Ein schnelles Ergebnis war nötig, schon am Montag
hätte GM seine deutsche Tochter wohl mit in die Insolvenz gerissen.
Hintergrund für das Telefonat mit Obama seien die zuvor „nicht
reibungslos verlaufenden Verhandlungen“ gewesen, sagte Merkel.
„Arbeit beginnt erst“
Nach
Ansicht Merkels habe Opel eine „Perspektive für die Zukunft“ bekommen.
Dies sei eine Chance, die die Arbeitnehmer verdient hätten, sagte die
Kanzlerin auf einer Pressekonferenz zur Opel-Rettung. Denn nicht die
Mitarbeiter seien Schuld an der entstandenen Situation, sondern das
„Missmanagement“ des Mutterkonzerns in den USA. Merkel verwies darauf,
dass die Arbeit für Opel und den österreichisch-kanadischen Investor
Magna jetzt erst beginne. Es seien sicher noch viele schwierige
Aufgaben zu lösen.
„Die Verhandlungen waren wegen ihrer
besonderen Struktur auch eine Bewährungsprobe für das transatlantische
Verhältnis“, sagte Merkel. Nun sei es möglich, ein europäisches
Unternehmen unter dem Dach von Adam Opel zu schaffen. Merkel betonte,
dass es keine staatliche Beteiligung an Opel gebe. Die Bundesregierung
und die Länder stünden dem Unternehmen mit Bürgschaften bei.
Überraschenderweise hatte nach der Einigung auf das Rettungskonzept und den Einstieg von Magna in der Nacht zum Samstag
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) die gute Nachricht verkündet.
Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hielt sich im
Hintergrund, obwohl er in den vergangenen Wochen die Bemühungen
koordiniert hatte.