
The law
mandates the government to make sure that all Iranians
wear "standard Islamic garments" designed to
remove ethnic and class distinctions reflected in clothing,
and to eliminate "the influence of the infidel"
on the way Iranians, especially, the young dress. It also
envisages separate dress codes for religious minorities,
Christians, Jews and Zoroastrians, who will have to adopt
distinct colour schemes to make them identifiable in
public. The new codes would enable Muslims to easily
recognize non-Muslims so that they can avoid shaking hands
with them by mistake, and thus becoming najis (unclean).
The new law,
drafted during the presidency of Muhammad Khatami in 2004,
had been blocked within the Majlis. That blockage, however,
has been removed under pressure from Khatami's successor,
President Mahmoud Ahmadinejad.
The new law
replaces the one passed in 1982 dealing with women's
clothes. That law imposed the hijab and focused on the
need to force women to cover their hair in public. The
emphasis on the hijab was based on the belief that women's
hair emanates an "evil ray" that drives men
"into lustful irrationality" and thus causes
harm to Islam. The new law cannot come into effect until
consensus is reached on what constitutes "authentic
Islamic attire."
The world's
estimated 1.3 billion Muslims live in more than 180
different countries and dress in a bewilderingly large
number of styles reflecting national, tribal, ethnic and
folkloric traditions. The Ethnological Museum in Tehran
shows that Iran itself is home to hundreds of different
styles of clothing for men and women.
According
to Ahmadinejad, the new Islamic uniforms will establish
"visual equality" for Iranians as they prepare
for the return of the Hidden Imam.
A committee
that consists of members from the Ministry of Islamic
Orientation, the Ministry of Commerce and the Cultural
Subcommittee of the Islamic Majlis is scheduled to propose
the new uniforms by next autumn. These would then have to
be approved by the "Supreme Guide" Ali Khamenei
before being imposed by law.
Although
the final shape of the uniforms is yet to be established,
there is consensus on a number of points. The idea of
adopting an Arab-style robe (known as dishdash) for men
has been rejected along with a proposal that men wear a
form of turban.
"Iranians
have always worn trousers," says Mostafa Pourhardani,
Minister of Islamic Orientation. "Even when the
ancient Greeks wore woman-style dresses with skirts, the
Persians had trousers. We are not going to force Iranian
men to do away with trousers although they predate
Islam."
What men
will wear on top is not clear yet.
Some
Islamic experts want a kind of long, almost European-style,
jacket known as "sardari" and used in Iran for
centuries. Others propose only a waistcoat.
On colour
schemes, however, there seems to be consensus.
Islamic
legislators are unanimous that Islam is incompatible with
"gay, wild, provocative colours" such as red,
yellow, and light blue, which are supposed to be favoured
by Satan. The colours to be imposed by law are expected to
be black, brown, dark blue and dark grey.
Some Majlis
members have been trying to lift the ban on green, which
is, after all, the colour of the Bani Hashem, the family
of the Prophet Muhammad, and thus regarded as the colour
of Islam. The majority view, however, is that green is not
"serious enough" to underline the gravity of a
Muslim man's position.
Religious
minorities would have their own colour schemes. They will
also have to wear special insignia, known as zonnar, to
indicate their non-Islamic faiths. Jews would be marked
out with a yellow strip of cloth sewn in front of their
clothes while Christians will be assigned the colour red.
Zoroastrians end up with Persian blue as the colour of
their zonnar. It is not clear what will happen to
followers of other religions, including Hindus, Bahais and
Buddhists, not to mention plain agnostics and atheists,
whose very existence is denied by the Islamic Republic.

A
middle-class businessman in Berlin in 1935, with a
yellow star on his overcoat to indicate he is a Jew.
Photograph
by : Hulton Archive, Getty Images
The new law
imposes a total ban on wearing neckties and bow-ties which
are regarded as "symbols of the Cross." Will
Iranian Christians be allowed to wear them, nevertheless?
No one knows.
The law
also mandates the government to wage a campaign against
"expensive attire" without defining it. Some
mullahs, for example, wear robes made of pure hand-woven
silk that costs several thousands dollars. Nor is it clear
whether or not the kind of blouson (long shirt) that
Ahmadinejad often wears would be deemed Islamic. (Shops in
Tehran are selling the so-called "presidential"
blouson for US$3 apiece.)
One aim of
the new law is to impose a total ban on imports of clothes
and dress designs from the West. The Majlis hopes that all
jeans will disappear from the Iranian scene within five
years. The boutiques selling haute couture Western gear
for men and women will also be closed over the next few
years. A total ban on designer items, marked by logos,
will come into force by the end of the year.
"There
is no sense in a Muslim man or woman wearing something
that is, in fact, an advertisement for an infidel designer
or clothing merchant," says Pourharandi.
Another aim
of the new law is to abolish the chador, the overall piece
of cloth that Iranian women have tucked themselves in for
centuries. The reason is that the chador existed before
the Khomeinist revolution and thus cannot be regarded as
"properly Islamic." Women must wear clothes that
would, in fact, transform them into advertising billboards
for the regime's ideology.
One
remaining problem is to decide the age at which girls
should wear the uniforms. At present the hijab is
mandatory from the age of six. But some of Ahmadinejad's
advisers want to reduce that to four.
During the
committee debates on the new law, some Majlis members
tried to include articles determining the shape and size
of men's beards and mustaches and impose an Islamic
standard for male facial hair. But it was agreed that the
issue be tackled in another bill to be presented to the
Majlis next year.
By September
the Majlis is expected to approve an initial budget of
US$800-million to help "the poor and the needy" to
adopt the new uniforms. All public sector workers, estimated
to number 4.5 million, will be in uniform by 2009 at the
latest.
What is
already labelled "the Islamic clothes revolution"
will not be limited to Iran. Tehran has already sent a team
to Lebanon to inform the Hezbollah of the new law and train
cadres to impose it on Lebanese Shiites.
"Our aim
is to make sure that every Muslim, wherever he or she
happens to be on this Earth, is a living and walking symbol
of Islam," says Pourharandi.
- Iranian
author and journalist Amir Taheri is a member of Benador
Associates.
Is Iran
turning into the new Nazi Germany?
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Mittwoch, 17. Mai 2006
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Urananreicherung
Heute wies der
iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad EU-Überlegungen
zur Beilegung des Streits um das Teheraner Atomprogramm zurück.
Zu Vorschlägen, Iran für den Verzicht auf die
Urananreicherung einen Leichtwasserreaktor anzubieten, sagte
er: "Denkt ihr, ihr habt es mit einem vierjährigen
Kind zu tun, dem ihr Walnüsse und Schokolade geben könnt
und dafür Gold bekommt?"
Dann fügte
er hinzu: "Wir brauchen eure Anreize nicht." Sein
Land habe einen Stopp der Urananreicherung bereits zwei
Jahre lang akzeptiert. "Dies war eine bittere Erfahrung
für das iranische Volk", sagte Ahmadinedschad.
"Wir werden uns nicht zweimal beugen lassen."
Gleichzeitig
warnte das Staatsoberhaupt die EU: Sie solle Länder
nicht in eine Situation zwingen, in der diese den
Atomwaffensperrvertrag aufkündigen müssten. Ahmadinedschad
sprach auf einer Kundgebung vor Tausenden Menschen im
Zentrum Irans. Seine Rede wurde direkt im staatlichen
Fernsehen übertragen.
Quelle:
Spiegel-Online
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Mittwoch, 17. Mai 2006
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Iran lehnt im
Atomstreit auch Angebot der EU ab
Teheran - Iran hat
das angekündigte Angebot der Europäischen Union zur Beilegung
des Atomkonflikts trotz zustimmender Signale aus Peking am
Dienstag abgelehnt. Außenamtssprecher Hamid-Resa Assefi sagte,
Iran habe nach dem Atomwaffensperrvertrag das Recht auf eine
friedliche Nutzung der Nuklearenergie. Deshalb sei es
erstaunlich, dass EU-Chefdiplomat Javier Solana so
„unverantwortliche Bemerkungen“ mache.
Die EU hatte Iran am Vortag eine weit reichende Zusammenarbeit
bei der friedlichen Atomnutzung angeboten. Voraussetzung sei,
dass Teheran auf eine eigene Urananreicherung verzichte. In den
vergangenen drei Jahren habe Iran in Gesprächen mit der EU
immer wieder seinen Willen klar gemacht, nuklearen Brennstoff für
friedliche Zwecke zu produzieren. „Wir wollen nichts, was über
den Atomwaffensperrvertrag hinausgeht“, betonte Assefi.
Teherans Entscheidung, sein international akzeptiertes Recht auf
friedliche Nutzung der Kernenergie auszuüben, sei „endgültig
und unwiderruflich“.
Peking unterstützte den Vorschlag aus Brüssel. „China befürwortet
die wichtige Haltung der Europäer sich um eine Lösung der
iranischen Nuklearfrage durch friedliche Verhandlungen zu bemühen“,
sagte der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Liu
Jianchao. Er deutete an, dass Iran auf das Angebot positiv
reagieren solle. Alle Seiten müssten sich „aktiv bemühen“,
die festgefahrenen Verhandlungen wieder zu starten. Möglicherweise
könne die EU ihr Angebot dazu noch verbessern, erklärte der
Sprecher. „Wir hoffen auch, dass die EU-Seite einen
verbesserten Paketplan vorschlagen wird, der das Ziel der
Nichtverbreitung von Atomwaffen und die gerechtfertigten
Bedenken Irans berücksichtigt.“
Peking lehnte in der
Vergangenheit immer wieder Sanktionen gegen Iran ab und forderte
weitere Verhandlungen. Chinas Führer wollen damit ihre Ölinteressen
schützen. Teheran ist einer der wichtigsten Öllieferanten der
Volksrepublik ist. Ein Achtel aller chinesischen Rohölimporte
kommt aus Iran – jährlich rund 300 000 Barrel. Allerdings
wollen Chinas KP-Führer wegen der Iranfrage auch nicht die
Beziehungen zu Washington und Europa gefährden. Peking versucht
deshalb Einfluss in Teheran zu üben, um das Regime zum
Einlenken zu bewegen.
Quelle:
Harald Maass/dpa
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Dienstag, 16. Mai 2006
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US spells out
plan to bomb Iran
IAN BRUCE,
Defence Correspondent THE
US is updating contingency plans for a non-nuclear strike to
cripple Iran's atomic weapon programme if international
diplomacy fails, Pentagon sources have confirmed. Strategists
are understood to have presented two options for pinpoint
strikes using B2 bombers flying directly from bases in
Missouri, Guam in the Pacific and Diego Garcia in the Indian
Ocean.
RAF Fairford in Gloucester also has
facilities for B2s but this has been ruled out because of
the UK's opposition to military action against Tehran.
The
main plan calls for a rolling, five-day bombing campaign against 400 key targets
in Iran, including 24 nuclear-related sites, 14 military airfields and radar
installations, and Revolutionary Guard headquarters. At
least 75 targets in underground complexes would be attacked with waves of
bunker-buster bombs. Iranian radar networks and
air defence bases would be struck by submarine-launched Tomahawk cruise missiles
and then kept out of action by carrier aircraft flying from warships in the
Indian Ocean and Persian Gulf.
The
alternative to an all-out campaign is a demonstration strike
against one or two high-profile targets such as the Natanz
uranium enrichment facility or the hexafluoride gas plant at
Isfahan.
UK sources say contingency plans
have also been drawn up to cope with the inevitable backlash
against the Basra garrison in neighbouring Iraq.
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Sonntag,
14. Mai 2006
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ABC
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Brief
des Präsidenten der Islamischen Republik Iran an US-Präsident
George Bush
Herrn George
Bush,
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
Bereits seit
einiger Zeit habe ich darüber nachgedacht, wie man die
unbestreitbaren Widersprüche rechtfertigen kann, die es auf
der internationalen Bühne gibt – über die immerzu
debattiert wird, insbesondere in den politischen Foren und
unter Universitätsstudenten. Viele Fragen bleiben
unbeantwortet. Das
hat mich dazu bewegt einige Widersprüche und Fragen zu
diskutieren in der Hoffnung, dass es eine Gelegenheit eröffnen
könnte, Abhilfe zu finden. ...
... Oder kann es
sein, dass nur aufgrund der Möglichkeit der Existenz von
Massenvernichtungswaffen in einem Land, das jetzt besetzt
ist, rund 100.000 Menschen ermordet, seine Wasserressourcen,
Landwirtschaft und Industrie vernichtet, nahezu 180.000 Mann
ausländischer Truppen auf ihren Boden festgesetzt, die
Unverletzlichkeit der Privathäuser der Einwohner gebrochen,
und das Land möglicherweise 50 Jahre zurückgeworfen wurde?
Zu welchem Preis? Hunderte von Milliarden Dollar wurden aus
der Staatskasse eines Landes und zahlreicher anderer Länder
ausgegeben und Zehntausende junger Männer und Frauen –
als Besatzungssoldaten – wurden auf einen unheilvollen Weg
gebracht, entfernt von ihren Familien, ihren lieben, ihre Hände
befleckt mit dem Blut anderer, einem derart großen
psychologischen Druck unterworfen, dass jeden Tag einige
Selbstmord begehen und diejenigen, die zurück kehren,
Depressionen leiden, erkranken und zurecht kommen müssen
mit allen möglichen Gebrechen, während andere getötet
werden und ihre Körper ihren Familien übergeben werden.
...
Und der
Friede sei mit denen, die der Rechtleitung folgen
Mahmood
Ahmadinejad
Präsident des Islamischen Republik Iran
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Gesamter
Brief
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Donnerstag, 4. Mai 2006
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Zwangsräumung
Die 'Süddeutsche Zeitung' berichtet, dass in
München im Jahr 2005 rund 10. 000 Mietern wegen Zahlungsverzugs fristlos
gekündigt worden sei. Die Zahl der Räumungsklagen lag bei 3.500, und täglich
käme es zu vier bis fünf Zwangsräumungen. Immer öfter drohe der
betroffene Mieter mit Selbsttötung. In der Regel würde die Zwangsräumung dann
eingestellt. Der Bundesgerichtshof habe geurteilt, der Mieter müsse seine
Suizid-Gefährdung mit einem Attest belegen.
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Dienstag, 2. Mai 2006
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Iran urges
Annan, UNSC to stop U.S. threats
NEW YORK (IRNA)
-- Iranian Ambassador to United Nations Mohammad Javad Zarif
on Monday urged United Nations Secretary General Kofi Annan
and UN Security Council to stop Washington's illegal and
impudent threats against Iran.
In a letter
to Annan, Zarif drew attention of UN secretary general and
the Security Council to illegitimate threats of U.S.
officials against Iran taking advantage of a variety of
illusive pretexts. "U.S.
officials are impudently threatening Iran with use of force
in blatant contravention of international law and the basic
principles of United Nations Charter," Zarif said.
"U.S.
threats against Iran have found new dimension to the extent
that U.S. dailies are publishing stories about possibility
of aggression on Iran and whether the U.S. would use nuclear
arms against Iran and the U.S. officials do not reject such
stories," the letter said.
The letter
quoted George W. Bush as saying in a press conference on
April 18, 2006, in response to a question whether U.S. would
initiate nuclear attack against Iran that "All options
are on the table." Zarif said
that U.S. threat to initiate nuclear attack against Iran has
also jeopardized the Non-Proliferation Treaty. He called for
immediate action by UN Security Council to stop U.S. threats
against Iran and said that failure of the body to stop U.S.
from violating the international law and United Nations
Charter in the past has emboldened the U.S. officials to say,
"The option of nuclear attack on Iran is on the
table."
Quelle:
tehrantimes.com
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Freitag,
28. April 2006
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„Schweine-Sau“
Im
Zusammenhang mit dem Potsdamer Vorfall vom Ostersonntag veröffentlichte
der „Stern“ die Abschrift des von der Handymailbox der
Ehefrau aufgezeichneten Mitschnitts
des Tat-Hergangs.
Laut „Stern“ ist das Wort „Schweine-Sau“ auch
tatsächlich gefallen. Allerdings sei es – als gängiger,
zärtlicher Kosename – an seine Frau gerichtet gewesen,
die er versucht hatte anzurufen.
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Wednsday,
26
April 2006
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The Israel
Lobby
by Molly
Ivins
It seems to me
the root of the difficulty has been Israel's inability
first to admit the Palestinians have been treated unfairly
and, second, to figure out what to do about it. Now here
goes a big fat generalization, but I think many Jews are
so accustomed (by reality) to thinking of themselves as
victims, it is especially difficult for them to admit they
have victimized others.
But the
Mearsheimer-Walt paper is not about the basic conflict,
but its effect on American foreign policy, and it appears
to me their arguments are unexceptional. Israel is the No.
1 recipient of American foreign aid, and it seems an easy
case can be made that the United States has subjugated its
own interests to those of Israel in the past.
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Mittwoch,
19. April 2006
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Michael
T. Klare
Die
US-Armee wandelt sich zu einer Art globaler Ölschutztruppe.
Quelle:
Michael
T. Klare, Professor für Friedensforschung und World
Security Studies am Hampshire College in Amherst, Mass.,
Autor von «Resource Wars. The New Landscape of Global
Conflict», New York (Henry Holt/Metropolitan Books) 2001.
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Monday,
17 April 2006
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THE IRAN
PLANS
Would
President Bush go to war to stop Tehran from getting the
bomb?
Excerpt from an article by
SEYMOUR M. HERSH in The NEW YORKER FACT, issue of
2006-04-17
The Bush
Administration, while publicly advocating diplomacy in
order to stop Iran from pursuing a nuclear weapon, has
increased clandestine activities inside Iran and
intensified planning for a possible major air attack.
The real
issue is who is going to control the Middle East and its
oil in the next ten years. ... White House believes that
the only way to solve the problem is to change the power
structure in Iran, and that means war... If the
order were to be given for an attack, the American combat
troops now operating in Iran would be in position to mark
the critical targets with laser beams, to insure bombing
accuracy and to minimize civilian casualties. ... the
units were also working with minority groups in Iran,
including the Azeris, in the north, the Baluchis, in the
southeast, and the Kurds, in the northeast. The troops are
studying the terrain, and giving away walking-around money
to ethnic tribes, and recruiting scouts from local tribes
and shepherds.... The broader aim... is to encourage
ethnic tensions and undermine the regime.
A key ally
with an important voice in the debate is Israel, whose
leadership has warned for years that it viewed any attempt
by Iran to begin enriching uranium as a point of no return.
..... the White House’s interest in preventing an
Israeli attack on a Muslim country.... was a factor in its
decision to begin the current operational planning. In a
speech in Cleveland on March 20th, President Bush depicted
Ahmadinejad’s hostility toward Israel as a serious
threat. It’s a threat to world peace.... I’ll make it
clear again, that we will use military might to protect
our ally Israel. There
is a growing conviction ... that President Bush’s
ultimate goal in the nuclear confrontation with Iran is
regime change. Iran’s President, Mahmoud Ahmadinejad,
has challenged the reality of the Holocaust and said that
Israel must be “wiped off the map”. Bush and others in
the White House view him as a potential Adolf Hitler.
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Wednesday, 12
April 2006
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The Israel
Lobby
by John
Mearsheimer and Stephen Walt
... Since the
October War in 1973, Washington has provided Israel with a
level of support dwarfing that given to any other state.
It has been the largest annual recipient of direct
economic and military assistance since 1976, and is the
largest recipient in total since World War Two, to the
tune of well over $140 billion (in 2004 dollars). Israel
receives about $3 billion in direct assistance each year,
roughly one-fifth of the foreign aid budget, and worth
about $500 a year for every Israeli. This largesse is
especially striking since Israel is now a wealthy
industrial state with a per capita income roughly equal to
that of South Korea or Spain. ...
Quelle:
http://www.lrb.co.uk/v28/n06/mear01_.html
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Mittwoch,
5. April 2006
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Hakenkreuz
im Bürgersteig
Straßenarbeiter
haben vor mehreren Monaten ein Hakenkreuz aus
Pflastersteinen in einem Görlitzer Bürgersteig verlegt.
Bis jetzt hat sich offenbar niemand daran gestört.
Bereits vor
vier Monaten ist der Weg in der sächsischen Stadt saniert
worden, wie „Bild“ berichtete. Einen halben Meter soll
das verbotene Zeichen groß gewesen sein und habe bis dato
offenbar niemanden gestört. Nach Bekanntwerden des Vorfalls
ist die Stelle nun aufgebrochen und neu verlegt worden.
Quelle:
http://focus.msn.de/politik/deutschland/ostdeutschland_nid_27223.html
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Donnerstag,
23. März 2006
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Hartmut
Koschyk
Bei
uns gibt es die Tendenz, die Altersversorgung (der
Abgeordneten) nicht in Frage
zu stellen.
Hartmut
Koschyk, Parlamentarischer Geschäftsführer der
CSU-Landesgruppe in Berlin
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Donnerstag,
16. März 2006
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Heimatschachteln
Die
zunehmende Verödung Ostdeutschlands ruft die
Bundesregierung auf den Plan. Aufbau-Ost-Minister Tiefensee
will mit mehreren Modellversuchen Abwanderer aus dem Osten
zu einer Rückkehr bewegen. Bei früheren Einwohnern
Magdeburgs sollen "Heimatschachteln" das Heimweh
wecken.
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Dienstag,
7. März 2006
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Israel
droht mit Ermordung von Hamas-Führer
Israel verstärkt
seine Drohungen gegen die Hamas. Bei gezielten Angriffen auf
Extremisten sei auch der designierte palästinensische
Ministerpräsident Ismail Hanija nicht immun, sagte
Verteidigungsminister Schaul Mofas.
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Montag,
6. März 2006
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Erste
Schule mit einheitlicher Kleidung
An der Freien
Schule Rietschen im Niederschlesischen Oberlausitzkreis
tragen Schüler und Lehrer seit drei Wochen einheitliche
Schulkleidung: T-Shirts, Pullover und Anoraks mit
hauseigenem Logo in Blau, Grün, Gelb und Weiß. Kosten pro
Schüler insgesamt 98 Euro.
Quelle:
Lausitzer
Rundschau online
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Samstag,
4. März 2006
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Anschlag
auf Kirche in Nazareth
Drei
als christliche Pilger verkleidete jüdische
Israelis haben bei einem Angriff auf die Verkündigungskirche
in Nazareth Knallkörper und einen Benzinkanister während
eines katholischen Gottesdienstes detonieren lassen.
Der Polizei gelang es später, die drei unversehrt aus der
Basilika zu schleusen.
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Dienstag, 28. Februar 2006
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Montag,
27. Februar 2006
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Der
Rat erkennt an und bedauert
In
einer Erklärung des EU-Außenministerrates heißt es:
"Der Rat erkennt an und bedauert, dass diese
Zeichnungen von Muslimen in aller Welt als beleidigend und
peinlich empfunden wurden." Der Rat sei "zutiefst
besorgt" über die Ereignisse nach der Veröffentlichung
der Karikaturen in einer dänischen Zeitung [bitte Bild
anklicken] .
EU-Diplomaten
sagten, dass in der Ministerrunde erbittert um die Frage
gestritten wurde, ob die EU die Wirkung der Zeichnungen auf
Muslime "bedauern" oder sich dafür
"entschuldigen" sollte. Großbritannien plädierte
für das Wort "entschuldigen", andere Länder wie
beispielsweise die Niederlande beharrten auf
"bedauern".
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Freitag, 24.
Februar 2006
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Geschenke
Die
Lotto-Gesellschaft Rheinland-Pfalz hat an 30
Landespolitiker, vorwiegend Landtagsabgeordnete aller
Fraktionen, Gratis-Lottoscheine mit
'Garantie-Gewinnen' verschickt.
Quelle:
Wirtschaftswoche
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Internet |
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Dienstag, 21.
Februar 2006
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Auschwitz
Die polnische
Regierung will verhindern, dass iranische Forscher in Polen
das Ausmaß der Judenverfolgung überprüfen. Die polnische
Museumsleitung im Konzentrationslager Auschwitz sagte, sie
werde eine solche Untersuchung nicht zulassen. Iranische
Behörden hatten angekündigt, dass die Forscher, welche
Teheran zu den Konzentrationslagern in Polen zu senden
gedenke, objektiv und unabhängig sein würden.
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Internet |
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Dienstag, 21.
Februar 2006
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Österreich
In
Österreich wird bestraft:
- mit
Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren, bei
besonderer Gefährlichkeit des Täters oder der Betätigung
bis zu 20 Jahren, wer in einem Druckwerk, im Rundfunk
oder in einem anderen Medium oder wer sonst öffentlich
auf eine Weise, dass es vielen Menschen zugänglich
wird, den nationalsozialistischen Völkermord oder
andere nationalsozialistische Verbrechen gegen die
Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost, gutheißt
oder zu rechtfertigen sucht.
- mit
Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, wer eine
pornographische Darstellung einer minderjährigen Person
herstellt oder zum Zweck der Verbreitung einführt, befördert
oder ausführt oder einem anderen anbietet, verschafft,
überlässt, vorführt oder sonst zugänglich macht.
Quelle:
Österreichisches Verfassungsgesetz und Österreichisches
Strafgesetzbuch
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Montag, 20.
Februar 2006
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Ronald
Pofalla
Für
die kommenden Jahre kündigte der neue
Generalsekretär der CDU Roland Pofalla als sein zentrales
Vorhaben an, das Profil der CDU schärfen zu wollen.
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| Montag, 20.
Februar 2006 |
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David Irving:
3 Jahre Gefängnis
Der
umstrittene britische Historiker David Irving ist wegen des
Leugnens von Naziverbrechen im Wiederholungsfall zu drei
Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden.
Der 67-Jährige
war im November 2005 auf Grund eines Haftbefehls von 1989
festgenommen worden. Die Höchststrafe für das Vergehen
liegt in Österreich bei zehn Jahren Haft. Irvings Anwalt
warf dem Gericht vor, mit dem Urteil „ein politisches
Zeichen setzen“ zu wollen.
Der Fall Irving
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Sonntag, 19.
Februar 2006
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[Bitte
Überschrift anklicken] Der wegen
seiner Angriffe auf den Islam unter Druck gekommene
italienische Reformenminister Roberto Calderoli ist zurückgetreten.
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Freitag, 17.
Februar 2006
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HOLOCAUST-KONFERENZMohammed
Ali Ramin, Hochschuldozent für Sozialwissenschaften an
iranischen Universitäten, plant in seiner Heimat Iran eine
Holocaust-Konferenz zu veranstalten. "Die westlichen
Regierungen lassen keine Informationen zu, durch die wir
erfahren könnten, was wirklich während des Zweiten
Weltkriegs geschehen ist". Also habe er vorgeschlagen,
eine "Wahrheitsfindungskommission" einzusetzen, in
der alle Meinungen zu Wort kommen sollen.
"Sollte
sich herausstellen, dass das deutsche Volk unter der Führung
von Adolf Hitler tatsächlich sechs Millionen Juden ermordet
hat, muss eine internationale Kommission unter Beteiligung
von Juristen eine Strafe für den Verbrecher festlegen".
Sollte sich das Gegenteil zeigen, wäre Der Holocaust als
"Vorwand" zur Errichtung eines jüdischen Staates
entlarvt. Als potenzielle Teilnehmer wurden in iranischen
Medien genannt der zum Christentum konvertierte russischstämmige
Israeli Israel Shamir, der in österreichischer
Untersuchungshaft sitzende David Irving, der Franzose Robert
Faurisson und der deutsche Horst Mahler, dem von den Behörden
für ein halbes Jahr der Pass entzogen wurde.
Ramin lebte
17 Jahre in Deutschland, studierte unter anderem in
Karlsruhe Maschinenbau und Verfahrenstechnik. 1994 kehrte er
nach dem Iran zurück. 2003 verweigerten ihm die deutschen
Behörden die Einreise. Er lädt die westlichen Regierungen
ein, an der Konferenz teilzunehmen. Dies gelte auch für die
Bundesregierung, die er als "Sklaven der
Zionisten" sieht. Auch eine Menschenrechtskommission
der Vereinten Nationen möchte er einladen, "damit die
Teilnehmer bei der Rückkehr in ihre Heimat kein Problem
bekommen".
Ramin glaubt, der derzeit herrschende Karikaturen-Streit sei
"von Zionisten initiiert", um von einer Debatte über
den Holocaust abzulenken. Die Regierung Dänemarks werde als
Opfer vorgeschickt, die religiösen Gefühle von 1,5
Milliarden Muslimen zu verletzen und diese aufzuhetzen und
die Weltöffentlichkeit abzulenken, damit der Holocaust
nicht mehr hinterfragt werde.
Rund 30.000 Juden - die größte jüdische Gemeinde im
Mittleren Osten - leben im Iran weitgehend unbehelligt. Es
gibt zahlreiche Synagogen, im Parlament stellen sie einen
eigenen Abgeordneten. Vor zwei Wochen beschwerten sich die
iranischen Juden in einem Brief an den Präsidenten über
dessen Holocaust-Leugnungen. Holocaust-Forscher Aly schlug
bereits vor, eine Gegenkonferenz abzuhalten, an der
Wissenschaftler aus aller Welt, arabische und israelische
Intellektuelle teilnehmen sollten.
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Freitag, 17.
Februar 2006
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Günther
Beckstein (CSU) hat als Vorsitzender der
Innenministerkonferenz in München die Kampagne "Wölfe
im Schafspelz" der Presse vorgestellt. Diese
bundesweite Aktion der Polizei beleuchtet die vielfältigen
Erscheinungsformen des Rechtsextremismus. Sie besteht u.a.
aus einem Medienpaket mit DVD für den Einsatz an Schulen,
das über die Polizeidirektionen an die zuständigen Schulämter
und von dort aus an die Schulen verteilt wird. Sie kostet
100.000 Euro.
Anlass
der 100.000 Euro teuren Kampagne ist die Veranstaltung
von Straßenfesten, die Verteilung von Musik-CDs und
Bonbons, die Herausgabe von Schülerzeitungen und das Singen
in Altersheimen.
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Freitag, 17.
Februar 2006
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Demonstranten
in Bengasi warfen Steine und Flaschen auf das italienische
Konsulatsgebäude und legten anschließend Feuer. Die
Polizei schoss mit scharfer Munition und Tränengas auf die
mehr als 1.000 Menschen. Trotzdem dauerte es rund sechs
Stunden, bis sie die Menge aufgelöst hatten.
Der
Protest wurde offenbar von dem italienischen Reformminister
Roberto Calderoli ausgelöst. Calderoni war im italienischen
Fernsehen mit einem T-Shirt aufgetreten, auf das eine
Mohammed-Karikatur aufgedruckt war [bitte Bild anklicken].
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Donnerstag, 16.
Februar
2006
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TemposündeAm
10. Juni 2005 war der FC-Bayern-Präsident Franz Beckenbauer
an einer Baustelle in der Münchener Candidstraße mit 71
Stundenkilometern geblitzt worden: erlaubt waren 30. Dafür
wäre Beckenbauer mit mindestens einem Monat Fahrverbot, 100
Euro und drei Punkten in Flensburg bestraft worden.
Gestochen scharf ist er auf dem Blitz-Foto zu erkennen,
ebenso das Autokennzeichen der FC-Bayern-Flotte mit den
Buchstaben „RM“ für Rekord-Meister. Zwei
Polizeibeamte und ein Mitarbeiter der Münchener
Stadtverwaltung haben die Geschwindigkeitsüberschreitung
des Bayern-Präsidenten vertuscht, mit dem Ergebnis, dass
Franz Beckenbauer seinen Führerschein behalten kann.
Vier Tage vor Ablauf der Verjährungsfrist und nach Freigabe
des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft wollte die
Stadtverwaltung den Anhörungsbogen an Beckenbauers Wohnsitz
in Kitzbühel verschicken. In dem Verfahren allerdings streikte
der Computer. Bis der Fehler behoben war, war die Frist
abgelaufen. Quelle:
Sueddeutsche.de
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Mittwoch, 15. Februar 2006
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Eklat im Zündel-VerfahrenIm
Prozess gegen Ernst Zündel ist es am Mittwoch vor dem
Landgericht Mannheim zu einem Eklat gekommen. Die
zuständige Kammer ließ die Personalien von
drei Zuschauern feststellen und verwies einen des Saales.
Der Vorsitzende Richter begründete die Feststellung der
Personalien damit, dass die drei Männer zum Ende des ersten
Prozesstermins im Gerichtssaal die erste Strophe des
Deutschlandliedes gesungen hatten. Damit werde ein
übersteigertes Nationalgefühl zum Ausdruck gebracht. Dies
sei provozierend und berühre die Würde des Gerichts,
betonte der Richter.
Quelle:
Yahoo!
Nachrichten
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Mittwoch, 15. Februar 2006
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T-Shirts
Der
italienische Reformminister Roberto Calderoli kündigte nach
Angaben der Nachrichtenagentur Ansa an, T-Shirts mit den
umstrittenen Mohammed-Karikaturen tragen zu wollen [bitte Bild
anklicken]. Er habe die
T-Shirts für sich herstellen lassen, wolle sie aber auch
verschenken. Darin sehe er keine Provokation, sondern "eine
Einladung zu wirklichem Dialog", sagte der Politiker der
italienischen Lega Nord.
Quelle:
Metro
Holland BV
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Montag, 13. Februar 2006
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Iran will
Urananreicherung steigern
Nach Angaben
von Diplomaten der Internationalen Atomenergiebehörde
(IAEA) hat die iranische Regierung in der Atomanlage Natans
die Wiederaufnahme der umstrittenen Urananreicherung
einleiten lassen. Einige Zentrifugen in Natans seien mit
Uranhexafluorid-Gas (UF6) gefüllt worden, aus dem
angereichertes Uran hergestellt werde, hieß es in Wien.
Wie die
halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete,
sollten noch die Siegel und Überwachungskameras der IAEA in
Natans entfernt werden. Wie ein Diplomat der Atombehörde
erläuterte, kann der Iran zwar in Natans auch Uran
anreichern, solange die Siegel montiert sind. Es könne aber
kein Material unbemerkt aus der Anlage herausgebracht
werden.
Zugleich
verschob Teheran seine für den 16. Februar geplanten
Atomgespräche mit Rußland bis auf weiteres. Der iranische
Regierungssprecher Gholam Hossein Elham erklärte zur
Absage, der Iran bestehe auf der Urananreicherung für
friedliche Zwecke. Der Sprecher kündigte an, sein Land
werde noch vor der Sitzung des IAEA-Gouverneursrats am 6. März
die Urananreicherung in industriellem Maßstab
wiederaufnehmen.
Genug Uran
für Atombomben geplant
Teheran plant
nach IAEA-Angaben den Bau von 50.000 Zentrifugen in Natans.
Damit könnte alle zwei bis drei Wochen genügend
angereichertes Uran für die Herstellung einer Atombombe
produziert werden. Der Westen verdächtigt Teheran, unter
dem Deckmantel der zivilen Nutzung nach Atomwaffen zu
streben.
Irans Präsident
Mahmud Ahmadinedschad wiederholte unterdessen seinen
Vorwurf, die internationale Gemeinschaft wolle sein Land vom
Fortschritt abschneiden. Ahmadi-Nedschad warf den westlichen
Staaten vor, Teheran zu bedrohen und mit falschen Vorwürfen
zu überziehen.
Quelle:
Berliner Morgenpost
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Montag, 13. Februar 2006
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Karikaturen-Wettbewerb
zum Holocaust ausgeschrieben
Die
auflagenstärkste iranische Zeitung hat am Montag einen
internationalen Karikaturen-Wettbewerb zum Holocaust
ausgeschrieben. Der Schritt ist eine Reaktion auf die in der
islamischen Welt heftig kritisierten Mohammed-Karikaturen
[bitte Bild anklicken]. Damit soll nach Angaben der Zeitung gezeigt werden, dass die
Meinungsfreiheit im Westen beschränkt sei.
Der
Aufruf, der auf der Website der Teheraner Zeitung «Hamshahri»
veröffentlicht wurde, steht unter der Überschrift: «Wo
liegt die Grenze der westlichen Meinungsfreiheit?». Eine
Anzeige sollte auch am Montag auf Seite 31 der Printausgabe
der Zeitung erscheinen. Der Wettbewerb ist eine Reaktion auf
die in der islamischen Welt heftig kritisierten
Mohammed-Karikaturen, die zuerst im September vergangenen
Jahres in einer dänischen Zeitung veröffentlicht wurden.
Anders
als zunächst angekündigt, soll der Holocaust nicht das
einzige Thema sein. Teilnehmer des Wettbewerbs könnten sich
unter anderem auch mit den «von den USA und Israel
begangenen Verbrechen» beschäftigen, schlug das Blatt vor.
Meinungsfreiheit
im Westen beschränkt
Der
Leiter des Wettbewerbs betonte aber, es handle sich nicht um
eine Vergeltung für die Mohammed-Karikaturen. «Wir wollen
nur zeigen, dass die Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
ist.» Beleidigungen seien in den Karikaturen nicht
zugelassen, sagte er, ohne dies aber näher auszuführen. «Wir
erwarten, dass die Zeitungen, die die (Mohammed-)Karikaturen
veröffentlicht haben, die Karikaturen wiedergeben, die während
unseres Wettbewerbs ausgewählt werden». Auch israelische
Karikaturisten könnten sich daran beteiligen.
Einsendeschluss sei der 5. Mai, und «einige Wochen danach»
werde das Ergebnis verkündet.
Mit
dem Wettbewerb wolle man herausfinden, ob die Europäer
beleidigendes Material im Namen der Pressefreiheit abdrucken
würden. Die westlichen Zeitungen hätten die gotteslästerlichen
Karikaturen unter dem Deckmantel der Pressefreiheit gedruckt.
Jetzt wolle man prüfen, ob sie zu dem stehen, was sie sagen
und auch die Holocaust-Karikaturen drucken.
Privatleute hätten Goldmünzen für die besten zwölf
Karikaturen ausgelobt - eine Anspielung auf die zwölf
Karikaturen, die in der dänischen Zeitung «Jyllands Posten»
abgedruckt worden waren.
Parteigänger
von Präsident Ahmadinejad
Ausgewählte
Karikaturen würden in einem Katalog abgedruckt und die
Arbeiten öffentlich ausgestellt. Der Vertreter der Zeitung
betonte, dass die iranische Regierung nichts mit dem
Wettbewerb zu tun habe. Mitorganisator des Wettbewerbs ist
das Karikaturen-Haus, ein Ausstellungszentrum in Teheran.
Der Chefredaktor von Hamshahri will den Wettbewerb am
Dienstag auf einer Pressekonferenz in Teheran auch der
Auslandspresse erläutern. Hamshahri ist die auflagenstärkste
Zeitung Irans und befindet sich im Besitz der Stadt Teheran,
deren Stadtverwaltung von Parteigängern Präsident Ahmadinejads
beherrscht wird
Quelle:
NZZ Online
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Montag, 13. Februar 2006
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Militärische
Option
Politiker aus Union
und SPD haben sich für einen harten Kurs gegenüber dem Iran
ausgesprochen. Je nach Entwicklung des Atomstreits könne eine
"militärische Option" nicht von vornherein
ausgeschlossen werden.
Außenminister
Franz-Walter Steinmeier (SPD) hatte zuvor gesagt, die
Verhandlungen mit dem Iran über dessen Atomprogramm seien
derzeit in einer "Sackgasse". Der stellvertretende
Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag,
Hans-Ulrich Klose (SPD), sagte der "Bild"-Zeitung
vom Montag, er halte eine militärische Lösung zwar
"nicht für wünschenswert". Es sei aber richtig,
"keine Option vom Tisch zu nehmen". Der
SPD-Verteidigungspolitiker Rainer Arnold sagte der Zeitung:
"Man sollte nicht jetzt schon alles bis zu Ende
durchspielen, aber man sollte auch nicht sagen, was man
nicht tun würde." Platzeck hatte gesagt, ein militärisches
Vorgehen gegen den Iran gehöre vom Tisch.
CDU-Vize
Christan Wulff unterstützte die Linie von Bundeskanzlerin
Angela Merkel (CDU) gegenüber dem Iran. Kritik aus der SPD
an Merkel wies der niedersächsische Ministerpräsident in
der "Bild" mit den Worten zurück, Streit in der
Außenpolitik spiele "anderen Nationen in die Hände"
und müsse vermieden werden. "Nur die klare
Merkel-Linie" verhindere, dass der iranische Präsident
Mahmud Ahmadinedschad "weiter Druck" mache. Merkel
war in die Kritik geraten, weil sie auf der Münchner
Sicherheitskonferenz mit Blick auf das iranische
Atomprogramm und die Drohungen von Ahmadinedschads gegen
Israel gemahnt hatte, die Fehler des Westens bei Hitlers
Aufstieg Mitte der 30er Jahre dürften nicht wiederholt
werden.
Der
stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Wolfgang
Bosbach (CDU), sagte der Zeitung angesichts der von
Ahmadinedschad ins Spiel gebrachten Kündigung des
Atomwaffensperrvertrags: "Wir müssen auf Verhandlungen
und Diplomatie setzen, dürfen aber keine Möglichkeit
ausschließen - auch nicht die militärische". Der außenpolitische
Sprecher der CDU im Bundestag, Eckart von Klaeden, warnte
ebenfalls davor, die Verhandlungsposition des Westens zu
schwächen, indem eine "militärische Option" von
vornherein ausgeschlossen werde. Er sagte im
ZDF-Morgenmagazin, Ziel müsse aber sein, "mit
Verhandlungen erfolgreich zu sein".
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Samstag, 11.Februar 2006
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US-Pläne
für Angriff auf Iran
London
- Militärplaner des "Central Command" und des
"Strategic Command" im Pentagon seien mit den
Planungen beauftragt worden, berichtet die britische Zeitung
"Sunday Telegraph". Geplant seien massive
Bombenangriffe aus der Luft und gleichzeitige
Raketenangriffe mit Hilfe von U-Booten gegen Irans
Atomanlagen. Die Pläne würden für den Fall erarbeitet,
dass Iran nicht mit diplomatischen Mitteln daran
gehindert werden könne, Atomwaffen zu entwickeln, schreibt
das Blatt.Das
wahrscheinlichste Szenario sei ein Luftangriff mit
B2-Langstreckenbombern, schreibt das Blatt. Jeder
Bomber könne für den Angriff mit rund 18 Tonnen Präzisionswaffen
ausgerüstet werden - inklusive der neuen Waffen zur
Zerstörung unterirdischer Bunker. Eine Beteiligung der Alliierten sei nicht vorgesehen. Denn
geplant ist nach dem Bericht der Zeitung, dass die B2-Bomber
von der Basis im US-Bundesstaat Missouri aus starten und auf
halber Strecke in der Luft betankt werden. Die US-Regierung habe erst vor kurzem bekannt gegeben, dass
die mit Atomraketen bestückten U-Boote der Trident-Klasse
innerhalb der kommenden beiden Jahre zusätzlich mit
konventionellen Raketen bestückt werden sollen. Falls die
Umrüstung der U-Boote rechtzeitig abgeschlossen werde, könnten
diese ebenfalls bei einem Blitzangriff auf Irans
Atomanlagen eingesetzt werden, schreibt der
"Telegraph". Das Büro von
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld werde laufend über
die Planungen unterrichtet.
Die derzeitigen Planungen gehen nach Informationen des
"Telegraph" weit über die übliche Routine im
Pentagon hinaus. "Das ist mehr als die Standardeinschätzung
der militärischen Eventualitäten", zitierte die
Zeitung einen ranghohen Pentagonberater. In den vergangenen
Monaten habe das Thema eine viel größere Dringlichkeit
erhalten. Die britische Regierung stehe einem Militärschlag gegen den
Iran dagegen sehr skeptisch gegenüber, weil sie eine
Eskalation der Gewalt im Nahen Osten fürchte, berichtet die
Zeitung weiter. Hinzu komme das Risiko, dass nicht alle
Atomanlagen zerstört würden, das Ziel, den Iran vom Bau
von Atomwaffen abzuhalten, also nicht erreicht würde. Auch das Weiße Haus befürwortete eine diplomatische Lösung,
doch US-Präsident George W. Bush will dem Bericht nach die
Option eines Militärschlages nicht ausschließen. Am
vergangenen Wochenende hatte er erneut erklärt, dass er die
Ambitionen Irans, Atomwaffen zu besitzen, nicht tolerieren
werde.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte gestern
indirekt mit der Kündigung des Atomwaffensperrvertrags
gedroht. Bislang habe sich Iran an die Vorgaben der
Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und des
Atomwaffensperrvertrags gehalten, sagte er am Samstag.
Sollte der Westen aber weiterhin Iran das Recht auf eigenes
atomares Material verwehren, werde Teheran seine Politik ändern.
Quelle:
Spiegel-ONLINE
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Samstag, 11. Februar 2006
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Ahmadinedschad
nennt Holocaust erneut "Mythos"
Teheran (AFP) - Der iranische Präsident
Mahmud Ahmadinedschad hat den Holocaust erneut als "Mythos"
bezeichnet. Die Palästinenser und die Iraker seien diejenigen, die derzeit
unter einem "echten Holocaust" litten, sagte Ahmadinedschad zum
Jahrestag der Islamischen Revolution von 1979. In Anspielung auf die
umstrittenen Karikaturen des Propheten Mohammed fragte er, warum es erlaubt sei,
Mohammed zu beleidigen, aber verboten, den Holocaust in Frage zu stellen. Der
Ratsvorsitz der Europäischen Union wies die Äußerungen entschieden zurück.
In seiner
Rede drohte Ahmadinedschad
zudem, angesichts des Streits um das iranische Atomprogramm
den Atomwaffensperrvertrag aufzukündigen. Bis jetzt habe
sich der Iran an die Vorgaben der Internationalen
Atomenergiebehörde (IAEA) und des Atomwaffensperrvertrags
gehalten. Sollte der Westen aber weiterhin dem Iran das
Recht auf eigenes atomares Material verwehren, werde das
iranische Volk seine Politik ändern, sagte Ahmadinedschad.
"Bis jetzt war es die Politik der Islamischen Republik,
die Kernkrafttechnologie für friedliche Zwecke, für die
Industrie, Wirtschaft und Medizin zu nutzen", fügt er
hinzu.
In Teheran
versammelten sich hunderttausende Menschen, um an die
Revolution von 1979 zu erinnern. Sie demonstrierten zugleich
für das Recht des Iran auf Uran-Anreicherung und riefen
Parolen wie "Tod den USA" oder "Atomkraft ist
unser unveräußerliches Recht". Im iranischen
Staatsfernsehen war von Millionen Demonstranten die Rede.
Ahmadinedschads
Bemerkungen seien keinesfalls hinnehmbar, erklärte die österreichische
Außenministerin Ursula Plassnik. Dass sie dennoch regelmäßig
wiederholt würden, dürfe nicht stillschweigend hingenommen
werden. "Sie sind und bleiben verstörend."
Außerdem
schienen die Äußerungen des iranischen Staatschefs
"in völligem Widerspruch" zu den Bemühungen zu
stehen, die zahlreiche Politiker und religiöse Würdenträger
in den vergangenen Tagen unternommen hätten, um einen
"von Achtung geprägten Dialog zwischen den
Kulturen" zu erreichen, erklärte die Ministerin. Für
die Zukunft des Nahen Ostens könne es nur eine Antwort
geben: "Ein friedliches Zusammenleben von Israelis und
Palästinensern, ohne Gewalt und Terrorismus, auf der
Grundlage von zwei Staaten, wie es der Friedensfahrplan für
Nahost vorsieht."
Quelle:
Yahoo-Nachrichten
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Samstag, 11.Februar 2006
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Präsident
Ahmadinedschad |
Iraner
greifen französische Botschaft mit Brandsätzen an
Hunderte von
Demonstranten durchbrachen den Sicherheitsring um die Botschaft
und zerstörten mit Wurfgeschossen mehrere Scheiben, berichtete
ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP. Den Leuten sei es
gelungen, die französische Flagge anzuzünden. In Slogans wünschte
die aufgebrachte Menge Frankreich sowie den USA, Großbritannien
und Israel den Tod. Auf Bildern der Nachrichtenagentur AP war zu
sehen, wie die Teheraner Feuerwehr einen Brand in einem der
Botschaftsräume löschte. Ein Großaufgebot der Polizei stellte
schließlich die Ordnung wieder her und nahm mehrere
Demonstranten fest.
Der
ultrakonservative iranische Ajatollah Ahmad Chatami forderte
heute zur Fortsetzung der Proteste gegen die Karikaturen
auf, sprach sich aber gegen Gewaltaktionen gegen Botschaften
aus. Zugleich stellte der Ajatollah wie bereits zuvor Präsident
Mahmud Ahmadinedschad einen Bezug zum Holocaust her. Wenn
die Pressefreiheit für die Veröffentlichung der von
Muslimen als Frevel empfundenen Karikaturen herhalten müsse,
wo bleibe sie dann, wenn es um Äußerungen zum
"Holocaust-Märchen" gehe [bitte Bild anklicken]. Dafür würden Menschen
im Westen festgenommen.
Nach unbestätigten Berichten will eine einflussreiche
iranische Zeitung als Reaktion auf die Mohammed-Zeichnungen
bereits am Montag mit dem Abdruck von Holocaust-Karikaturen
beginnen.
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Donnerstag, 9. Februar 2006
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Schweinequieker
Jetzt
wissen wir, woher das Bild stammt, mit dem der in Dänemark
lebende Imam Abu Laban und seine Delegation im Dezember und
Januar durch den Nahen Osten gereist sind, um ihre Gesprächspartner
davon zu überzeugen, dass die Mohammed-Karikaturen in der
Zeitung „Jyllands-Posten” eine Beleidigung aller Muslime
darstellten [bitte Bild anklicken]. Das
Bild, das angeblich einen Mann zeigen soll, der den Propheten
Mohammed mit einer Schweinsnase im Gesicht und Schweinsohren
verulkt, hat mit dem Islam nicht das geringste zu tun. Es ist
ein Bild der Nachrichtenagentur Associated Press, das einen Mann
zeigt, der auf einer Landwirtschaftsmesse in Südfrankreich im
Sommer 2005 an einem Schweine-Quiek-Wettbewerb teilnahm.
Eine
Schwarzweißkopie dieses Fotos war in der Broschüre abgedruckt,
welche die Delegation dänischer Muslime bei ihrer Reise
dabeihatte, mit der sie die beispiellose Protestwelle der
vergangenen Tage angestachelt hat, die in Gewaltakte mit
zahlreichen Toten mündete.
Keine
Holocaust-Karikaturen in „Jyllands-Posten”
Die
„Jyllands-Posten” selbst musste derweil in eigener Sache
dementieren, dass sie nach den Mohammed-Karikaturen auch die
Bilder zeigen wolle, mit der eine iranische Zeitung den
Holocaust karikieren will.
Beides
hatte nach Agenturberichten jedoch der Feuilletonchef des
Blattes, Flemming Rose, im Fernsehen angekündigt. Erst sei der
Initiator der Mohammed-Karikaturen im amerikanischen Fernsehen
aufgetreten und habe mitgeteilt, seine Zeitung versuche, Kontakt
mit der iranischen Zeitung aufzunehmen, die einen
„internationalen Wettbewerb für Holocaust-Karikaturen”
veranstalten will. „Wir würden die Karikaturen am selben Tag
bringen”, sagte er. Wenig später unterrichtete er im
heimischen Sender TV2 darüber, dass die Leser am Sonntag
bereits früher veröffentlichte Jesus- und Juden-Karikaturen
erwarten dürften. „Wir wollen zeigen, dass wir keinen
speziell antiislamischen Kurs haben”, sagte er. Nur um kurz später
zu bekennen, er sei von der Chefredaktion zurückgepfiffen
worden.
Quelle:
FAZ.NET
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Donnerstag, 9. Februar 2006
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Karikaturenstreit
in Dänemark
Kopenhagen - Im Foyer des dänischen
Parlaments tummelt sich ein Trupp von Reportern um Naser Khader. Bodyguards
halten die Fernsehleute auf Abstand. Khader, dänischer Muslim und
Parlamentsabgeordneter der linksliberalen Oppositionspartei "Radikale
Venstre", kann sich seit ein paar Tagen kaum noch frei bewegen. Er hat
Morddrohungen bekommen. Die Anspannung steht dem Politiker ins Gesicht
geschrieben.
In Khaders Büro
läuft der arabische Fernsehsender al-Dschasira. Auf dem
Tisch liegt ein Buch von Amos Oz: "Wie man Fanatiker
kuriert". Eine Frage, die sich auch Khader spätestens
seit zehn Tagen stellen muss. Denn Khader steht als Leiter
der dänischen Organisation "Moderate Muslime" im
Fadenkreuz radikaler Islamisten aus Dänemark.
Khader lässt wenig Gutes an seinen radikalen Landsleuten.
Die hätten absichtlich zur Eskalation der Gewalt
beigetragen und die ganze Sache eigentlich erst von Dänemark
aus in die Welt getragen, erzählt der in Syrien geborene
Politiker. Damit meint der liberale Politiker nicht nur die
ominöse Reise dänischer Muslime nach Ägypten. Viel mehr
Aufsehen habe die Rede des in Kopenhagen lebenden religiösen
Scheichs Mouhammed Fouad al-Barazi erregt, die der arabische
Fernsehsender al-Dschasira übertragen hatte.
Zehn Tage ist das nun her. "Al-Barazi ist ein in der
muslimischen Welt bekannter Führer der
Muslim-Bruderschaft", erzählt Khader. Letzten Dienstag
habe al-Barazi vor den laufenden Kameras des arabischen
Fernsehsenders al-Dschasira erzählt, in Dänemark plane
man, den Koran zu verbrennen. "Er hat das als
offizielle Tatsache hingestellt und nicht als das Gerücht,
das es war. Nationalistische Dänen hatten solche SMS
verschickt."
Scharfmacher auf al-Dschasira
Erst durch die dramatische Darstellung al-Barazis, der während
der Übertragung als zusätzlichen Show-Effekt Tränen verdrückt
habe, sei der Funke der Empörung endgültig in die
arabische Welt übergesprungen, glaubt Khader. "Ich
vermute einen direkten Zusammenhang zu den Ausschreitungen
in Syrien", sagt er. Al-Barazi habe auf jeden Fall
gewusst, dass dieses Gerücht nicht stimme.
Es sei in Ordnung, dass Muslime ihren Protest äußern, wenn
das friedlich geschehe, sagt Khader. Dass alle wie er selbst
herzlich über die Karikaturen lachen, könne man nicht
erwarten. Allerdings wundert er sich, warum sie nicht den
dafür angemessenen Weg wählen können. "Es ist eine dänische
Angelegenheit. Warum sind die dänischen Muslime nicht
einfach in Dänemark vor Gericht gegangen, sondern sind nach
Ägypten gereist?", fragt sich Khader. Als er diese
Frage einem Mitglied der muslimischen Delegation gestellt
hat, habe der nur geantwortet: "Wenn Sie früher jemand
in der Schule geärgert haben, dann sind Sie doch auch zu
den Eltern gegangen."
Auch dem dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh
Rasmussen einen Brief zu schreiben, wie es elf Botschafter
aus islamischen Ländern bereits im Oktober 2005 getan
hatten, sei falsch gewesen. "Was hat er damit zu tun?
Wenn es ein diplomatisches Problem gibt, dann ist der Außenminister
der Ansprechpartner", sagt Khader. Dass Rasmussen sich
nicht mit den Botschaftern treffen wollte, sei ebenso unklug
gewesen. "Das wurde wohl als Zurückweisung in den
jeweiligen Ländern interpretiert."
Es war der 12. Oktober 2005, also kurz nach der Veröffentlichung
der Karikaturen in "Jyllands-Posten", als im Büro
des Ministerpräsidenten ein Brief einging [bitte Bild
anklicken]. Die Absender
waren die Botschafter mehrerer arabischer Länder. In dem
gemeinsam von ihnen verfassten Brief steht: Die in "Jyllands-Posten"
erschienenen Mohammed-Karikaturen hätten "eine sehr
diskriminierende Tendenz, die sich nicht mit den Standards
von Menschenrechten in Dänemark vertragen". Man wolle
darauf hinweisen, dass die Zeichnungen Reaktionen in
muslimischen Ländern und muslimischen Gemeinde in Europa
auslösen könnten.
"Wir fordern dringend ein Treffen mit Ihnen"
Weiter heißt es dort: Man fordere die dänische Regierung
auf, alle rechtlich möglichen Schritte einzuleiten, die für
das "Vertrauen zwischen den Religionen in Dänemark und
Dänemarks Beziehungen zur muslimischen Welt" von
Interesse seien. Wir fordern dringend ein Treffen mit
Ihnen!" Unterschrift: Die Botschafter der Türkei,
Saudi-Arabiens, Irans, Pakistans, Ägyptens, Indonesiens,
Algeriens, Bosnien-Herzegowinas, Libyens, Marokkos und einer
palästinensischen Delegation.
Neun Tage später antwortete Rasmussen, ging aber auf die
Forderung eines Treffens nicht ein. Stattdessen schrieb er,
die Karikaturen seien durch die Pressefreiheit gedeckt.
Keineswegs wolle er Einfluss auf die dänische Presse
nehmen. "Die Meinungsfreiheit ist die Grundlage der dänischen
Demokratie", so Rasmussen. Weil er aber den Dialog der
Kulturen für wichtig halte, habe er "persönlich die
Initiative übernommen, mit Repräsentanten muslimischer
Gemeinden in Dänemark in einen Dialog zu treten".
Er verweist in dem Brief darauf, dass die dänische
Verfassung jedoch "Taten oder Äußerungen verbietet,
die blasphemisch oder diskriminierend" seien. Die
angegriffene Partei könne solche Fälle vor Gericht
bringen, und dann sei es die Sache der Richter im
individuellen Fall zu entscheiden.
Jetzt ist ein halbes Jahr vergangen, bis Fogh Rasmussen sich
letzte Woche zu einem Treffen mit den Botschaftern bereit
erklärt hat. Allerdings hat er den Kreis der Geladenen
nicht nur auf die Botschafter muslimischer Länder beschränkt,
sondern gleich alle in Dänemark residierenden Abgesandten
geladen.
Vor seinen Gästen wies Rasmussen noch einmal darauf hin,
dass "Dänen dafür bekannt sind, ihre Meinung offen
und geradeheraus zu vertreten, insbesondere gegenüber
Autoritäten". Gleichzeitig machte er klar, dass die
Regierung nie die Absicht gehabt habe, Muslime zu
beleidigen. Er persönlich würde auch nie eine religiöse
Figur abbilden, die die Gefühle anderer Menschen verletzen
könnte.
Regierung will keinen Millimeter zurückweichen
Eine Taktik, die wohl auch mit der Linie von Rasmussen und
seiner Partei "Venstre" zu tun hat: keine unnötige
Provokation, aber gleichzeitig im Prinzip hart bleiben. Jens
Rhode, Fraktionsvorsitzender von "Venstre", erklärt:
"Wir werden keinen Millimeter zurückweichen in unserer
Haltung. Pressefreiheit ist unantastbar. Es gibt da kein
Aber."
Zu einem Treffen mit den Diplomaten sei Rasmussen im Oktober
allein deshalb nicht bereit gewesen, "weil es einfach
kein Ergebnis gebracht hätte - denn der Staat darf und kann
die Presse nicht einschränken", so Rhode. Es sei in
der Partei diskutiert worden, wie man nun vorgehen soll. Man
habe sich aber damals dazu entschieden, das Gespräch
abzulehnen, "weil man uns gerade dann danach von
muslimischer Seite vorgeworfen hätte, das wir uns nicht auf
sie zu bewegen. Aber das können wir gar nicht".
Zumal in Dänemark eine große Tradition der Karikaturen
herrsche, erklärt Rhode. Vor ein paar Jahren sei zum
Beispiel in Dänemark ein Film gezeigt worden, der die
christliche Religion sehr lächerlich gemacht habe. Damals
habe es auch Gegenstimmen gegeben - friedliche, betont
Rhode. Denn gerade der offene Umgang Dänemarks mit Gruppen
des rechten und linken Randes der Politik habe bisher in Dänemark
größere Zusammenstöße verhindert, glaubt er. "Wir
haben auch eine nationalsozialistische Partei hier, die
nicht verboten ist", sagt er. "Und radikale
muslimische Glaubensgemeinschaften sind auch erlaubt."
Aber nun ist es offenbar einer kleine Gruppe radikaler
Muslime gelungen, nicht nur eine Staatskrise auszulösen,
sondern Dänen zum Hassobjekt von Islamisten weltweit zu
machen. Und für viele dänische Politiker ist die Welt
nicht mehr wie vorher. Auch nicht für den 35-jährigen Jens
Rhode. Dauernd war er in den letzten Tagen im Fernsehen.
"Und jetzt merke ich, ich gucke mich auf der Straße
um, ob mich jemand verfolgt", sagt er.
Im Gegensatz zu ihm steht der Abgeordnete Khader längst
unter dem Schutz mehrerer Polizisten. Er glaubt, dass es
noch dauern wird, bis sich die Sache beruhigt. Bis dahin müsse
man "demokratische Ohrfeigen" verteilen, sagt er.
Und diejenigen stärken, die national und international für
einen demokratischen Islam eintreten. Denn die Sache intern
in Dänemark zu lösen, wie Khader es richtig gefunden hätte,
dazu ist es jetzt viel zu spät.
Quelle:
Spiegel-ONLINE
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Donnerstag, 9. Februar 2006
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Karikaturen
über Holocaust als Gegenangriff
Eine
iranische Zeitung und eine Website wollen die
Meinungsfreiheit im Westen testen und haben ein gefährliches
Thema aufgegriffen.
Der
Streit um die Karikaturen hat bereits erste Todesopfer
gefordert. Auch wenn sich nun auch muslimische Regierungen
und Geistliche vermehrt einmischen und friedliche Proteste
fordern, scheint die erst spät gezündete Provokation der dänischen
Zeitung vorerst noch nicht zur Ruhe zu kommen. Die
Karikaturen haben natürlich nur den Konflikt ausgelöst,
der schon lange auf beiden Seiten geschwelt hat und den die
Extremisten auf beiden Lagern gerne zum Kulturkampf
hochstilisieren möchten [bitte Bild anklicken].
Natürlich
wird im (christlichen) Westen schon etwas scheinheilig die
Meinungs- und Pressefreiheit verteidigt, als hätte es hier
nicht auch immer wieder – gescheiterte und gelungene –
Versuche gegeben, Kritik und Ironie an christlichen Symbolen
zu unterdrücken. Darüber hinaus kennen einzelne Staaten
unterschiedliche Tabus, die die Meinungs- und Pressefreiheit
begrenzen. Man braucht nur an den ebenfalls kaum
nachvollziehbaren Skandal denken, der wegen einer für
Sekunden im Fernsehen entblößten Brust den Namen
Nipplegate erhalten hat. Staatlich zensiert werden in den
USA die F-Schimpfwörter mit sexuellen Anspielungen, auch
während des Kriegs wurden viele Bilder von den Medien
freiwillig oder unter Druck zensiert, angefangen von den
Särgen bis hin zu getöteten Soldaten oder Zivilisten. In
Deutschland gab es beispielsweise 1998 ein Urteil, des
Amtsgerichts Regensburg, das 1999 vom Oberlandesgericht
Nürnberg bestätigt wurde. Danach ist die
"öffentliche Zurschaustellung eines gekreuzigten
Schweines im Internet" strafbar: "Sie verletzt das
religiöse Empfinden gläubiger Christen und ist daher
geeignet, den öffentlichen Frieden zu stören. Als
öffentlich gilt auch eine allgemein zugängliche
Präsentation im Internet." Damals ging es um das
"Schweine-T-Shirt", das eine Plattenfirma im
Internet anbot. Abgebildet war ein gekreuzigtes Schwein,
statt INRI war der Name der Punkband angebracht. Das Kreuz
ist nach dem OLG das "Glaubenssymbol schlechthin"
des Christentums und werde durch die "offenkundig"
durch die "beabsichtigte, geschmacklose und bösartige
Profanierung" entweiht, zumal das Schwein, weil es als
unrein gilt, als Symbol verwendet wird, "wenn es darum
geht, andere zu verunglimpfen und herabzusetzen". Der
Hauptpunkt allerdings ist, dass die "Beschimpfung"
öffentlich und durch Verbreitung von Schriften durch die
Benutzung des Internet erfolgte.
Zumindest aus Bayern sieht der angebliche
Kulturkampf zwischen dem christlichen Westen mit der großen
Meinungsfreiheit und den Muslimen, die ihre Religion durch
die Karikaturen verhöhnt sehen, schon ein wenig anders aus.
In Italien wurde Anfang Januar - vor dem Konflikt mit den
Karikaturen - ein Muslim in Aquila wegen Verunglimpfung des
Christentums zu acht Monaten Haft verurteilt. Seine Mutter
war 2003 in ein Krankenhaus gekommen, der Mann verlangte,
dass man das Kruzifix aus dem Zimmer entferne. Das
Krankenhauspersonal machte dies nicht, der erzürnte Muslimführer
warf es daraufhin aus dem Fenster.
Der jetzige Konflikt gießt
Wasser auf
diese Mühlen - und könnte durchaus zurückschlagen.
Geschickt wird bereits, ausgehend von Iran, an einem
Gegenangriff gearbeitet. Schon vor einiger Zeit hatte der
persische Präsident Ahmadenidschad angekündigt, dass die
Regierung nach dem Proteststurm, die seine Äußerungen über
Israel und den Holocaust ausgelöst hatten, eine internationale Konferenz zum Holocaust organisieren
werde. Für Ahmadenidschad ist der Holocaust wie für die
Neonazis ein "Mythos", den der Westen und Israel
ausbeuten.
Die Website der Arab-European League, die
die "Interessen der arabischen und muslimischen
Gemeinschaft" vertritt und verteidigt, ist schon zum Gegenangriff übergegangen und hat eine "Kampagne
zur Meinungsfreiheit" gestartet. Es wurden bereits
einige Karikaturen veröffentlicht, die Tabus in Europa
brechen sollen. Nachdem, so die Argumentation, die Araber
und Muslime von Europäern so viele Aufforderungen erhalten
hätten, Meinungsfreiheit und Toleranz zu achten, würde man
nun auch das Recht auf künstlerische Meinungsfreiheit in
Anspruch nehmen:
Genauso wie die Zeitungen in Europa behaupten, dass sie nur
die Meinungsfreiheit verteidigen und die Muslime nicht
stigmatisieren wollen, seien diese Karikaturen nicht als Beleidigung
zu
verstehen. Es sei an der Zeit, Tabus zu brechen und
alle roten Linien zu überschreiten, um nicht zurückzubleiben.
Dem
schließt
sich die größte iranische Zeitung
Hamshahri
an. Sie hat einen Wettbewerb ausgeschrieben
, um die 12 "besten" Karikaturen zum Holocaust zu
prämieren. Die Provokation zielt darauf, wie Farid
Mortazavi von Hamshahri sagte, herauszufinden, wie sehr die
Europäer der Meinungsfreiheit tatsächlich verpflichtet
seien.
Die westlichen Zeitungen haben diese blasphemischen
Karikaturen im Kontext der Meinungsfreiheit veröffentlicht.
Also schauen wir einmal, ob sie auch meinen, was sie sagen
und auch diese Holocaust-Karikaturen drucken.


Quelle:
Telepolis
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Mittwoch, 8. Februar 2006
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Karikaturen: EU-Ratsvorsitz brandmarkt
«Provokationen»
Wien.
SDA/AFP/DPA/baz.
Der EU-Ratsvorsitzende Wolfgang Schüssel hat sich erschüttert über
Holocaust-Karikaturen als Vergeltung für die umstrittenen Mohammed-Karikaturen
gezeigt [bitte Bild anklicken]. Er rief alle Beteiligten auf, die «Spirale der gegenseitigen
Provokationen und Beleidigungen zu beenden».
Die iranische Zeitung «Hamschahri» hatte am Montag
einen internationalen Wettbewerb für Karikaturen zum organisierten Massenmord
an den Juden durch die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg ausgerufen.
Weder «herabwürdigende Karikaturen über Mohammed
noch das Leugnen des Holocaust oder beschämende Witze über den Holocaust»
passten in eine Welt, in der das Zusammenleben der Kulturen und Religionen von
gegenseitigem Respekt geprägt sein sollte, sagte Schüssel.
Der österreichische Bundeskanzler fügte hinzu: «Wir
wollen keinen 'Clash of Cultures', sondern den Frieden zwischen den
unterschiedlichen Kulturen.»
Antisemitische Karikaturen im Internet
Die Moslem-Organisation Arab-European League (AEL) mit
Sitz im belgischen Antwerpen veröffentlichte auf ihrer Website bereits
Karikaturen im Zusammenhang mit dem Holocaust. Eine Zeichnung zeigt Adolf Hitler
im Bett mit Anne Frank, eine weitere äußert Zweifel an der Zahl der in
Auschwitz ermordeten Menschen.
«Nach den Lektionen, die Arabern und Moslems von den
Europäern über freie Meinungsäusserung und Toleranz erteilt wurden, hat sich
AEL entschlossen, in das Cartoon-Geschäft einzusteigen und unser Recht auf künstlerische
Freiheit zu nutzen», hiess es auf der Website.
Die Westschweizer Koordinationsstelle gegen
Antisemitismus und Diffamierung (CICAD) verurteilte die Karikaturen der AEL am
Mittwochabend als antisemitisch und rassistisch. Die CICAD verstehe, dass viele
Muslime von den Mohammed-Karikaturen verletzt seien. Aber moslemische
Extremisten nutzten dies aus, um ihrerseits den Hass auf Juden zu schüren,
heisst es im CICAD-Communiqué.
Die Karikaturen, die den Propheten Mohammed unter
anderem mit einer Bombe als Turban zeigten, waren zuerst in der dänischen
Zeitung «Jyllands-Posten» erschienen. Zeitungen in Europa, auch in der
Schweiz, und in arabischen Staaten druckten sie nach.
Neue Mohammed-Karikaturen
Am Mittwoch goss das französische Satireblatt «Charlie
Hebdo» noch Öl ins Feuer: Es veröffentlichte die zwölf Mohammed- Karikaturen
der «Jyllands-Posten» und fügte eigene hinzu.
Die linke Wochenzeitung zeigt auf einem der Bilder, wie
Mohammed seine Hände vor den Kopf schlägt und sagt: «Es ist hart, wenn man
von Idioten geliebt wird.»
Das Blatt landete damit einen Verkaufshit. Die Ausgabe
war blitzschnell ausverkauft, obwohl sie zwei Mal nachgedruckt wurde.
Frankreichs Präsident Jacques Chirac verurteilte die Karikaturen umgehend.
Quelle: Basler Zeitung, 8. Februar 2006
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Mittwoch, 8. Februar 2006
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Karikaturen
Die Karikaturen, die den
Propheten Mohammed unter anderem mit einer Bombe als Turban zeigten, waren
zuerst in der dänischen Zeitung «Jyllands-Posten» erschienen. Zeitungen in
Europa, auch in der Schweiz, und in arabischen Staaten druckten sie nach.
Quelle: Internet
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Dienstag, 7. Februar 2006
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Machtspiele bei der Auseinandersetzung zwischen den USA
und dem Iran/Irak
n einer Analyse des Energy Bulletin sieht Krassimir
Petrov als den eigentlichen Grund für den bevorstehenden
Irankrieg ein Projekt der iranischen Regierung, das
geeignet wäre, dem amerikanischen Imperium den Todesstoß
zu versetzen.
Die hochgefährliche Waffe, welche die Macht der USA
niederstrecken könnte, wäre nach seiner Untersuchung
jedoch nicht nuklearer Art oder eine andere
Massenvernichtungswaffe. Es handele sich dabei um die von
den Iranern geplante Ölbörse, die den US-Dollar
unterminieren und das ökonomische Kartenhaus der USA zum
Einsturz bringen könnte.
I. Ökonomie der Imperien
Während ein Nationalstaat seine eigenen Bürger besteuert,
kann ein Imperium andere Nationalstaaten besteuern. Die
Geschichte der Imperien, von den Griechen und den Römern,
bis zu den Osmanen und den Briten lehrt uns, dass das
wirtschaftliche Fundament jedes einzelnen Imperiums die
Besteuerung anderer Staaten ist.
Die Fähigkeit andere Staaten zu besteuern, lag immer die größere
Wirtschaftskraft des Imperiums (USA) zugrunde, und als
dessen Folge, die größere Militärkraft.
Ein Teil der vom unterworfenen Staat eingetriebenen Steuern
diente der Erhöhung des Lebensstandards des Imperiums, während
der andere Teil in die Stärkung des Militärs floss, um die
Steuereintreibung durchzusetzen.
Zum ersten Mal in der Geschichte konnte Amerika im 20.
Jahrhundert die Welt indirekt durch Inflation besteuern. Es
brauchte keinen Anspruch auf direkte Zahlungen erheben wie
es alle Vorgänger-Imperien zu tun pflegten, sondern die USA
verteilen statt dessen ihr eigenes Papiergeld, den
US-Dollar, an andere Länder und erhalten dafür reale Güter.
Das alles geschieht mit der Absicht, den US-Dollar durch
Inflationierung abzuwerten und damit jeden Dollar später
mit weniger Gütern zurückzuzahlen – die Differenz
entspricht der US-amerikanischen imperialen Steuer. Und so
spielte sich der Prozess ab.
Im frühen 20. Jahrhundert begann die amerikanische
Wirtschaft die Weltwirtschaft zu dominieren. Der US-Dollar
war an Gold gebunden, d.h. weder erhöhte noch reduzierte
sich der Wert eines Dollars, sondern er entsprach fortwährend
derselben Menge Gold.
Die Weltwirtschaftskrise, mit der in den Jahren 1921 bis
1929 vorausgehenden Inflation und den nachfolgenden
explodierenden Budgetdefiziten, erhöhte die im Umlauf
befindlichen Banknoten signifikant, was die Deckung des
Dollars mit Gold unmöglich machte.
Folglich entkoppelte US-Präsident Franklin D. Roosevelt,
1932 den Dollar vom Gold. Bis zu diesem Punkt mögen die USA
wohl die Weltwirtschaft dominiert haben, aus einer ökonomischen
Perspektive waren die USA jedoch kein Imperium. Die Bindung
an das Gold erlaubte es den Amerikanern nicht, sich auf
Kosten anderer Länder zu bereichern.
Seine ökonomische Geburtsstunde erlebte das amerikanische
Imperium mit dem Bretton-Woods Abkommen im Jahre 1945. Der
US-Dollar war nicht mehr voll in Gold konvertierbar, sondern
nur mehr für ausländische Regierungen in Gold
konvertierbar.
Das begründete den Status des Dollars als Weltwährungsreserve.
Dies war möglich, weil die Vereinigten Staaten während des
2. Weltkrieges gegenüber ihren Verbündeten darauf
bestanden, dass Güterlieferungen mit Gold bezahlt werden
mussten, wodurch die USA einen Großteil des weltweit verfügbaren
Goldes akkumulieren konnten.
Die ständigen Handelsbilanzdefizite führten
zu einem Anstieg der Beteiligungen in US-Dollar von Ausländern
und das ist gleichbedeutend mit einer Steuer – die
klassische Inflationssteuer, die ein Land seinen eigenen Bürgern
auferlegt, hoben dieses Mal die Vereinigten Staaten vom Rest
der Welt ein.
Um das amerikanische Imperium aufrecht zu erhalten und um
den Rest der Welt weiter zu besteuern, mussten die
Vereinigten Staaten seither die Welt dazu zwingen, den beständig
an Wert verlierenden Dollar im Austausch für Güter zu
akzeptieren und immer größere Menge des beständig an Wert
verlierenden Dollar zu halten. Sie mussten also eine ökonomische Begründung
hierfür finden, und diese Begründung
war das Rohöl.
1971 wurde es immer offensichtlicher, dass die amerikanische
Regierung nicht mehr imstande war, ihre Dollar mit Gold
zurückzukaufen. So traf sie 1972/73 mit Saudi-Arabien die Vereinbarung,
dass die USA das dortige Königshaus fortan unterstützen würden,
wenn dieses als Gegenleistung nur mehr US-Dollar für ihr
Rohöl akzeptiert. Die restlichen Mitglieder OPEC taten es
Saudi-Arabien gleich und akzeptierten ebenfalls nur mehr
Dollar.
Weil die Welt Öl von den Arabischen Ländern kaufen musste,
bestand ein Grund, Dollar für die Bezahlung des Öls zu
halten. Weil die Welt immer größere Mengen an Öl benötigte,
konnte die Nachfrage nach Dollar nur steigen. Auch wenn
Dollar nicht mehr länger in Gold gewechselt werden konnte,
waren sie nun gegen Öl wechselbar.
Die ökonomische Quintessenz dieser Vereinbarung war, dass
der Dollar nun von Öl gedeckt wurde. Solange dies der Fall
war, musste die Welt Unmengen an Dollar akkumulieren, weil
sie diese Dollar für den Einkauf von Öl benötigten.
Solange der Dollar die einzig akzeptierte Währung im Ölgeschäft
war, war die Dominanz des Dollars in der Welt gesichert, und die USA konnten den Rest der Welt
besteuern.
Falls, aus welchem Grund auch immer, der Dollar seine Öldeckung
verlöre, würde das amerikanische Imperium untergehen. Der
Überlebensdrang des Imperiums diktiert daher, dass Öl nur
für Dollar verkauft werden darf. Er diktiert auch, dass die
verschiedenen Länder mit Ölreserven nicht stark genug sein
dürfen, politisch oder militärisch, um für die Bezahlung
des Öls etwas Anderes als Dollar zu verlangen.
Falls jemand ein anderes Zahlungsmittel verlangen würde, müsste
er entweder mit politischem Druck oder militärischen Mitteln
überzeugt werden, diese Meinung zu ändern.
Der Mann, der tatsächlich Euro für sein Öl verlangte, war
Saddam Hussein im Jahr 2000.
Zunächst wurde seiner Forderung mit Spott und Hohn begegnet,
später mit Gleichgültigkeit, aber als es klarer wurde,
dass er es ernst meinte, wurde politischer Druck ausgeübt,
damit er seine Meinung ändert.
Als andere Länder, wie der Iran, die Bezahlung in anderen Währungen,
insbesondere in Euro und Yen, verlangten, war die Gefahr für
den Dollar offensichtlich und eine
Strafaktion stand an.
George W. Bushs Operation im Irak
drehte sich nicht um Saddams nukleares Potential, nicht um
die Verteidigung der Menschenrechte, nicht um die
Verbreitung der Demokratie und auch nicht darum, die Ölfelder
zu erobern; es ging allein darum, den Dollar zu verteidigen,
sprich das amerikanische Imperium.
Es sollte ein mahnendes Exempel statuiert werden, dass
jeder, der andere Währungen als den US-Dollar akzeptieren
wollte, auf die selbe Art bestraft würde.
Viele kritisierten Bush für seinen Angriff auf den Irak,
weil sie glaubten, dass es Bush um die Eroberung der
irakischen Ölfelder ging. Allerdings können diese Kritiker
nicht erklären, warum Bush es überhaupt nötig hätte,
diese Ölfelder zu erobern – er könnte ja einfach
kostenfrei Dollar drucken und mit diesen soviel Öl kaufen,
wie er benötigt. Er muss daher andere Gründe für seine
Invasion gehabt haben.
Die Geschichte lehrt, dass ein Imperium aus zwei Gründen in
den Krieg zieht: (1) um sich zu verteidigen oder (2)
um vom Krieg zu profitieren.
Ökonomisch betrachtet muss der Nutzen eines Krieges dessen
militärische und soziale Kosten übersteigen, damit ein
Imperium einen Krieg vom Zaun bricht. Der Gewinn aus den
irakischen Ölfeldern ist kaum die Kosten über viele Jahre
hinweg wert. Nein, Bush musste den Irak angreifen, um sein
Imperium zu verteidigen.
Genau das ist in der Tat der Fall: zwei Monate nachdem die
Vereinigten Staaten in den Irak einmarschierten, wurde das
„Oil for Food“ Programm beendet, die auf Euro lautenden
irakischen Konto in Dollar-Konten rückgewandelt und das Öl
wurde wieder nur für US-Dollar verkauft.
Die Welt konnte nun nicht mehr irakisches Öl mit Euro
erwerben. Die globale Vormachtstellung des Dollars war
wiederhergestellt. Siegreich stieg Bush aus einem
Kampflugzeug aus und erklärte die Mission für vollendet
– er hatte den US-Dollar erfolgreich verteidigt und damit
das amerikanische Imperium.
II. Die iranische Ölbörse
Die iranische Regierung hat die ultimative Waffe entwickelt, die über Nacht das
Finanzsystem zerstören kann, auf dem das amerikanische
Imperium aufgebaut ist. Diese Waffe ist die iranische Ölbörse,
die laut Plan im März 2006 starten soll. Die Börse wird
auf einem Euro-Öl-Handelssystem basieren, was natürlich
die Bezahlung in Euro impliziert.
Dies stellt eine viel größere Bedrohung für die Hegemonie
des Dollars dar als seinerzeit Saddam, weil es jedermann ermöglicht,
Öl für Euro zu kaufen und zu verkaufen und damit den
US-Dollar völlig zu umgehen. Es ist wahrscheinlich, dass
fast jeder das Euro-Öl-System übernehmen wird:
- Die Europäer bräuchten keine Dollar mehr zu kaufen und
zu halten, um Öl zu kaufen, sondern würden statt dessen
mit ihrer eigenen Währung bezahlen. Die Einführung des
Euro für Öltransaktionen ließe die europäische Währung
den Status einer Reservewährung einnehmen, was den Europäern
auf Kosten der Amerikaner zum Vorteil gereichen wird.
- Die Chinesen und Japaner werden mit besonderem Eifer die
neue Börse annehmen, weil es ihnen erlaubt, ihre enormen
Dollarreserven drastisch zu reduzieren und mit Euro zu
diversifizieren, womit sie sich gegen die Abwertung des
Dollars schützen können.
Einen Teil ihrer Dollar werden sie auch in Zukunft halten
wollen; einen zweiten Teil ihrer Dollarreserven werden sie
vielleicht sofort auf den Markt werfen; einen dritten Teil
werden sie für spätere Zahlungen verwenden, ohne diese
Dollarbestände je wieder aufzufüllen, denn sie werden dafür
ihre Eurobestände erhöhen.
- Die Russen haben ein inhärentes ökonomisches Interesse
an der Einführung des Euro – der Großteil ihres Handels
ist mit europäischen Ländern, mit ölexportierenden Ländern,
mit China und mit Japan.
Die Einführung des Euro würde mit sofortiger Wirkung den
Handel mit den ersten beiden Blöcken abdecken, und im Laufe
der Zeit den Handel mit China und Japan erleichtern. Darüber
hinaus verabscheuen die Russen offensichtlich das weitere
Halten von an Wert verlierenden Dollar, weil sie seit kurzem
wieder auf Gold setzen.
- Die arabischen erdölexportierenden Länder werden den
Euro begierig übernehmen, um auf diese Weise den Anteil
ihrer steigenden Mengen an an Wert verlierenden Dollar zu
senken.
Wie die Russen handeln sie vornehmlich mit europäischen Ländern,
weswegen sie die europäische Währung sowohl wegen ihrer
Stabilität als auch als Schutz gegen Währungsrisiken
bevorzugen.
-
Nur die Briten befinden sich in der Zwickmühle. Sie haben
bereits seit Ewigkeiten eine strategische Partnerschaft mit
den USA, aber sie verspüren auch eine natürlich
Anziehungskraft zu Europa. Bislang hatten sie viele Gründe,
sich an die Seite des Siegers zu stellen.
Wenn sie allerdings ihren alten Verbündeten fallen sehen,
werden sie dann standhaft hinter ihm stehen oder ihm den
Gnadenstoß versetzen? Wir sollten nicht vergessen, dass im
Augenblick die beiden führenden Ölbörsen die New Yorker
NYMEX und die in London ansässige „International
Petroleum Exchange“ (IPE) sind, auch wenn beide de facto
im Besitz der Amerikaner sind.
Es ist wahrscheinlicher, dass die Briten mit dem sinkenden
Schiff untergehen werden, denn andernfalls würden sie ihrem
nationalen Interesse an der Londoner IPE zuwiderhandeln und
sich ins eigene Knie schießen.
Es darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass das
gesamte Gerede über die Gründe für die Beibehaltung des
Britischen Pfund die wahre Ursache verkennt; es ist sehr
wahrscheinlich, dass die Briten dem Euro nicht beitraten,
weil die Amerikaner sie zu diesem Verzicht drängten:
ansonsten hätte die IPE den Euro übernehmen müssen, was
den Dollar und Englands strategischen Partner tödlich
verwundet hätte.
Unabhängig davon wie die Briten entscheiden, sollte die
iranische Ölbörse erfolgreich starten, sind in jedem Fall
die Eigeninteressen der bedeutenden Mächte – die der
Europäer, Chinesen, Japaner, Russen und Araber – so
gelagert, dass diese Länder den Euro auf schnellstem Wege
übernehmen werden und damit das Schicksal des Dollars
besiegeln.
Die Amerikaner können es niemals erlauben, dass dies
passiert und, falls notwendig, werden sie auf eine Vielzahl
an Strategien zurückgreifen, um die Inbetriebnahme der Börse
zu stoppen oder zu behindern:
- Sabotageakte gegen die Börse: das könnte ein
Computervirus sein, eine Attacke gegen ein Netzwerk, gegen
die Kommunikationseinrichtungen oder gegen den Server,
verschiedenartige Angriffe auf die Serversicherheit oder
eine Attacke nach dem Muster von 9/11 gegen das Haupt- oder
ein Nebengebäude.
- Ein Staatsstreich: die mit Abstand beste langfristige
Strategie, die den Amerikanern zur Verfügung steht.
- Verhandlung akzeptabler Konditionen – eine andere
exzellente Lösung für die Amerikaner. Gewiss ist ein
Staatsstreich die bevorzugte Strategie, weil dieser die
Nichtinbetriebnahme der Börse garantiert und daher die
amerikanischen Interessen nicht mehr gefährdet wären.
- Eine gemeinsame UN- Kriegsresolution: das wird ohne
Zweifel schwierig zu erreichen sein, angesichts der
nationalen Interessen der anderen Mitgliedsstaaten des
Sicherheitsrates.
- Ein unilateraler Angriff mit Atomwaffen: das ist aus
denselben Gründen, die mit der nächsten Strategie, dem
unilateralen totalen Krieg verbunden sind, eine fürchterliche
strategische Wahl. Die Amerikaner werden wahrscheinlich
auf Israel zurückgreifen.
- Ein unilateraler Totaler Krieg: das ist offensichtlich die
schlechteste strategische Wahl. Erstens, weil die
amerikanischen Streitkräfte von zwei Kriegen bereits erschöpft
sind. Zweitens, weil sich die Amerikaner damit weiter von
den anderen mächtigen Nationen entfremden. Drittens, weil Länder
mit bedeutenden Dollarreserven entscheiden könnten, still
und leise Vergeltung zu üben, indem sie ihre eigenen Berge
an Dollars auf den Markt werfen, um auf diese Weise die USA
von der weiteren Finanzierung ihrer militärischen
Ambitionen abzuhalten.
Welche strategische Option auch immer gewählt wird, von
einem rein ökonomischen Standpunkt aus gesehen, wird die
iranische Ölbörse, sollte sie jemals den Betrieb
aufnehmen, von den bedeutenden Wirtschaftsmächten rasch
angenommen werden und wird so den Untergang des Dollars einläuten.
Der kollabierende Dollar wird die amerikanische Inflation
dramatisch anheizen und einen starken Druck auf die Erhöhung
der Zinsen auslösen.
An diesem Punkt wird sich die FED zwischen Scylla und
Charybdis wiederfinden – zwischen Deflation und
Hyperinflation – sie wird entweder dazu gezwungen sein,
die „klassische Medizin“ – Deflation – einzunehmen,
indem sie die Zinssätze erhöht. Die FED wird so eine größere
Wirtschaftskrise, den Kollaps des Immobilienmarktes und eine
Implosion des Anleihen- und Aktienmärkte, sowie des Marktes
für Derivate, kurz den totalen Zusammenbruch des
Finanzsystems, auslösen. Ohne Zweifel wird der Ben Bernanke, ein
renommierter Kenner der „Great Depression“ und ein
versierter Black Hawk – Pilot, die Inflation wählen. Alan Greenspan klärte ihn über das Allheilmittel
für jedes einzelne Problem des Finanzsystems auf – die
Inflationierung, egal was auch passieren mag.
Über den Autor: Krassimir Petrov erhielt seinen Ph. D. in
Volkswirtschaftslehre von der Ohio State University und
unterrichtet derzeit Makroökonomie, International
Finance und Oekonometrie an der “American University” in
Bulgarien.
Der Beitrag von Krassimir Petrov stand im Energy Bulletin vom
18. Januar 2006:
Quelle:
Redaktion
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Weitere
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Internet |
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Freitag, 28. Januar 2006
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Mittwoch, 11. Januar
2006
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Iranische Urananlage Isfahan
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Urananreicherung
ist legal
Kein
Vertrag und kein Völkerrecht verbietet die Anreicherung von Uran. Das weiß
auch die Regierung in Teheran - und nimmt sich ihr Recht, ob es den westlichen
Ländern passt oder nicht. Denn klar ist: Ohne Uran keine Brennstäbe, ohne
Brennstäbe kein Kraftwerk. Eines hat das Land seit der islamischen Revolution
gelernt: Es muss in Fragen der Energiegewinnung unabhängig sein.
Seit der islamischen Revolution vor 26 Jahren steht Iran allein. Mit der
Geiselnahme der US-Botschaft hat sich das Land den Hass der Supermacht USA
zugezogen - ein Groll, der noch heute nachwirkt. Alle Nachbarn gingen auf
Distanz, aus Angst vor dem Export der islamischen Revolution. Der deutsche
Siemens-Konzern, der mit dem Bau eines Kernkraftwerkes in Iran begonnen hatte,
zog sich zurück. Iran galt und gilt als Schmuddelkind, und deshalb kann er
nicht viel anders, als sich auch ganz legale Komponenten auf dem Schwarzmarkt
zusammenzukaufen. Das ist die jahrelange Verheimlichung, die man Iran
vorwirft.
Urananreicherung heißt Unabhängigkeit
Offiziell begründet Iran sein
Atomprogramm mit dem wachsenden Strombedarf. Zwar schwimmt das Land in Öl und
Gas, aber das Argument ist nicht ganz falsch: 40 Prozent seiner ganzen Ölförderung
verbraucht Iran selbst. Klüger scheint es, das immer wertvollere Öl für
gute Devisen zu exportieren und den wachsenden Strombedarf aus anderen Quellen
zu decken: etwa aus Atom.
Wenn Iran auf Anreicherung im
eigenen Land besteht, dann steht dahinter der Wunsch nach Autarkie: ohne
Anreicherung keine Brennstäbe. Und ohne Brennstäbe nutzt das schönste
Kraftwerk nichts. Der Kompromissvorschlag des Westens zu einer gemeinsamen
Anreicherung in Russland würde Iran in gänzliche Abhängigkeit zu Moskau
bringen. Kein Land möchte sich in so existenziellen Fragen so abhängig
machen.
Praktisch völlig übersehen
wird im Westen, dass Anreicherung absolut legal ist. Kein Vertrag, kein Völkerrecht
verbietet das. Im Gegenteil: Der Westen ist eigentlich verpflichtet, Iran
dabei sogar zu helfen. So sieht es der Atomwaffensperrvertrag vor. Solange ein
Land auf die Bombe verzichtet, hat es Anspruch auf technische Hilfe der Atommächte.
Wenn der Gottesstaat dieses Recht einklagt, dann mag im Westen keiner zuhören.
Aber die iranische Bevölkerung steht in diesem Punkt wie ein Mann hinter dem
Regime. Das Gefühl, eines guten Rechts beraubt zu werden, mischt sich mit Gefühlen
von Stolz und Ehre und dem Wunsch, es mal allen ordentlich zu zeigen.
"Schurkenstaat" Iran
lässt Inspektionen zu
Ungerecht behandelt fühlen
sich die Iraner auch, wenn sie in Sachen Atom mit anderen Schurkenstaaten auf
eine Achse des Bösen gestellt werden. In der Tat lässt Iran peinliche
Inspektionen seiner Atomanlagen bislang klaglos zu. Andere Länder tun das
nicht. Sie lassen keine Inspekteure rein und unterschreiben keinen
Sperrvertrag. Israel baut nicht nur Atommeiler, sondern auch eine Atombombe,
ohne dass irgendeiner sich beklagt.
Ein tiefes Gefühl, ungerecht
behandelt zu werden, vereint die Iraner hinter ihrer Führung und lässt viele
nach mehr als nur ziviler Atomkraft rufen. Die Bombe würde Iran zur
regionalen Supermacht am Golf machen. Sie würde das Land international
aufwerten, wie sie es bei Indien und Pakistan getan hat. Und sie wäre
Schutzschild vor Angriffen der Israelis oder US-Amerikaner.
Quelle: ARD-Hörfunkkorrespondent
Jörg Pfuhl
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Dienstag,
13. Dezember 2005
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Haftstrafe
von neun Monaten ohne Bewährung
Nach vier
Verhandlungstagen wurde am 22. Dezember 2005 der Verdener
Chirurg und Oberstabsarzt d. Res. Dr. Rigolf Hennig von der
Großen Strafkammer des Landgerichtes Lüneburg (21 KLs/5102
Js 6590/05 (3/05)) nach § 90a Abs. 1 Nr. 1 u.a.
(Verunglimpfung des Staates...) zu einer Haftstrafe von neun
Monaten ohne Bewährung verurteilt.
Die
beanstandeten Veröffentlichungen - "Den Feind
erkennen", "Die Treue zum Unstaat" und
"Das Jahrhundert des Unrechts an Deutschland" - in
dem von Dr. Hennig herausgegebenen "Reichsboten"
Ausgabe 5/04, hatten für ihre "Verunglimpfungen des
Staates" keinen Geringeren zum Kronzeugen als Prof.
Carlo Schmid, den bekannten Staats- und Völkerrechtslehrer,
Ikone der deutschen Linken, und vor allem entscheidender
Mitverfasser des Grundgesetzes.
Dr. Hennig
betonte diese Tatsache in seinem Schlußwort wie folgt:
"Was ich
ausführe, und in den Aufsätzen im "Reichsboten"
Nr. 5/04 schrieb, die Gegenstand dieser Verhandlung sind, stützt
sich durchgehend auf die Aussagen von Prof. Carlo Schmid,
die dieser am 18. September 1948 dem Parlamentarischen Rat
zu Bonn vorgetragen hat. Prof. Schmid (...) hat in seinem
Kernsatz: ´Die Bundesrepublik Deutschland ist die
Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft´ die
Sache auf den Punkt gebracht. (...) Tatsächlich hätte das
Gericht die Exhumierung von Prof. Carlo Schmid anordnen müssen,
um ihn hier anklagen zu können."
Der
Verteidigerin Sylvia Stolz drohte zudem der Staatsanwalt
Vogel für ihr Verteidigungsvorbringen eine Anklage nach §
130 StGB an. Dass ausgerechnet Lüneburg für dieses
Verfahren ausgewählt wurde, hat seinen Grund. Das
Landgericht Lüneburg steht, neben dem in Mannheim, im Ruf,
in politischen Verfahren Dissidenten rücksichtslos zu
verurteilen. Somit erhält dieses Verfahren gegen Dr. Hennig
eine Pilotaufgabe bzw. Strafvorgabe, denn es stehen weitere
Verfahren nach § 90 StGB an, so gegen Horst Mahler und
Meinolf Schönborn. Bezeichnenderweise
hatte der Staatsanwalt Vogel die "überdurchschnittliche
Intelligenz" von Dr. Hennig als "strafverschärfend"
gewürdigt...
"Bedenken
Sie aber: In jedem von uns wirkt im Kern unserer Persönlichkeit
noch immer das Deutschtum. Es lässt sich bei jedem
Einzelnen und bei unserem Volk als Ganzem wiedergewinnen.
Beginnen Sie noch heute den Rückweg nach Deutschland,"
so die Schlussworte von Dr. Rigolf Hennig, der selbstredend
in Revision ging.
Prozess gegen
Dr. Hennig 
Quelle:
volksgemeinschaft.org
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Internet |
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Dienstag,
20.
September 2005
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Simon Wiesenthal
starb am 20. September 2005 in seinem Haus in Wien-Döbling im Alter von 96 Jahren. Er hinterließ seine Tochter Dr. Pauline Kreisberg, drei Enkel und sieben Urenkel in Israel. Sein Letzter Wille war es, in Israel begraben zu werden. Er wurde am 23. September 2005 in Herzlija-Pituach im Beisein von österreichischen und israelischen Regierungsvertretern beigesetzt.
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Weitere Infos:
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Quelle: Internet |
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Freitag,
11. August
2005
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Montag, 10. Januar 2005
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Joachim Käppner
in der 'Süddeutschen
Zeitung' vom 10. Januar 2005 Die Bezahlung der
Abgeordneten mag aus Sicht eines Hartz-IV-Empfängers luxuriös sein, ist aber
eher bescheiden angesichts des Knochenjobs, den viele Parlamentarier leisten...
Weiteres:
Im Bund
| Grundentschädigung
(zu versteuern) |
7009 |
| Allgemeine
Kostenpauschale (steuerfrei) inkl. Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten |
3551 |
| Monatliche
Bezüge |
10560 |
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Sonntag, 19. Dezember 2004
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Martin Hohmann
Es verwundert, dass noch keiner den
Verzicht
auf Messer und Gabel vorgeschlagen hat, wo doch
bekanntermaßen diese Instrumente der leiblichen Kräftigung der damaligen Täter
[Anmerkung: die Nationalsozialisten] dienten.
Zitat aus der Rede des CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann bei der
Feierstunde in Neuhof zum 3.Oktober 2003.
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Infos:
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Internet |
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Sonntag,
12. Dezember 2004
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Andreas
Molau
Von 1996 bis 2004 war Andreas Molau als Lehrer für Deutsch und Geschichte
an der Waldorfschule in Braunschweig angestellt. Nachdem er einen Antrag auf
Beurlaubung eingereicht hatte, um seine Tätigkeit als wissenschaftlicher
Mitarbeiter der kurz zuvor, am 19. September 2004, in den sächsischen
Landtag eingezogenen Fraktion der NPD antreten zu können, wurde ihm von der
Schulleitung die Lehrgenehmigung entzogen und ihm ein Hausverbot für das
Schulgelände erteilt.
Dabei wurde im November 2004 auch seiner elfjährigen Tochter und dem achtjährigen
Sohn der Schulbesuch an der Braunschweiger Waldorfschule untersagt.
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Weitere Infos:  |
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Quelle: Internet |
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Samstag, 11. Dezember 2004
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Fritz
Kühnlenz
"Städte und Burgen an der Unstrut"*.
Aus dem Kapitel "Mühlhausen, die vieltürmige Stadt",
S.
11 bis 27:
"Um 1500 ging diese Blüte rasch zurück. ... In der Verwaltung
rissen Missstände ein, die Unzufriedenheit unter der Bevölkerung auslösten.
Sie richtete sich vor allem gegen die Patrizier.
Als schließlich offenbar
wurde, dass die reichen Familien, die im Rat saßen, Einkünfte der Stadt in die
eigenen Taschen steckten, während den Plebejern durch Steuern das Letzte
abgepresst wurde, flammte der Zorn der Bevölkerung auf. ... Am 17. März 1525
wurde der Rat gestürzt und ein neuer eingesetzt, ... Von Mühlhausen griff die
Bewegung rasch auf die umliegenden Städte und Dörfer, ja auf ganz
Mitteldeutschland über."
*1992 Greifenverlag GmbH Rudolstadt ISBN 3-7352-0293-4
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Weitere
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| Quelle:
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11. März 2004
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Hier
spricht Peter Struck
Berlin - Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) hat am Donnerstag im Bundestag
seine Kernaussage vom 4. Dezember 2002 bekräftigt: "Deutschland wird am Hindukusch verteidigt."
Künftig wird es Heer, Marine und
Luftwaffe nicht mehr geben. Die Streitkräfte sollen vom Horn von Afrika bis
nach Georgien und Afghanistan eingesetzt werden.
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Internet |
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01. Januar 2004
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Otto
von Bismarck Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der
Jagd.
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01. Januar 2004
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Abraham
Lincoln
You may deceive all the people part of the
time, and part of the people all the time, but not all the
people all the time.
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01. Januar 2004
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Orientalische
Weisheit
Den
Wein erkennt man am Geruch, den Esel an den Ohren, den Weisen wohl am Tun und
Spruch, und am Geschwätz den Toren.
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