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Berliner
Vorfall am 20. Mai 2006
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Donnerstag, 25. Mai 2006
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Überfall
auf Sayan: Zeuge sah den Täter
PDS-Politiker
aus Klinik entlassen – Antifa-Gruppen protestieren gegen
Nazis
Im Fall des vermutlich von Rechtsradikalen überfallenen
PDS-Politikers Giyasettin Sayan ist die Kriminalpolizei
weitergekommen. Ein Zeuge hat sich gemeldet, der den
Haarschnitt eines der beiden Täter präzise beschreiben
konnte. Der Mann soll schwarze Haare haben, die an den
Seiten ausrasiert sind und am Oberkopf abstehen. Bei
diesem Mann soll es sich um den Schläger handeln. Die
Polizei sucht weiterhin dringend Zeugen.
Sayan war am vergangenen Freitagabend in Lichtenberg nahe
dem S-Bahnhof angegriffen, schwer verletzt und beleidigt
worden. Am Mittwochvormittag konnte der Politiker das
Krankenhaus wieder verlassen.
Als Reaktion auf den fremdenfeindlichen Angriff rufen
antifaschistische Gruppen heute um 18 Uhr am S-Bahnhof
Lichtenberg zu einer Demonstration unter dem Motto
„Gemeinsam gegen Rassismus und rechtsextreme Gewalt“
auf. Die Veranstalter planen, durch den „Weitlingkiez“
zu marschieren. Hier war Sayan überfallen worden, dieser
Bereich gilt als Hochburg der rechten Szene. Die endgültige
Route müsse noch mit der Polizei abgesprochen werden, hieß
es gestern.
In der Nacht zu Donnerstag hat es in Lichtenberg
Ausschreitungen gegen Rechtsextremisten gegeben. Eine
Gruppe vermummter Männer warf gegen 22 Uhr die
Frontscheibe der Kneipe „Café Piccolo Bar“ in der
Skandinavischen Straße mit Pflastersteinen ein. Verletzt
wurde niemand.
Die Kneipe ist als Neonazi-Treffpunkt bekannt. Hier sollen
sich rechte Kameradschaften treffen. Zudem soll das
gesamte Haus von Mitgliedern der rechten Szene bewohnt
sein.
Unklar ist, wie groß die Gruppe der vermutlich
linksextremen Randalierer war. Zeugen sprechen von acht
bis 20 Männern. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
In der Weitlingstraße hat die Polizei am Mittwochabend
einen 14-Jährigen festgenommen, der einem Mann,
vermutlich Türke, den Hitlergruß gezeigt haben soll. Die
Polizisten fanden bei dem Jugendlichen eine verbotene
Waffe, ein so genanntes Butterfly-Messer, und außerdem
ein Handy, auf dem als Hintergrundbild ein Hakenkreuz zu
sehen ist. Auf dem Handy waren außerdem
Gewaltdarstellungen gespeichert.
Tanja
Buntrock
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Montag, 22.Mai 2006
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berichtet
Überfallopfer
Sayan wird auf Internet-Seiten der FDP verhöhnt -
Webmaster reagiert nicht auf Hinweise
Während
es nach dem vermutlich fremdenfeindlichen Überfall auf den
PDS-Abgeordneten Giyasettin Sayan in Berlin-Lichtenberg noch
keine Spur von den Tätern gibt, wird das Opfer in einem
offiziellen Internet-Diskussionsforum der Bundes-FDP offen
verhöhnt. Das schreibt der Berliner 'Tagesspiegel'
(Montagsausgabe). Unter anderem heißt es in dem
Diskussionsforum, wahrscheinlich sei Sayan nur vor sein Auto
gestolpert. Weil er sich seine Schwäche nicht eingestehen
wolle, "musste er natürlich einen fremdenfeindlichen
Überfall erfinden", den er als
"Märtyrerbonus" nutzen werde. Ein anderer
Forumsteilnehmer schreibt, es könne Deutschland nichts
besseres passieren, als dass Links- und Rechtsextremisten
sich gegenseitig überfallen. Ein anderer antwortet:
"Ja, wäre nicht schade um dieses Gesocks." Weiter
ist die Spekulation zu lesen, es könne sich um einen
Angriff von Türken auf den Kurden Sayan gehandelt haben.
"Aber auch wenn Türken und Kurden sich gegenseitig an
die Gurgel gehen, ist es nicht schade drum".
Der 56 Jahre alte Politiker der Linkspartei/PDS liegt mit
schwerer Gehirnerschütterung und Prellungen im Krankenhaus.
Wie berichtet, sollen Unbekannte den Politiker als
"Scheißtürken" bezeichnet und niedergeschlagen
haben. Sayan hatte den Ermittlern bei der ersten Befragung
gesagt, die Täter hätten ihn erkannt. Im FDP-Forum fragt
dazu ein Teilnehmer unter dem Pseudonym "arohrsetzer",
wie eigentlich Neo-Nazis einen türkischstämmigen
Linksparteipolitiker erkennen könnten, der aussehe wie
"Walter Kaminsky aus Castrop-Rauxel".
In der FDP-Zentrale war am Sonntagabend unter den
angegebenen Nummern niemand zu erreichen. Auf eine E-Mail an
den Webmaster des Forums gab es keine Antwort. Das Forum ist
offen für jeden, der sich registrieren lässt. Die
Teilnehmer schreiben unter Pseudonym. In den vom
Bundesgeschäftsführer der FDP veröffentlichten Regeln
heißt es unter anderem, Toleranz und Fairness gehörten zu
den Grundprinzipien. Beleidigungen, Verleumdungen und
Polemiken würden gelöscht.
Die Schmähbeiträge gegen Sayan, die in der Rubrik
"Aktuelles" veröffentlicht wurden, standen zum
Teil seit Samstagabend auf den Internet-Seiten der FDP. Sie
waren dort auch am Sonntagabend noch zu lesen. Vereinzelt
distanzierten sich andere Teilnehmer von den verhöhnenden
Äußerungen.
FDP-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Beerfeltz erklärte
am Montag: "Ausländerfeindliche Beiträge wie die
gegen den überfallenen Landespolitiker Sayan gerichteten
sind weder mit den Grundprinzipien der FDP noch mit den
Regeln der FDP-Internet-Foren vereinbar. Die Beiträge sind
gelöscht, die Teilnehmer gesperrt. Strafanzeige wird
geprüft." Die Diskussionsforen mit täglich rund 1.000
Beiträgen würden werktäglich den ganzen Tag überwacht
und moderiert. Nichts sei unvereinbarer mit der Grundhaltung
der FDP als die Verhöhnung von Gewaltopfern. (as)
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Montag, 22.Mai 2006
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berichtet:
No-go-Zone
wächst: Überfall
auf einen Politiker facht die Debatte über
Fremdenfeindlichkeit erneut an
von
FELIX LEE
Da tobt seit
Tagen ein heftiger Streit über das Ausmaß rechtsextremer
Gewalt in Ostdeutschland. Und dann so etwas: Wie die Polizei
vermeldet, ist der migrationspolitische Sprecher der
Linkspartei.PDS-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus,
Gyasettin Sayan, am Freitagabend im Ostberliner Bezirk
Lichtenberg Opfer eines "offenbar fremdenfeindlichen Überfalls"
geworden. Zwei Männer hätten den 56-Jährigen gegen 22.30
Uhr im Berliner Stadtteil Lichtenberg zunächst als
"Scheißtürken" beschimpft und ihn dann mit einer
Flasche auf den Kopf geschlagen. Als er versuchte, zu
entkommen, sei er von hinten niedergeschlagen worden. Sayan
liegt schwer verletzt mit einer Gehirnerschütterung in
einem Berliner Krankenhaus. Die Polizei geht von einem
"extremistischen Hintergrund" aus. Von den Tätern
fehlt jede Spur.
Nun,
vielleicht hätte der PDS-Politiker diesen Teil von
Lichtenberg nicht mehr betreten sollen. Der Weitlingkiez ist
bekannt dafür, dass man als nichtdeutsch Aussehender dort
nicht hingeht. Zumindest nicht um diese Uhrzeit. Das
Problem: Sayan wohnt in Lichtenberg. "Der Türkischstämmige
ist vor Jahren bewusst in diesen Teil Ostberlins
gezogen", sagt Parteifreundin und Bundestagsvizepräsidentin
Petra Pau (Linkspartei.PDS). Er wollte ein Zeichen setzen.
Seit fast 30
Jahren lebt Sayan in Berlin. Er besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft.
Von 1982 bis 1995 war er Mitglied der Grünen, seit 1995
sitzt er für die Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhaus.
Er ist migrationspolitischer Sprecher und vertritt dort
einen der fünf Wahlkreise in Lichtenberg. Dazu gehört auch
der Weitlingkiez.
Seit der
Wende gilt der Kiez als Hochburg von Rechtsextremisten. Während
sich die Polizei im angrenzenden Friedrichshain Anfang der
90er-Jahre überwiegend mit linken Hausbesetzern heftige
Straßenschlachten lieferte, konnten Neonazis von der Öffentlichkeit
fast unbemerkt leer stehende Häuser in der Weitlingstraße
beziehen. Diese rechte Struktur gibt es auch heute noch.
Angehörige der inzwischen verbotenen Berliner Kameradschaft
"Tor" wohnen hier, es gibt eine Szenekneipe und
einen Laden für rechte Hooligans. Von "No-go-Area"
oder gar "Nationalbefreiter Zone", wie es die
Neonazis selbst bezeichnen, wollte ein Polizeisprecher
gestern nicht sprechen. Es handele sich bloß "um eine
bevorzugte Gegend von Neonazis". Richtig sei,
"dass sich die Rechten im Weitlingkiez wohl fühlen".
Deswegen habe die Polizei "ein besonderes Augenmerk auf
diese Gegend". Erst vor vier Wochen hatten Neonazis
einen vietnamesischen Blumenhändler angegriffen und seinen
Laden zerstört. "Heil Hitler, das macht man so in
Lichtenberg", hatten sie gebrüllt.
In der
Berliner Linkspartei gibt es aber auch ganz andere Einschätzungen.
Gestern wollte die Linkspartei eigentlich ihre Kandidaten für
die Abgeordnetenhauswahlen am 17. September nominieren.
Sayans Kandidatur galt innerparteilich bereits als
chancenlos. Ob er nun versucht hat, aus der Debatte um so
genannte No-go-Areas seinen eigenen Profit zu schlagen -
dazu wollte in der Partei namentlich niemand zitiert werden.
Es gibt jedoch Stimmen, die an Sayans Version zweifeln.
Die Debatte
um das Ausmaß rechtsextremer Gewalt geht indessen weiter.
Heute will nun auch das Bundesinnenministerium den
Verfassungsschutzbericht von 2005 veröffentlichen. Demnach
gab es nicht nur deutlich mehr rechtsextreme
Skinhead-Konzerte. Auch die Zahl gewaltbereiter
Rechtsextremisten ist im Vergleich zum Vorjahr um 400 auf
insgesamt 10.400 gestiegen. Doch Bundesinnenminister
Wolfgang Schäuble bleibt dabei: Jeder könne sich sicher fühlen,
"egal, wo in Deutschland er sich aufhält", sagte
Schäuble.
Aktuell
verfolgen Neonazis eine ganz neue Strategie. Sie wollen die
Fußball-Weltmeisterschaft nutzen, um nun auch weltweit auf
sich aufmerksam zu machen. Auf rechten Internetseiten
mobilisieren sie zu einer Demonstration am 10. Juni in
Gelsenkirchen und zu einem Aufmarsch zum Spiel Iran gegen
Angola am 21. Juni in Leipzig. Dort wollen sie ihre
Sympathie für den iranischen Staatspräsidenten Mahmud
Ahmadinedschad bekunden, der den Holocaust leugnet und
Israel das Existenzrecht abspricht. Zudem findet das Spiel
am Geburtstag des Neonazi-Idols Michael Kühnen statt, der
1991 an Aids starb. Kühnen war homosexuell. Aber das
scheint die Neonazis nicht zu stören.
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Montag, 22.Mai 2006
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telepolis'
berichtet:
"Kloppe
für den Abgeordneten"
Florian
Rötzer 22.05.2006
Unverhohlen
feiert man auf rechtsextremen Websites die Gewalt gegen den
PDS-Politiker Sayan und Ausländer Wer
Zweifel daran hegen sollte, dass der Angriff auf den
PDS-Politiker Giyasettin Sayan nicht rassistisch gewesen
sei, muss sich nur auf einschlägigen rechtsextremistischen
Webseiten umschauen, um die Häme festzustellen. Und dass
manchmal Polizisten gegen ausländerfeindliche und
rassistische Pöbeleien nur zögerlich, wenn überhaupt
vorgehen, hatte unlängst ein Vorfall in Halle gezeigt. Dort
wurde beim Fußballspiel der dunkelhäutige Leipziger
Spieler Adebowale Ogungbure nicht nur von dumpfen
"Fans" wie gewohnt beschimpft und lächerlich
gemacht, sondern auch bespuckt und geschlagen. Die Polizei
holte sich nicht die Übeltäter, sondern Ogungbure wurde
von ihr angezeigt, weil er als Reaktion auf die
rassistischen Angriffe den Hitlergruß zynisch vor der Tribüne
gemacht hatte´
Das ist eine offenbar geduldete Stimmung
im Land, in das bald viele Menschen aus aller Welt zur
Weltmeisterschaft einreisen sollen und das dringend anstatt
dummer Fremdenfeindlichkeit Toleranz und Offenheit für
Menschen aus aller Welt zeigen müsste, um wirtschaftlich
und kulturell attraktiv und leistungsfähig bleiben zu können.
Dabei sind die sogenannten "No-Go-Areas" oder
"ausländerfreien Zonen", in denen die nicht in
die Gesellschaft integrierten, mit Gewalt aufgefüllten
deutschen Neonazis hausen, nicht nur ein Problem für
Menschen, die irgendwie nicht deutsch aussehen, selbst wenn
sie es sind. Hier könnten sich retardierte, politisch,
kulturell und wirtschaftlich verkümmernde
Parallelgesellschaften ausbilden, die anders als Slums oder
Ghettos in anderen Ländern aber für das ganze Land stehen
und es aus einer wahrhaft verblendeten, Alkohol-getränkten
Scheuklappen-Ideologie von vermeintlicher Identität in eine
gefährliche Isolation ziehen können. "No-Go"
muss keine Straße, keine Stadtviertel und keine Gemeinde
sein, aber wenn die Angst vorhanden ist, dass man an einem
Ort aufgrund seines Aussehens nicht sicher ist, reicht dies
schon.
Auch wenn manche – bestärkt durch die
mutmaßliche Falschaussage des italienischen Touristen,
Opfer eines fremdenfeindlichen Angriffs geworden zu sein –
möglicherweise selbst aus der Linkspartei den angesichts
der schweren Verletzungen allerdings unwahrscheinlichen
, dass Sayan womöglich die aufgeheizte Stimmung im Land
ausnutzen könnte, um durch eine Inszenierung als Opfer
einer ausländerfeindlichen Tat die Chance auf eine
Kandidatur für die Wahlen im Herbst zu erhöhen, würden Äußerungen
in den rechten Szenen dies ins rechte Licht rücken. Man
feixt dort, freut sich und macht seine Witze über das
Opfer, stimmt dem Angriff jedenfalls in seiner rassistischen
und fremdenfeindlichen Ausrichtung wie im Störtebeker-Netz
unverhohlen zu und ruft so indirekt zu weiteren Gewalttaten
auf oder bezeichnet Sayans Zeugenaussage "mit echt
orientalischer Phantasie vorgetragene Erzählung":
Kloppe für den Abgeordneten – PDS-Vorzeigetürke suchte
offenbar allzu viel Volksnähe.
Meckern
allein hilft nichts, dachten sich offenbar zwei Jugendliche,
als sie gestern abend in Berlin-Lichtenberg einem Berliner
Abgeordneten der PDS zu Leibe rückten und ihm das verpaßten,
was man in linken Kreisen, sofern es einen politischen Gegner
trifft, früher mal als "proletarische Abreibung"
bezeichnete. Dabei ist es ein offenes Geheimnis, daß die
Linkspartei PDS solchen Gruppierungen immer wieder logistisch
und materiell unter die Arme greift. In diesem Fall traf es
zur Abwechslung einmal einen der Drahtzieher. Pikant in diesem
Zusammenhang ist dabei, daß es sich nicht um irgend einen
Abgeordneten handelt, sondern um den PDS-Quotentürken
Giyasettin Sayan (56), der für die PDS seit 1995 im Berliner
Abgeordnetenhaus sitzt.
Im
Verlauf der Auseinandersetzung erhielt Sayan nach einer
verbalen Auseinandersetzung, in der angeblich Ausdrücke wie
"Scheiß Ausländer, Scheiß Türke" gefallen sein
sollen, einen oder mehrere Hiebe mit einer Flasche, was ihm
eine Gehirnerschütterung und einige Prellungen einbrachte.
Ein Umstand den man eigentlich nur als Glück für Sayan
bezeichnen kann, da dieser in einer ähnlichen
Auseinandersetzung mit Volksgenossen vermutlich weniger
glimpflich davon gekommen wäre, bevorzugt man in diesen
Kreisen doch für gewöhnlich etwas drastischere Hilfsmittel,
um mit unliebsamen Zeitgenossen fertig zu werden.
Das Opfer hat es verdient und darf froh
sein, noch so davongekommen zu sein, er wurde ja von
Mitgliedern einer hochstehenden Kultur krankenhausreif
geschlagen. Man lobt selbstverständlich das verschärfte
Ausländerrecht in Frankreich und macht dann trotz zynischer
Rhetorik unmissverständlich den geschürten Rassismus mit
der darin enthaltenen Billigung von Gewalt gegen Ausländer
deutlich:
So ist natürlich nichts gegen die Zuwanderung
qualifizierter Leute in Berufsbereichen einzuwenden, wo sie
wirklich gebraucht werden, aber was wird mit all dem bereits
im Lande befindlichen fremdvölkischen Menschenmaterial, daß
als nutzlosen humanoiden Müll zu bezeichnen Ethik, gute
Erziehung sowie ein Blick ins Strafrecht verbietet?
Und natürlich wird auch aufgerechnet,
also dass – als "Gegenseite" bezeichnet - der
Anteil ausländerfeindlicher oder rassistischer Straftaten
verschwindend gering und die Zahl der von Ausländern verübten
Straftaten hoch sei:
Tatsächlich hält sich die Anzahl
"fremdenfeindlicher" Gewalttaten in Berlin in mehr
als bescheidenen Grenzen. So wurden für das Jahr 2005
gerade mal 18 (!) festgestellt. Und die Gegenseite? Laut
amtlicher Polizeikriminalstatistik für 2005 gab es in
Berlin in diesem Jahr 23 Morde. Der Anteil der ausländischen
Tatverdächtigen liegt bei 43,8 Prozent. Dazu gesellen sich
für das Jahr 2006 46 Fälle von Totschlag. Anteil der ausländischen
Tatverdächtigen 42,5 Prozent.
Bei 610 im Jahre 2005 in Berlin erfaßten Fällen
von Vergewaltigung und sexueller Nötigung in besonders
schwerem Fall liegt der Ausländeranteil bei 38,5 Prozent,
bei 235 Fällen sonstiger sexueller Nötigung für den
gleichen Zeitraum liegt der Ausländeranteil bei 34,9
Prozent.
Nach der Kriminalstatistik
der Berliner Polizei für das Jahr 2005 geht die Zahl der
Straftaten zwar allgemein zurück, bei Nicht-Deutschen ist
dies aber tatsächlich nicht der Fall, wobei deren Zahl
allerdings schwer einzuschätzen ist, weil hier Touristen,
Illegale, Grenzpendler oder Besucher nicht mitgezählt
werden, bei den Tätern aber schon:
Die Kriminalität männlicher jugendlicher Nichtdeutscher
ist insgesamt überproportional hoch und dies insbesondere
im Bereich der Rohheits- und Gewaltdelikte, speziell bei
Sexualdelikten und Raubtaten in der Öffentlichkeit.
Kriminalitätsstatistik 2005 für Berlin
Auch die rechts motivierten Gewaltdelikte
sind zurückgegangen, die Zahl der anderen Straftaten hat
sich erhöht
, was allerdings auch auf ein schärferes Vorgehen der
Polizei zurückgeführt werden könnte. Besonders markant
ist der Anstieg der "Propagandadelikte", der
Sachbeschädigungen und der Verstöße gegen das
Versammlungsgesetz.
Bundesweit
bietet sich jedoch ein anderes Bild als in Berlin. Ganz
allgemein gehen die begangenen und angezeigten Straftaten
zurück, und allgemein nimmt der Anteil der deutschen Straftäter
zu, während der der nichtdeutschen abnimmt – und dies
schon kontinuierlich seit vielen Jahren. So lag der Anteil
nichtdeutscher Tatverdächtiger ab 21 Jahren 1993 noch bei
33,8%, 2005 aber nur noch bei 24,0%, während der Anteil der
deutschen Tatverdächtigen umgekehrt von 66,2 auf 76%
gestiegen ist. Ähnlich ist dies bei den tatverdächtigen
Heranwachsenden (18-21 Jahre), wo 1993 die nichtdeutschen
Heranwachsenden noch einen Anteil von 42% hatten, 2005 nur
noch von 20,1%. Bei Kindern bis 14 Jahren ist allerdings bei
den nichtdeutschen gegenüber 2004 eine Steigerung von 17,7
auf 18,6 zu verzeichnen. Während bei deutschen und
nichtdeutschen Kindern allgemein ein Rückgang bei allen
Straftaten erfolgt ist, stieg der Anteil tatverdächtiger
deutscher Kinder bei Körperverletzung um 0,5%.
Die Anteil der nichtdeutschen tatverdächtigen
Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren ist ebenfalls seit
1993 von 27,6 auf 17% gesunken, aber bleibt seit 2002 mehr
oder weniger konstant. Allerdings ist sowohl bei den
deutschen Jugendlichen ein Anstieg beim Verdacht auf Körperverletzung
um 2,3% und bei nichtdeutschen um 3,3% zu sehen. Allgemein
heißt es zum Anteil Nichtdeutscher an den Tatverdächtigen,
dass sich dies mit dem von Deutschen nicht direkt vergleich
lässt. Es ist unbekannt, wie viele Nichtdeutsche illegal in
Deutschland leben oder sich als Touristen, Durchreisende
etc. zeitweise hier aufhalten. Viele Straftaten betreffen
natürlich das Ausländer- oder Asylrecht, was die Deutschen
gar nicht betrifft. Zudem unterscheiden sich Deutsche und
Nichtdeutsche auch in anderen wichtigen Hinsichten:
Danach sind die sich in Deutschland aufhaltenden Personen
ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Vergleich zu den
Deutschen überproportional häufig männlichen Geschlechts,
unter 30 Jahre alt und Großstadtbewohner und besitzen somit
häufiger Eigenschaften bzw. leben in Situationen, die auch
bei Deutschen zu einem höheren Kriminalitätsrisiko führen.
Erwähnt wird auch ein
"unterschiedliches Anzeigenverhalten" von
Deutschen und Nichtdeutschen. Dies wird nicht weiter erklärt,
ist aber wohl so zu sehen, dass Nichtdeutsche, zumal wenn
sie sich illegal im Land aufhalten, weniger Anzeigen stellen
dürften. Einen größeren Anteil an Verdächtigen stellen
Nichtdeutsche übrigens beim Kokainhandel, Menschenhandel,
Glücksspiel und Taschendiebstahl. Und zu den tatverdächtigen
Nichtdeutschen zählen natürlich auch Menschen anderer
EU-Mitgliedsstaaten.
Nach dem heute von Bundesinnenminister Schäuble
veröffentlichten Verfassungsschutzbericht haben 2005 die
politisch rechts motivierten Straftaten um 27% und vor allem
auch die rechsextremistischen Gewalttaten um 23% zugenommen.
Demgemäß hat natürlich auch die Zahl der von deutschen
Rechtsextremisten betriebenen Websites zugenommen, auf denen
die rassistische Ideologie verbreitet und Gewalt gebilligt
wird. Das allerdings ist ebenso wie die oben zitierten Äußerungen
kaum ein Grund, dass sich "alle Menschen in unserem
Land sicher fühlen" können. Man hat freilich den
Eindruck, dass Schäuble die "Bekämpfung des
internationalen Terrorismus", womit islamistische
Extremisten gemeint sind, sehr viel wichtiger und nahe
liegender ist.
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Sonntag, 21.Mai 2006
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'sueddeutsche.de'
berichtet:
Überfall
auf linken Politiker - Die
Schläger von Lichtenberg
Das
Viertel Lichtenberg, in dem Giyasettin Sayan
zusammengeschlagen wurde, ist als Berliner Neonazi-Hochburg
längst bekannt.
Von
Philip Grassmann
Es
ist alles blitzschnell gegangen, es gab keine Warnung,
keinen Streit und auch keine Rempelei. Giyasettin Sayan
wollte einfach nur in sein Auto steigen , nachts in einer
Straße am Berliner Bahnhof Lichtenberg. Es ist spät
geworden, der Abgeordnete der Linkspartei hat ein paar
Parteifreunde besucht. Am diesem Sonntag sollten eigentlich
die örtlichen Kandidaten für die Wahlen im September
aufgestellt werden, da gibt es noch einiges zu besprechen.
Sayan ist in Lichtenberg ziemlich bekannt. Es ist sein
Wahlkreis, er hat sein Mandat bisher immer direkt gewonnen.
Zwei Männer sprechen den 56-jährigen Politiker plötzlich
an, Sayan denkt noch "die wollen mich begrüßen",
aber sie gehen gleich auf ihn los. Der eine schlägt eine
Flasche auf seinen Kopf und ins Gesicht, beide prügeln auf
ihn ein.
Giyasettin Sayan hat die Szene zumindest so beschrieben,
später, als er schwer verletzt mit Gehirnerschütterung und
Prellungen im Krankenhaus liegt. Als Sayan dann versucht, zu
flüchten, haben sie auf seinen Rücken und seine Schulter
eingedroschen und dabei gerufen: "Scheiß-Türke, dich
kriegen wir auch noch." Als er zu Boden geht, fliehen
die Täter.
3,3 Prozent
für die NPD
Sayan
schleppt sich in eine italienische Pizzeria, gleich nebenan.
Dort sitzen um diese Zeit noch viele Gäste. Ein Kellner
hilft ihm, sich zu setzten, dann wird der Notarzt gerufen.
Es ist nicht der erste Vorfall mit Herrn Sayan. Schon einmal
ist er von zwei oder drei Schlägertypen verfolgt worden.
Das war vor drei Wochen, Sayan kam gerade aus einer
Veranstaltung. Damals konnte er sich gerade noch rechtzeitig
in sein Auto retten.
Giyasettin Sayan kam vor mehr als 30 Jahren aus der Türkei
nach in Deutschland, er hat in Berlin studiert und schon
lange einen deutschen Pass. In seiner Partei hat er sich
nicht nur in Migrations- und Flüchtlingspolitik engagiert,
sondern er ist vor allem auch für seinen Einsatz gegen
Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit bekannt.
Vielleicht ist ihm das nun zum Verhängnis geworden.
Die Berliner Polizei nimmt den Überfall jedenfalls sehr
ernst und hat eine sechsköpfige Sonderkommission
eingesetzt. Die Täter sollen zwischen 20 und 25 Jahre alt
und dunkel gekleidet gewesen sein. Aber auch zwei Tage nach
dem Überfall gibt es keine heiße Spur. Berlins
Polizeipräsident Dieter Glietsch geht von einer
fremdenfeindlichen Tat aus.
Die Gegend um den Lichtenberger Bahnhof gilt als eine
Hochburg der Neo-Nazi-Szene in Berlin. Einige stadtbekannte
Rechtsextreme wohnen hier, bei der letzten Wahl kam die NPD
hier auf 3,3 und die Republikaner auf 1,3 Prozent der
Stimmen. Immerhin zwei von insgesamt 18 in Berlin verübten
fremdenfeindlichen Straftaten fanden 2005 hier statt. Es ist
ein ziemlich ärmlicher Kiez. Das Zentrum ist weit weg, die
Häuser sind niedrig und heruntergekommen, an den Wänden
prangen überall Graffiti.
No-Go-Area
Lichtenberg
Es
ist zwar nicht so, dass dort niemand etwas gegen rechte
Gewalttäter tut, im Gegenteil. Ein Bürgerbündnis versucht
seit Jahren, die Neonazi-Szene zurückzudrängen. Auch Sayan
hat sich dort engagiert, und es gibt auch einige Erfolge zu
verzeichnen.
Der rechte Szene-Treff Cafe Germania hat inzwischen
zugemacht, und wenn man Menschen aus dem Bezirk fragt, dann
sagen sie, dass es mit den Rechtsextremen jetzt schon besser
ist als früher. Aber wirklich grundlegend geändert hat
sich nichts. Erst neulich, als der Afrika-Rat von
No-Go-Areas für Ausländer in Deutschland sprach, wurde
auch Lichtenberg genannt.
Wenn man dann die Haupteinkaufsstraße der Gegend entlang
geht, könnte man denken, es sei eine dieser üblichen
Berliner Kieze mit Friseur, Döner-Laden, Bäckerei, ein
paar Kneipen, einem Supermarkt. Nichts Besonderes also. Aber
die Wirklichkeit sieht anders aus.
Die Wirklichkeit kann zum Beispiel eine junge Vietnamesin
schildern. Sie arbeitet in einem Blumenladen, nur ein paar
hundert Meter vom Bahnhof entfernt. Auf dem Boden sind zwei
Dutzend Vasen angeordnet, in fünf Reihen, und sie enthalten
alle die gleichen Blumengestecke: Orange, Gelb und Rot, dazu
Gräser. Draußen vor der Ladentür stehen Regale mit
Balkonpflanzen.
"Heil
Hitler, so macht man das in Lichtenberg"
Vor
vier Wochen war es, erzählt die Frau, die ihren Namen nicht
sagen möchte, da gingen vier Kahlrasierte die Straße
entlang. Vor ihrem Laden hielten sie, einer warf ein Regal
um. Einfach so. Als sie rausging, baute sich einer der
Männer vor ihr auf und befahl ihr umzudrehen. "Oder
willst du, dass wir den ganzen Laden ausräumen?" Dann
haben sie die übrigen Regale umgestürzt. Sie brüllten
dabei: "Heil Hitler, so macht man das in
Lichtenberg." Sie hat die Männer später mehrmals
wieder gesehen, sie wohnen wohl in der Gegend. Die Polizei
hat sie nicht geholt. Aber eine Videokamera hat sie
installieren lassen.
Herr Sayan wird noch eine Weile im Krankenhaus verbringen
müssen, die Aufstellung der Kandidaten ist vertagt. Es ist
nun knapp vier Jahre her, da ist nur ein paar Kilometer
weiter ein anderer Berliner Politiker auf offener Straße
attackiert worden: Der Grünen-Politiker Hans-Christian
Ströbele wurde kurz vor der Bundestagswahl 2002 im
benachbarten Bezirk Friedrichshain niedergeschlagen. Der
Täter war ein vorbestrafter Neonazi.
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Sonntag, 21.Mai 2006
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'mz-web.de'
berichtet:Extremismus:
Debatte über
Fremdenfeindlichkeit entfacht
Zahl der
Neonazis und gewaltbereiten Rechtsextremisten gestiegen
Der brutale
Überfall auf einen türkischstämmigen Politiker der
Berliner Linkspartei hat die Debatte über gewalttätige
Fremdenfeindlichkeit in Deutschland zusätzlich angefacht.
Wie aus dem Verfassungsschutzbericht der Bundesregierung
hervorgeht, stieg die Zahl der Neonazis und gewaltbereiten
Rechtsextremisten im Vorjahr nochmals an. Der wegen seiner
drastischen Reisewarnung für Farbige zunächst heftig
gescholtene Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye erhält
unterdessen immer mehr Unterstützung. SPD-Innenpolitiker
kritisierten die Arbeit der Polizei im Kampf gegen
Rechtsextreme.
Nach dem
Überfall auf Giyasettin Sayan von der Berliner Linkspartei
gibt es von den Tätern noch keine Spur. Die Ermittler gehen
von einem fremdenfeindlichen Motiv aus. Sayan war am
Freitagabend im Berliner Ost-Stadtteil Lichtenberg von zwei
Unbekannten als Ausländer beschimpft und mit einer Flasche
niedergeschlagen worden. Der 56-jährige liegt schwer
verletzt im Krankenhaus.
Vizekanzler
Franz Müntefering (SPD) rief zu einem entschiedenen Kampf
gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit auf. «Wir
dürfen der braunen Soße nie mehr eine Chance geben»,
sagte er am Samstag. Berlins Regierender Bürgermeister
Klaus Wowereit (SPD) verurteilte «diese übelste Form der
Gewalt».
An diesem
Montag stellt Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU)
in Berlin den Verfassungsschutzbericht 2005 vor. Das
Bundesamt für Verfassungsschutz registrierte einen Anstieg
der Zahl der Neonazis von 3800 im Jahr 2004 auf 4100 im
vergangenen Jahr. Die Zahl der gewaltbereiten
Rechtsextremisten erhöhte sich von 10 000 auf 10 400, wie
eine Sprecherin des Innenministeriums am Sonntag
bestätigte. Die Zahl der Rechtsextremen insgesamt ging
dagegen leicht zurück - von 40 700 auf rund 39 000. Als
Ursache wird der Mitgliederrückgang bei den Parteien DVU
und Republikaner genannt.
Auslöser der
aktuellen Debatte über Fremdenfeindlichkeit war der
frühere Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye, der gesagt
hatte: «Es gibt kleine und mittlere Städte in Brandenburg
und anderswo, wo ich keinem, der eine andere Hautfarbe hat,
raten würde, hinzugehen. Er würde sie möglicherweise
lebend nicht mehr verlassen.» Zunächst war Heye dafür
teilweise scharf kritisiert worden, erhielt anschließend
aber viel Zustimmung.
Der
Zentralrat der Juden warnte davor, Fremdenhass zu
verharmlosen. Es sei unverantwortlich, wie führende
Politiker versuchten, die Übergriffe auf ausländische
Mitbürger klein zu reden, sagte Generalsekretär Stephan
Kramer. Es sei «erschreckend», dass sich die Politik mehr
Sorgen um den Ruf Deutschlands vor der
Fußball-Weltmeisterschaft mache als um den Schutz von
Ausländern. Die Vize-Vorsitzende der Linksfraktion im
Bundestag, Petra Pau, verlangte wie Kramer eine
Bundestagsanhörung zu Rechtsextremismus und Rassismus.
Der
SPD-Innenminister von Schleswig-Holstein, Ralf Stegner,
sagte der «Bild am Sonntag», die Polizei solle «mehr zur
Prävention rechtsextremistischer Straftaten beitragen. Dazu
gehört auch die Präsenz auf der Straße, zum Beispiel
durch Streifenpolizisten in Problembezirken.» Der
Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian
Edathy (SPD), sagte der Zeitung: «Es kommt zu Vorfällen,
bei denen die Polizei nicht schnell genug handelt. Anzeigen
und Anrufe werden mitunter nicht ernst genug genommen.» Der
Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad
Freiberg, verwahrte sich im Berliner «Tagesspiegel»
(Montag) gegen die Vorwürfe.
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Sonntag, 21.Mai 2006
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'zdf.de'
berichtet:
Mehr
Geschlossenheit gegen Rechts zeigen - Politiker unzufrieden
mit Polizei
Nach dem
Überfall auf den türkischstämmigen Berliner Giyasettin
Sayan von der Linkspartei haben Politiker von CDU und SPD
die Polizei zu mehr Entschlossenheit im Kampf gegen
Rechts-extremismus aufgefordert. Der
Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Sebastian
Edathy, sagte der "Bild am Sonntag"",
besonders im Osten komme es zu Vorfällen, bei denen die
Polizei nicht schnell genug handle.
Anzeigen
und Anrufe würden mitunter nicht ernst genug
genommen. "Dabei müsste klar sein: Wenn Leute
auf eine pöbelnde Neonazi-Gruppe hinweisen, darf
die Polizei das nicht auf die leichte Schulter
nehmen", betonte der SPD-Politiker. Edathy
verlangte, dem Umgang mit Rechtsextremismus einen
höheren Stellenwert bei der Ausbildung der Polizei
einzuräumen.
Vorbild
Niedersachsen?
Der
niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann
empfahl anderen Bundesländern, sich Niedersachsen
zum Vorbild zu nehmen. Hier werde massiv gegen alles
vorgegangen, was einen rechtsextremistischen
Hintergrund habe. "Wir verhindern
Skinhead-Konzerte, starten Aufklärungskampagnen in
Schulen und konzentrieren die Polizei überall dort,
wo Gefahr von Rechtsextremisten droht", sagte
der CDU-Politiker.
Diese
Konsequenz würde er sich auf in anderen
Bundesländern wünschen, erklärte Schünemann. Die
Kriminalstatistik zeige, dass in Niedersachsen die
Anhängerschaft rechtsextremistischer Gruppen
abnehme, während sie in anderen Bundesländern -
und besonders im Osten - zunehme.
Mehr
Präsenz auf der Straße
Auch
der schleswig-holsteinische Innenminister Ralf
Stegner betonte: "Bei der Abwehr
rechtsextremistischer Gewalt gibt es
Defizite." Dies zeigten die schrecklichen
Vorfälle der vergangenen Monate und Jahre.
Der SPD-Politiker rief zu verstärkten
Anstrengungen auf: "Die Polizei sollte
mehr zur Prävention rechtsextremistischer
Straftaten beitragen." Dazu gehöre auch
die Präsenz auf der Straße, etwa durch
Streifenpolizisten in Problembezirken. Die
Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat Kritik am
polizeilichen Engagement gegen
Rechtsextremismus zurückgewiesen. Es seien
vielmehr die Politiker, die ständig das
Personal kürzten.
Die
Zahl der Neonazis und gewaltbereiten
Rechtsextremisten in Deutschland ist im Vorjahr
gestiegen. Das geht aus dem Verfassungsschutzbericht
2005 hervor, den Innenminister Wolfgang Schäuble
(CDU) am Montag in Berlin vorstellen wird. Demnach
registrierte das Bundesamt für Verfassungsschutz
einen Anstieg der Zahl der Neonazis von 3800 im Jahr
2004 auf 4100 im vergangenen Jahr sowie der
gewaltbereiten Rechtsextremisten von 10 000 auf 10
400.
Täter
noch nicht auffindbar
Unterdessen
gibt es im Fall Sayan von den Tätern noch
keine Spur. Es gebe erste Hinweise von
Zeugen, Konkretes sei aber noch nicht dabei,
sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag.
Die Ermittler gehen von einem
extremistischen Hintergrund der Tat aus.
Sayan war am Freitagabend in
Berlin-Lichtenberg von zwei Unbekannten als
Ausländer beschimpft und mit einer Flasche
niedergeschlagen worden. Der 56-jährige
liegt im Krankenhaus.
Sayans
Befragung kann wahrscheinlich erst am Montag
fortgesetzt werden. Für Hinweise, die zur
Ergreifung der Täter führen, ist eine
Belohnung von bis zu 3000 Euro ausgesetzt
worden. Sayan lebt seit fast 30 Jahren in
Berlin und ist deutscher Staatsbürger. Von
1982 bis 1995 war er Mitglied der Grünen.
Seit Ende 1995 sitzt er für die Linkspartei
im Berliner Abgeordnetenhaus.
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Sonntag, 21.Mai 2006
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'FOCUS
ONLINE'
berichtet:
Türkischstämmiger
Politiker überfallen
Der
türkischstämmige Linkspartei-Politiker Giyasettin Sayan
ist am Freitagabend bei einem offenbar fremdenfeindlichen
Angriff in Berlin überfallen worden.
Wie die
Polizei am Samstag mitteilte, hatte Sayan gegen 22.30 Uhr
sein Auto im östlichen Stadtteil Lichtenberg geparkt, als
ihn zwei Unbekannte ansprachen. Die beiden Männer hätten
den Politiker mit fremdenfeindlichen Parolen beleidigt und
dann niedergeschlagen. Der 56-Jährige Sayan wurde mit
schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Politiker unterschiedlicher Parteien zeigten sich empört
über die Tat. Der Staatsschutz des Berliner
Landeskriminalamts nahm Ermittlungen auf.
Sayan selbst
sagte am Samstag dem Sender RBB, die beiden Männer seien
auf ihn zugekommen und hätten ihn unvermittelt angegriffen:
„Plötzlich schlug einer mit einer Flasche auf meinen Kopf
und mein Gesicht. Ich wollte weglaufen, da hat er von hinten
auf meine Schulter und meinen Rücken geschlagen.“ Dabei
habe einer der Männer gesagt: „Scheiß Türke, wir
kriegen Dich“. Weiter sagte der Politiker dem RBB er sei
auch zwölf Stunden nach der Attacke weiterhin benommen und
habe Schmerzen. Sein Arzt erklärte ihn für nicht
vernehmungsfähig.
3000 Euro Belohnung
Bei den Tätern handelt es sich laut Polizei um zwei Männer
im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. Sie ergriffen nach dem
Überfall die Flucht. Bei der Fahndung nach ihnen wurde die
Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen. Für Hinweise, die zur
Aufklärung der Tat führen, setzte die Polizei eine
Belohnung von bis zu 3000 Euro aus. Polizeipräsident Dieter
Glietsch warnte allerdings davor, bestimmte Berliner
Stadtbezirke zur „no-go-area“ zu erklären. In Berlin
kämen fremdenfeindliche gewalttätige Angriffe eher selten
vor; die Ermittlungsbehörden zählten im vergangenen Jahr
18 solcher Taten.
Sayan lebt sei mehr als 30 Jahren in Deutschland und
engagiert sich besonders in der Ausländerpolitik. Er ist
migrationspolitischer Sprecher der Linkspartei.PDS im
Berliner Abgeordnetenhaus und Mitglied des
Parlamentspräsidiums. 2002 hatte er auch für den Bundestag
kandidiert. Sayan wurde 1950 im osttürkischen Mus geboren
und kam Anfang der 70er Jahre zum Studium nach Deutschland.
Politisch engagierte er sich zunächst für die Grünen
beziehungsweise die Alternative Liste, dann für die PDS. In
der Vergangenheit war er wegen seines Engagements für die
Kurden in der Türkei sowie für die Anerkennung des
Völkermords an den Armeniern während des Ersten
Weltkrieges auch bereits von türkischer Seite bedroht
worden.
Wowereit bestürzt
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit äußerte
sich auf einem SPD-Landesparteitag bestürzt über den
Angriff auf Sayan. „Diese übelste Form von Gewalt
verurteilen wir auf das Schärfste", sagte Wowereit
nach einem Bericht des Senders RBB.
Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linkspartei) wertete
die Tat als Beleg für die Berechtigung der Warnungen von
Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye vor den Gefahren
rechtsextremistischer Gewalt in Deutschland. „Der feige
Überfall beweist einmal mehr, wie unsinnig der Medienstreit
über die Heye-Äußerungen ist", erklärte Pau.
„Dieser Überfall auf meinen Kollegen und Freund
Giyasettin Sayan macht mich betroffen und wütend
zugleich", erklärte die Linkspartei-Politikerin nach
einem Besuch im Krankenhaus.
„Rechtsextremistisches Gewaltproblem“
Auch der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg erklärte,
der Vorfall zeige, dass die Warnungen Heyes nicht
unbegründet seien. Erstmals habe ein rassistischer
Überfall nun einen – nichtdeutschstämmigen – Politiker
getroffen.
„Es ist wirklich erschütternd und empörend, dass
Giyasettin Sayan mitten in der Bundeshauptsstadt Opfer eines
brutalen, rassistischen Anschlags geworden ist",
erklärte auch die Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth.
„Dieser Fall zeigt, es sind keine Einzelfälle, sondern
wir haben ein flächendeckendes, gravierendes
rechtsextremistisches Gewaltproblem in unserem Land.“ Es
sei nicht hinnehmbar, dass Bürger in bestimmten Regionen
und Stadtteilen berechtigte Angst um Leib und Leben haben
müssten. Auch der CDU-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus,
Nicolas Zimmer, äußerte sich laut RBB entsetzt.
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Samstag, 20.Mai 2006
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'sueddeutsche.de'
berichtet:
Fremdenhass
- Staatsschutz
ermittelt nach Angriff auf Politiker
Wie
die Polizei am Samstag mitteilte, beschimpften zwei Männer
den 56-jährigen Parlamentarier am Freitagabend gegen 22.30
Uhr in Berlin-Lichtenberg zunächst als „Scheiß
Ausländer, Scheiß Türke“ und schlugen ihn dann mit
einer Flasche nieder. Der migrationspolitische Sprecher der
Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhaus wurde mit einer
Gehirnerschütterung und Prellungen in ein Lichtenberger
Krankenhaus gebracht.
Polizeipräsident Dieter Glietsch setzte für Hinweise, die
zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 3000
Euro aus. Die Polizei geht von einem extremistischen
Hintergrund aus. Der Staatsschutz hat den Fall übernommen
und eine eigene Ermittlungsgruppe gebildet.
Unterdessen rief Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) am
Samstag zu einem entschiedenen Kampf gegen Rechtsextremismus
und Fremdenfeindlichkeit auf. „Wir dürfen der braunen
Soße nie mehr eine Chance geben, das müssen sich die
demokratischen Parteien versprechen“, sagte Müntefering
auf dem Landesparteitag der Berliner SPD. „Keiner soll
Angst haben müssen, weil er anders ist als andere. Das muss
klar sein in dieser Gesellschaft.“
"Lebensgefährliche
Gegenden in Deutschland"
Linkspartei-Fraktionschef
Stefan Liebich äußerte sich bestürzt und sagte: „Ich
bin entsetzt, dass so etwas in Berlin passieren kann.“ Er
hoffe, dass die Polizei die Schläger schnell fasst. Liebich
wertete den Überfall als nachträglichen Beweis für die
These des früheren Regierungssprechers Uwe-Karsten Heye,
dass es für Ausländer lebensgefährliche Gegenden in
Deutschland gäbe. Leider gelte dies auch für Berlin, sagte
er der dpa. Auch die CDU-Fraktion im Berliner
Abgeordnetenhaus reagierte mit Empörung.
Zu dem Überfall kam es, als Sayan nach einem Besuch bei
Bekannten in sein Auto steigen wollte. Die Schläger konnten
unerkannt entkommen. Von ihnen fehlt bisher jede Spur.
Lichtenberg gilt als eine Hochburg der Berliner
Neonazi-Szene.
Sayan lebt seit fast 30 Jahren in Berlin und ist deutscher
Staatsbürger. Von 1982 bis 1995 war er Mitglied der
Grünen. Seit Ende 1995 sitzt er für die Linkspartei im
Berliner Abgeordnetenhaus. Nach den Worten von Liebich wird
Sayan, der von einer Pizzeria aus die Polizei alarmierte,
vorerst noch im Krankenhaus bleiben.
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Samstag, 20.Mai 2006
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'meinberlin.de'
berichtet:Kriminalität
-
Fremdenfeindliche
Schläger verletzen Politiker
Der
türkischstämmige Berliner Linkspartei-Politiker Giyasettin
Sayan ist Opfer eines fremdenfeindlichen Überfalls
geworden. Die beiden Täter beschimpften den 56-Jährigen am
Freitagabend in Lichtenberg als „Scheiß Ausländer, Scheiß
Türke” und schlugen ihn mit einer Flasche nieder, wie die
Polizei am Samstag mitteilte.
Der migrationspolitische Sprecher der Linkspartei im
Berliner Abgeordnetenhaus wurde mit einer Gehirnerschütterung
und Prellungen ins Krankenhaus gebracht. Zu dem Überfall
kam es, als Sayan aus seinem Auto stieg. Die Polizei geht
von einen extremistischen Hintergrund aus. Die Schläger
konnten unerkannt entkommen. Von ihnen fehlt bisher jede
Spur. Lichtenberg gilt als eine Hochburg der Berliner
Neonazi-Szene.
Sayan lebt seit fast 30 Jahren in Berlin und ist deutscher
Staatsbürger. Von 1982 bis 1995 war er Mitglied der Grünen.
Seit Ende 1995 sitzt er für die Linkspartei im Berliner
Abgeordnetenhaus.
Zu den Angreifern liegt die folgende Beschreibung vor:
Beide Männer sind etwa 20 bis 25 Jahre alt, ca. 180 bis 185
cm groß. Sie
sind schlank und wirken sportlich. Beide trugen dunkle
Bekleidung, wobei die
Jacke eines Täters helle Streifen hatte. Dieser Mann trug
auch eine Mütze.
Der polizeiliche Staatsschutz beim Berliner
Landeskriminalamt hat den Fall
übernommen und eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die
Kriminalpolizei
sucht Zeugen, die Angaben zur Tat machen können.
Sie fragt insbesondere:
1.) Wer hat gestern Abend gegen 22 Uhr 30 im Bereich
Margaretenstraße,
Eitel- und Weitlingstraße verdächtige Wahrnehmungen
gemacht?
2.) Wer hat gestern Abend in der Nähe des Tatortes Männer
gesehen, auf
die die Beschreibung passt?
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, hat der
Polizeipräsident in
Berlin eine Belohnung von bis zu 3000 € ausgesetzt.
Hinweise nehmen der Polizeiliche Staatsschutz beim
Landeskriminalamt unter
den Telefonnummern 4664 952 120 oder 4664 953 210 sowie jede
andere
Polizeidienststelle entgegen. (Quelle: dpa/ddp/Polizei
Berlin)
er Austragungsorte der
Fußball-WM, die am 9. Juni beginnt.
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Samstag, 20.Mai 2006
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'n-tv.de'
berichtet:
"Scheiß
Ausländer, Scheiß Türke"
Überfall auf Linkspartei-Politiker
Der
türkischstämmige Berliner Linkspartei-Politiker Giyasettin
Sayan ist Opfer eines fremdenfeindlichen Überfalls
geworden. Wie die Polizei in der Hauptstadt am Samstag
mitteilte, beschimpften zwei Männer den 56-Jährigen am
Vorabend gegen 22.30 Uhr im Berliner Stadtteil Lichtenberg
zunächst als Ausländer und schlugen ihn dann mit einer
Flasche nieder. Der migrationspolitische Sprecher der
Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhaus alarmierte von
einer Pizzeria aus die Polizei. Er liegt mit einer
Gehirnerschütterung und Prellungen im Krankenhaus.
Die Polizei geht von einem extremistischen Hintergrund aus.
Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch setzte für
Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine
Belohnung von bis zu 3000 Euro aus. Bislang gebe es noch
keine heiße Spur. Die Befragung des Opfers könne
wahrscheinlich erst am Montag fortgesetzt werden.
Zwei Angreifer seien auf ihn zugekommen und hätten ihn
unvermittelt angegriffen, sagte Sayan dem Sender RBB.
"Plötzlich schlug einer mit einer Flasche auf meinen
Kopf und mein Gesicht. Ich wollte weglaufen, da hat er von
hinten auf meine Schulter und meinen Rücken
geschlagen." Die Täter hätten "Scheiß Türke,
wir kriegen Dich" gerufen. Lichtenberg gilt als eine
Hochburg der Berliner Neonazi-Szene.
Zahlreiche Politiker reagierten bestürzt. Vizekanzler Franz
Müntefering (SPD) rief am Samstag zu einem entschiedenen
Kampf gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit auf.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD)
verurteilte "diese übelste Form der Gewalt aufs Schärfste".
Berlins Linkspartei-Fraktionschef Stefan Liebich betonte:
"Ich bin entsetzt, dass so etwas in Berlin passieren
kann." Er wertete den Überfall als nachträglichen
Beweis für die These des früheren Regierungssprechers
Uwe-Karsten Heye, dass es für Ausländer lebensgefährliche
Gegenden in Deutschland gebe.
Sayan lebt seit fast 30 Jahren in Berlin und ist deutscher
Staatsbürger. Von 1982 bis 1995 war er Mitglied der Grünen.
Seit Ende 1995 sitzt er für die Linkspartei im Berliner
Abgeordnetenhaus.
Quelle:
Internet
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Samstag, 20.Mai 2006
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'www.merkur-online.de'
berichtet:Fremdenfeindliche
Schläger verletzen Berliner Linkspartei-Politiker
-
Extremismus
Kriminalität Berlin
Der
türkischstämmige Berliner Linkspartei-Politiker Giyasettin
Sayan ist Opfer eines fremdenfeindlichen Überfalls
geworden. Die beiden Täter beschimpften den 56-Jährigen im
Ostbezirk Lichtenberg als «Scheiß Ausländer, Scheiß Türke»
und schlugen ihn mit einer Flasche nieder, teilte die
Polizei mit. Die Schläger konnten entkommen. Sayan wurde
mit einer Gehirnerschütterung und Prellungen ins
Krankenhaus gebracht. Der deutsche Staatsbürger ist
migrationspolitischer Sprecher seiner Partei im
Abgeordnetenhaus.
Zurück:
Quelle:
Internet
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