Alt-Nazi belästigt jugendliche
Migranten
Ein erfreulicher Fall von Zivilcourage ist aus München zu vermelden: Ein Grieche und ein Türke, die
am Donnerstag nach
anstrengender Arbeit friedlich in der U-Bahn der Linie U4 saßen und über korrekte deutsche Grammatik philosophierten, wurden von einem 76jährigen Altnazi belästigt, der vermutlich intensiv am Holocaust mitgewirkt hat. Der Mann beschimpfte die beiden Jugendlichen aufs
Übelste und wollte
seine Zigarette auf ihnen ausdrücken.
Nach mehrmaligem Bitten, dies zu unterlassen,
verließen die beiden die U-Bahn in der Station
Arabellastraße. Der unbelehrbare Altnazi verfolgte sie, so dass sie sich
schließlich auch körperlich gegen die andauernden Beleidigungen wehren
mussten. Für eventuelle leichte Überreaktionen der Jugendlichen ist ihrer mediterranen Herkunft wegen
Verständnis zu zeigen. Mitreisende, die den Vorfall beobachteten, entfernten sich, ohne den beiden Jugendlichen
beizustehen. Die jungen
ausländischen Mitbürger konnten schließlich den Altnazi überwältigen und
- nachdem sie sich vergewissert hatten, dass dieser nicht ernstlich verletzt war -
die
U-Bahnstation verlassen.
Der
Vorfall ist ein neuerliches Beispiel dafür, wie InländerInnen einer Integration von MigrantInnen im Wege stehen.
Deshalb müssen die Projekte für Integration und multikulturelles Verständnis
ausgebaut werden. InländerInnen sollten vermehrt, beginnend in der Kita, Griechisch- und Türkischkurse besuchen. Es darf nicht sein, dass sich MigrantInnen
von Alt-Nazis belästigt fühlen. Wehret den Anfängen!
Oberbürgermeister Ude beklagte unmittelbar nach diesem
rechtsextremen Angriff auf Demokratie und Toleranz den Mangel an
Zivilcourage, forderte das sofortige Verbot der NPD und eine merkliche
Erhöhung der staatlichen Zuschüsse zur Bekämpfung der Fremdenfeindlichkeit.
Obwohl
sie in ihrer bescheidenen Art kein Aufhebens ihrer Tat machen wollten, hat
Bundespräsident Horst Köhler entschieden, sie mit dem Bundesverdienstkreuz
auszuzeichnen. Er wird in seiner Ansprache zum Weihnachtsfest die Bevölkerung
aufrufen, großherzig für benachteiligte MigrantInnen zu spenden und jederzeit gegen Fremdenhass und
Antisemitismus einzutreten.
Bitte
beachten Sie auch die Hinweise zu den geplanten Lichterketten-Aktionen in
den meisten deutschen Großstädten.
Quelle:
Internet