Dienstag, 23. Juni 2009

Washington hat den zukünftigen König für den Iran bereits bestimmt

... und es ist nicht Moussavi.

Bei einer Rede vor dem Presseclub in Washington gestern tupfte Reza Pahlevi mit einem Seidentuch seine Krokodilstränen aus den Augen. Der frühere persische Kronprinz hatte gerade von Neda erzählt, jenem jungen Mädchen, das auf Teherans Strassen erschossen wurde, obwohl wie er sagte „ihr einziges Verbrechen der Wunsch nach Freiheit war“.

Wie emotional, es fehlte nur noch der Heiligenschein über seinen Kopf.

Hinter Pahlevi waren Plakate aufgestellt: eine blutverschmierte, gen Himmel gereckte Hand; ein Meer aus Demonstranten; zivile Sicherheitskräfte, die einen am Boden liegenden Mann verprügeln. Ein geschickt inszenierte, rührende Staffage, um auf seine Gefühle für das iranische Volk und seinen Führungsanspruch aufmerksam zu machen.

Vergessen zu erwähnen hat er aber, dass sein Vater, Mohamed Reza, der Schah von Persien, mit seinem von der CIA ausgebildeten Geheimpolizei SAVAK damals die Menschen in den Strassen von Teheran zusammenprügeln und erschiessen liess, bevor er durch die islamische Revolution 1979 vom Pfauenthron gestürzt wurde.

Reza Pahlevi 48 plant schon seit langem die Rückkehr in den Iran, um den Platz seines Vaters wieder einzunehmen. Jetzt, glaubt Pahlevi, ist seine Chance gekommen, könnte der islamischen Revolutionsregierung tatsächlich die letzte Stunde schlagen:

"Meine Damen und Herren, eine Bewegung wurde geboren. Diese Bewegung wird nicht ruhen, bis im Iran uneingeschränkte Demokratie herrscht. Selbst wenn die junge Protestbewegung nicht sofort Erfolg haben sollte, liessen sich die Veränderungen in seiner Heimat nicht ungeschehen machen."

"Die Linie im Sand wurde gezogen", sagt Pahlevi. Revolutionsführer Ali Khamenei habe es der Opposition mit seiner Unterstützung für den umstrittenen Wahlsieger Mahmud Ahmadinejad unmöglich gemacht, etwas anderes zu fordern als den Regimewechsel.

Den Begriff „Regimewechsel“ kennen wir ja bereits zur Genüge, damit ist die Installation einer pro-amerikanischen, korrupten Regierung gemeint, die das Land an die westlichen Ölkonzerne ausverkauft, zum Nachteil der Bevölkerung. Dieses dreckige Spiel hatte bereits sein Vater jahrzehntelang praktiziert, nachdem er ebenfalls durch einen „Regime Change“ mit Hilfe der CIA, den demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Mossadegh 1953 stürzte, der den „Fehler“ machte die Ölindustrie zu verstaatlichen.

Leider begreifen die jungen Menschen die jetzt im Iran auf die Strasse gehen und einen berechtigte Veränderung fordern nicht wo die Reise hingehen soll, was sie eigentlich mit ihrem Protest möglicherweise mithelfen umzusetzen, eine Rückkehr zu einer Diktatur durch ein Regime, welches von Washington aus gesteuert wird.

Nach dem sie den Weg ebenen, wird ihnen das Heft aus der Hand genommen und die westliche Marionette übernimmt das Sagen. Es ist naiv zu glauben, es wird dann eine wirklich demokratische Regierung an die Macht kommen, die unabhängig ist und im Interesse der Iraner Politik betreibt. Das ist ein unrealistischer Wunschtraum. Das wird Washington nicht zulassen, haben sie noch nie.

Ausserdem, wer meint man kann eine säkulare parlamentarische Demokratie etablieren, oder sogar eine Monarchie, der kennt die Verhältnisse und die Mentalität der Mehrheit der Iraner nicht. Sie wollen keine Trennung zwischen Staat und Islam, das hatten sie ja schon alles, und eine Monarchie mit einer Klasse der Reichen, die in Saus und Braus lebt und sie ausbeutet und unterdrückt, erst recht nicht.

Die Bush-Regierung hat bereits den Sohn des Schah als zukünftigen Führer ausgewählt, genau wie sie Hamid Karzai für Afghanistan, Ahmed Chalabi für den Irak und Micheil Saakaschwili für Georien vorgesehen hatten, alles korrupte Marionetten die nach der Pfeife der USA tanzen.

Hinter Reza Pahlevi stehen Michael Ledeen, Rob Sobhani und Morris Amitay, ehemalige Direktoren der grössten israelischen Lobby-Gruppe der American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), die ihre Kräfte mit dem American Enterprise Institute gebündelt hat, welche die Zukunft des Iran bestimmen und einen "Regime Change" wollen. AIPAC hat mehrmals bereits die Unterstützung der Wiederbesteigung des Throns durch Pahlevi angekündigt.

Der Vorsitzende des American Enterprise Institutes, Michael Ledeen, hat sich vehement für einen Regimewechsel eingesetzt und hat das Weisse Haus in dieser Sache beraten. Ledeen und Sobhani gründeten die Coalition for Democracy in Iran (CDI) um diesen Wechsel zu forcieren.

Rob Sobhani kennt Reza Pahlevi schon seit seiner Kindheit. Er ist Spezialist für Energiepolitik, hat seine Finger überall in Washington drin und war Berater für den Bau der Ölpipeline durch Afghanistan. Er hat iranische Vorfahren und mein deshalb er wäre ein Experte, der alles über die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft des Iran kennt.

Sobhanis Interesse an einem Regimewechsel ist rein wirtschaftlich, was perfekt zu den Motiven der US-Politik passt. Nach dem er von der Georgetown Universität graduierte, wurde er Chef der Caspian Energy Consulting, eine Firma die sich auf den Transport und Verkauf von kaspischen Öl spezialisiert hat. Die Absicht ist, nach dem Sturz der islamischen Revolutionsregierung, den Transport von Erdöl aus dem Kaspischen Meer über iranisches Territorium zu ermöglichen.

AIPAC auf der anderen Seite sieht Vorteile für Israel, wenn die Mullahs nicht mehr am Ruder sind. Schliesslich hatte Israel sehr gute Beziehungen mit dem Iran während der Herrschaft des Schah. Ausserdem würde in ihren Augen ein Regimewechsel die Unterstützung der Hisbollah durch die islamische Regierung beenden.

Ledeen und Sobhani wollen den Putsch abwarten, um dann Reza Pahlevi als Retter des iranischen Volkes zu präsentieren. Wir haben also eine Gruppe bestehend aus konservativen Neocons, Pro-Israel Lobby und Monarchisten welche die iransiche Rgeierung stürzen wollen, um ihren "König" an die Macht zu bringen. Im Pentagon haben einige die Ansicht, die Reformer unter der Führung von Moussavi sind nur Mullahs mit Engelsgesichtern und ein Regimewechsel ist unausweichlich.

Das Paradoxe ist, dass ja die Amerikaner die Hauptkraft hinter der Machtübernahme durch Ayatollah Khomeini und der islamischen Revolution damals waren, um den Schah loszuwerden, der zu alt wurde und nicht mehr spurte. Washington meinte damit die Sowjetunion eingrenzen zu können, in dem sie einen „grünen Gürtel“ gegen den „gottlosen Kommunismus“ rundherum ziehen. Sie wechselten sozusagen die Krone gegen den Turban aus. Das wissen die Iraner und sie wissen auch, dass Amerika immer schon ihre Regierung bestimmt hat.

Sollte die Pahlevi-Dynastie durch Amerika wieder an die Macht gebracht werden, würde es für die Iraner nur eine Fortsetzung der Einflussnahme in den inneren Angelegenheit des Landes, sowie eine andere Form der Unterdrückung bedeuten.

Die Zurückhaltung von Obama betreffend der Ereigbnisse im Iran und weil er Moussavi nicht erwähnt, kann man das als Zeichen deuten, Washington unterstützt eine dritte Person, die in den Startlöchern bereit steht.

Aber die Iraner haben nicht vergessen, dass Amerika die treibende Kraft hinter den Krieg des Irak gegen den Iran war. Die Iraner hätten nämlich den Krieg gewonnen, wenn Saddam Hussein nicht massiv von den USA mit Waffen beliefert worden wäre. Auch das Giftgas welches eingesetzt wurde um Iraner zu töten war „Made in America“. Und der Abschuss der iranischen Passagiermaschine über den Persischen Golf 1988, bei dem 290 Passagiere getötet wurden, stösst ihnen immer noch bitter auf.

Deshalb, jeder Regimewechsel der offensichtlich durch die USA gemacht wird und jede Regierung die den Iranern vor die Nase gesetzt wird, wird abgelehnt. Einen wirklichen positiven Wandel gibt es nur, wenn die Iraner aus sich selber entscheiden, welche Staatsform die beste für sie ist und wer sie in die Zukunft führen soll, ohne ausländische Einmischung.

Die besserwisserische Mentalität und Arroganz, anderen Völklern zu ihrem "Glück" zu zwingen, sowie die Hegemoniebestrebungen sind gescheitert. Das beste was der Westen tun kann wäre, die Sanktionen sofort aufzuheben und sich aus allem rauszuhalten. Damit würde man den Menschen im Iran wirklich helfen, die Not lindern, die Situation beruhigen, um dann ein Klima zu schaffen, damit die Iraner in Selbstbestimmung die von ihnen gewünschte Regierungsform wählen können.

Die seit Jahrzehnten andauernde Einflussnahme, Einmischung und Bestrafung des Iran durch den Westens muss endlich aufhören. Der Iran hatte ja ein funktionierende Demokratie, bis Amerika sie ihnen wegnahm!

Montag, 22. Juni 2009

Wie mit Lügen der Öffentlichkeit Kriege verkauft werden

Zur Erinnerung, hier ein Video welches zeigt, wie mit Propaganda und Lügen die amerikanische Öffentlickeit überzeugt wurde, Saddam Hussein ist ein Monster, der Babys aus Brutkästen auf den Boden schmeissen lässt, um den Einmarsch im Irak begründen zu können. Die Zeugenaussagen des Mädchens und des Arztes aus Kuwait über die getöteten Babys waren der Schlüssel, um die öffentliche Meinung für die Notwendigkeit des ersten Golfkrieges gegen den Irak zu überzeugen.

Später stellt sich aber heraus, alles war inszeniert und komplett erstunken und erlogen. Es wurden nie Babys von irakischen Soldaten in Kuwait aus Brutkästen auf den Boden geschmissen. Das 15-jährige Mädchen Nayirah, die als Augenzeugin die tränenrührende Geschichte über die Tötung der Babys vor dem Kongressausschuss aussagte, war ein Mitglied der kuwaitischen Königsfamilie und ihr Vater war Saud Nasir al-Sabah, der kuwaitische Botschafter in Washington. Und der Arzt hat auch ein Märchen erzählt, was er nie erlebt hat, weil es nie stattfand.

Die grösste PR-Firma der Welt Hill & Knowlton wurde mit 20 anderen von Kuwait beauftragt, die ganze Show zu erfinden und der Weltöffentlichkeit zu verkaufen. Dafür wurde ein Budget von über 20 Millionen Dollar bereitsgestellt und alle Medien eingespannt. Der Text von Nayirah und ihre emotionaler, mit Tränen gefüllter Auftritt, wurde einstudiert und geprobt. Der Mann, der das Büro von Hill & Knowlton in Washington führte, war Craig Fuller, einer der engsten Freunde von Vater Bush und sein politischer Berater.

Hätten die Medien sich je die Arbeit gemacht, rechtszeitig die Verbindung zu untersuchen und die inszenierte Lügenshow aufzudecken, wäre der erste Golfkrieg gar nicht passiert. Als die Sache raus kam war es zu spät und der Krieg gelaufen, bei dem über 135'000 Iraker getötet und 1 Millionen vertrieben wurden. Die darauf folgenden 10-jährigen Sanktionen gegen den Irak tötete weitere 500'000 Kinder.

Deshalb, es ist nichts ungewöhnliches für die amerikanische Regierung mit erfunden Schauermärchen einen "Feind" zu verteufeln, damit die Öffentlichkeit glaubt, ach wie schrecklich, jetzt müssen die Marines rein und aufräumen, einen "Regime Change" durchführen. Vor dieser Gefahr stehen wir auch heute was den Iran betrifft.

Der Schmiergel ist genau das

Betrachten wir uns das heutige Titelblatt dieses Qualitätsmediums. Mit dieser Bildmontage ist bewiesen, hier geht es nicht um seriöse Informationen, sondern um ganz üble Stimmungsmache und Meinungsmanipulation.

Was sehen wir für einen Kopf rechts oben neben den iranischen Staatsführern und Nasrallah? Ja, unseren Standardbuhmann, den Osama Bin Laden. Was hat der dort zu suchen? Ist er Iraner? Hat er mit der aktuellen Situation im Iran etwas zu tun? Gibt es irgendeine Verbindung zwischen Bin Laden und der iranischen Regierung? Hat es jemals eine gegeben? Zu allem ein NEIN!!!

Warum zeigen sie ihn dann? Ja warum wohl ...

Warum zeigt ihn der Schmiergel neben den anderen Köpfen und suggeriert damit es gebe eine Verbindung? Damit ist bewiesen, dieses Blatt betreibt keinen objektiven Journalismus, sondern verbreitet Desinformation und Stimmungsmache auf unterstem Niveau. Es geht darum Angst und Schrecken und einen falschen Eindruck zu erwecken. Die Botschaft lautet:

Iran = Osama Bin Laden = Islamisten = Terror = Bedrohung = müssen wir bombardieren!

Hallo Schmiergel-Redaktion, aufwachen, Bin Laden ist seit 2001 tot. Wo lebt ihr eigentlich? In der Lügenwelt der fabrizierten Gefahren? Ihr zeigt das Bild von einem Phantom der im Jenseits weilt. Aber wir wissen ja zu was dieses Blatt verkommen ist, die Blöd-Zeitung der Intellektuellen, die mehr Fiktion als Information bringt.

Hassan Nasrallah, Generalsekretär der libanesischen Partei Hisbollah, hat auch nichts mit den internen Vorgängen im Iran zu tun.

Und dann darunter, hübsche, geschminkte, Augenbrauen gezupfte junge Frauen, die ihre Hände mit lackierten Fingernägeln mit dem Siegeszeichen in die Kamera richten. Was will uns der Schmiergel damit sagen? Mir sagt das, die grünen Bändchen symbolisirien, es geht wieder um eine vom Westen gesteuerte Farbrevolution, wie die erste in Serbien, dann 2003 Georgien (Rosenrevolution), 2004 in der Ukraine (Orange Revolution) und 2005 im Libanon (Zedernrevolution) sowie in Kirgisistan (Tulpenrevolution). George Soros und die CIA lässt grüssen. Eine weisse Revolution hat es übrigens im Iran auch schon mal gegeben, zu Zeiten des Schah.

Was dieses Bild mir auch sagt, so schlimm kann es mit der Verhüllung nicht sein und sie sehen genau so aus wie die gestylte Mädels hier bei uns. Offensichtlich können Frauen alle ihre Schmink- und Beautysachen in Teheran in den Geschäften kaufen, es auftragen und zeigen. Damit ist bewiesen, die angebliche Unterdrückung der Selbstdarstellung der Frau im Iran ist völlig übertrieben.

Selbstverständlich gibt es Grenzen und sie müssen sich den religiösen Gepflogenheiten und Moralvorstellungen unterordnen. Aber das ist überall so. In Amerika zum Bespiel ist das Zeigen einer weiblichen Brust in der Öffentlichkeit eine Totsünde, geht man ins Gefängnis. Wenn man sich als Frau oben ohne am Strand in Miami Beach in die Sonne legt, hat man ganz schnell die Handschellen dran und verbringt eine Nacht im Knast, kommt vor Gericht und wird verurteilt. Da können wir in Europa genau so ausrufen, "Die armen Frauen in Amerika werden unterdrückt, können sich nicht frei entfalten!" bei uns darf man das ... noch ... aber auch nicht mehr überall.

In Indien ist es sogar verboten in Filmen den Kuss zwischen Mann und Frau zu zeigen und in der Öffentlichkeit Intimitäten sowieso. Andere Länder andere Sitten und niemand hat das Recht der anderen Kultur seine Moralvorstellungen aufzuzwingen, und wenn sie nicht genau gleich sind, deshalb verurteilen und von Verletzung der Menschenrechte und von Unterdrückung sprechen.

Ich habe schon öfters Freunde ausserhalb Europas zu Besuch gehabt, die sich über die Busenparade und Nacktheit in unseren TV-Medien schockiert gezeigt haben, das kennen die gar nicht. Wer kann schon spät Abends noch Fernsehen gucken ohne mit dieser Perversität konfrontiert zu werden? Da sieht man ja nur nackte Frauen in den Werbespots für Porno. Ganz schlimm, aber das müssen wir zwischendurch akzeptieren, so tolerant muss man sein ... oder abschalten. Kommt sowieso nur Müll und Lügen aus der Kiste. Für mich ist diese Zurschaustellung aller intimsten Details um eine Dienstleistung zu verkaufen wirklich schlimm. Das ist tatsächlich die Erniedrigung der Frau.

Unsere Moralvorstellungen sind völlig auf den Kopf gestellt. Das Zeigen von allen Intimitäten ist gut, sich bedecken und die persönliche Privatsphäre behalten ist schlecht. Kopfschüttel.

Dann der Titel "Rebellion gegen die Radikalen - warum der islamische Fundamentalismus scheitern muss"

Der ganze Satz ist eine komplette falsche Aussage und sowieso suggestiv. Ersten handelt es sich im Iran um keine Rebellion, eine völlige Übertreibung, sondern es ist eine Protestaktion der Opposition, welche schlechte Verlierer sind, die zum Teil gewaltsam ist. Wollen wir doch bitte auf dem Teppich bleiben. Denn sonst wären ja alle Demonstrationen bei uns in Europa auch Rebellionen. Sind sie das? Ich kann mich nicht erinnern, dass der Schmiergel die Protestaktionen in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Italien, Lettland, Island, Frankreich oder Georgien, die in den vergangenen 12 Monaten stattfanden, wo die Massen zum Teil Autos anzündeten, Fenster einschlugen und Steine geschmissen haben, oder zuletzt die Anti-NATO-Demo in Strassburg und beim G8-Gipfel in London, diese als Rebellion bezeichnet hat.

Auch in Europa wollen viele junge Menschen eine Veränderung, sind mit der politischen Situation unzufrieden, wie die Demos gegen G8 und NATO zeigen, genau wie viele Jungendliche in Teheran auch. Ist völlig richtig und gut so, wenn sie was ändern wollen.

Für den Schmiergel gibt es aber Unterschiede. Wenn in Europa gegen das Establishment demonstriert wird, gegen Kriege, Globalisierung, Einschränkung der Meinungsfreiheit oder was immer, dann sind das irregeleitete Spinner oder gewaltätige Randgruppen, Radikale oder sogar Terroristen, die man mit massiven Polizeiaufgebot einschüchtern und erdrücken muss, Tränengas und Wasserwerfer inklusiv.

Wenn in den Ländern die der Westen auf der Abschussliste hat protestiert wird, dann ist das gleich eine Revolution, ein Volksaufstand, eine Rebellion, eine gute Sache die völlig gerechtfertigt ist, und die Aufrechthaltung der Ordnung wird als brutale Niederschlagung bezeichnet, und den armen unterdrückten Menschen muss man dort helfen. Auf der anderen Seite, eine Veränderung hier ist nicht erwünscht. Heuchelei pur!

Der Schmiergel ist genau das ...

Erläuterung: Es ist klar, dass die westlichen Medien und ihre kritiklosen gläubigen Konsumenten sich auf die Nachricht von Press-TV stürzen, dass in 50 Städten des Iran die Zahl der abgegeben Stimmen teils höher waren als die Zahl der Stimmberechtigten und es geht um 3 Mio. Stimmen. Jetzt geilen sie sich daran auf und drücken sie einem rechthaberisch die Meldung ins Gesicht "Da, der Beweis, die Wahlen sind gefälscht".

Darüber kann ich nur lachen, denn erstens haben die Medien noch nie vorher Press-TV zitiert, war ihnen viel zu unseriös, das wäre praktisch das erste Mal, nur weil es natürlich jetzt in ihr Konzept passt. Zweitens zeigt diese Aufregung nur, die Medien und ihr Gefolge haben keine Ahnung wie das Wahlsystem im Iran funktioniert. Diese mögliche Unregelmässigkeit bedeutet doch nicht, dass Moussavi 3 Mio. Stimmen hätte mehr bekommen müssen. Sogar wenn es so wäre, ändert es am Ergebnis nichts, der Vorsprung von Ahmadinedschad ist so gross.

Dann eine Wahlbeteiligung von über 100 Prozent in manchen Städten ist im Iran ganz normal. Es gibt dort kein festes Wahlregister, wo nur die eingetragegen Personen der Einwohner wählen können wie in Europa, sondern Iraner können überall wählen und sie müssen deshalb als Zeichen ihrer Wahl den Zeigefinger auf ein Stempelkissen drücken, damit man erkennt wer gewählt hat. So wird eine Mehrfachwahl verhindert.

Wahscheinlich haben 3 Millionen Personen das getan, waren unterwegs, auf Pilgerfahrt, Verwandtenbesuch, Urlaub oder was immer und haben dort gewählt wo sie sich aufhielten. So können durchaus viel mehr Leute in einem Ort wählen als es Wahlberechtigte gibt, dafür ist es wo anders um so weniger. SF-Korrespondent Ulrich Tilgner bestätigt diese Erklärung in der "Tagesschau", dass es Wahlbezirke gebe, "in denen mehr Wähler gewählt haben, als dort registriert sind". Das sei im Norden, in den Ferienorten und in der Pilgerstadt Maschad.

Also, nichts mit grosser Fälschung. Und die ist sowieso sehr schwierig, denn in jedem Wahllokal sitzen Vertreter der Parteien und überwachen aus Eigeninteresse ganz genau was abläuft.

Was wir erleben ist der Protest des schlechten Verlierers mit seinen Anhängern, die mit einer fix fertigen, vom Ausland gesteuerten Kampagne ausgestattet und aufgestachelt werden. Die westlichen Medien haben den Auftrag diesen Protest so gross wie möglich aufzubauschen und die Meinung der europäischen und amerikanischen Zuschauer in die gewünschte Richtung zu lenken ... wer ist gut und wer ist böse. Kennen wir doch alles von Saddam Hussein.

Das ist schlimm genug, am schlimmsten sind aber die Aussagen der deutschen Bundesregierung, von Merkel und Steinmeier. Was ist eigentlich in sie gefahren? Offensichtlich versprechen sie sich dadurch Pluspunkte beim deutschen Wähler und überbieten sich deshalb in der Beschimpfung des Iran. Haben die alle diplomatischen Regeln vergessen? Ticken die noch richtig? Mit ihrer unverschämten Einmischung in die Politik des Iran, beschädigen sie wie Deutschland im Nahen Osten gesehen wird aufs gröbste.

Sonntag, 21. Juni 2009

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Eines will ich klar stellen, weltpolitisch gesehen, spielt es keine Rolle was die Politiker in Europa entscheiden oder was die Medien hier berichten und welche Meinung die Bevölkerung hat. Die Europäer haben nichts zu sagen und keinen Einfluss, sind völlig machtlos. Wichtig ist nur was in Amerika passiert, was dort die Massen glauben, was dort die Medien berichten und was in Washington entschieden wird.

Die europäische politische Kaste, die Konzernbosse und Medien folgen nur schön brav wie Schafe was von dort als Vorgaben rübergeschickt wird, setzen die Befehle um die sie erteilt bekommen. Europa hat keine Eigenständigkeit, keinen Mut und auch kein Rückgrat, sondern sie sind ein Haufen Duckmäuser, die sich alles gefallen lassen, eine Kolonie der USA. So, dass musste mal gesagt werden.

Wieso sag ich das? Weil alles was in den letzen 60 Jahren stattfand und speziell in den vergangene 10 Jahren passierte, diese Behauptung beweist. Wenn die USA finanziell einen Schnupfen bekommen, dann hat Europa ein Lungenentzündung. Wenn die Märkte an der Wall Street tauchen, dann stürzen sie hier ab. Wenn sie dort hoch gehen, dann folgen sie diesem Trend auch. Wenn Hollywood wieder ein völligen Schrott produziert, dann stürmen wir in die Kinos. Zeigt das TV eine neue amerikanische Serie, sitzen alle vor der Glotze wie die Zombies und schauen sich den Mist an. Jeden Quatsch äffen wir nach und finden es auch noch gut.

Wenn ein Wahlkampf dort stattfindet, dann jubeln die Europär den auserwählten Kandidaten begeistert zu, obwohl sie ihn gar nicht wählen können. Wie blöd muss man sein um das zu tun? Wenn das Pentagon entscheidet Raketen auf europäischen Boden aufzustellen, um Russland damit zu bedrohen, dann wird das ohne Widerstand geduldet. Wenn Washington einen Krieg beschliesst und pfeift, dann können die Europäer nicht schnell genug wie hechelnde Hunde „ja Meister“ sagen und sofort ihre Soldaten für imperialistische Eroberungen ins Gefecht schicken. Amerika kann nur seine Kriege führen, weil Deutschland die Luftwaffenbasis Ramstein zulässt, der grösste Stützpunkt der US Air Force ausserhalb der USA.

Merkel hat im Februar 2003 in einem Artikel für die Wahington Post ausgesagt, sie würde als Kanzlerin eine militärische Beteiligung Deutschlands im Irak beführworten. Der Spiegel titelte damals den Artikel mit der Überschrift "Merkels Bückling vor Bush". Und genau so ist es, seit dem sie Kanzlerin ist, benimmt sie sich wie eine Marionette und Befehlsempfängerin Washingtons, macht alles was die USA will, vertritt nicht die Interessen Deutschlands, sondern fremder Mächte.

Europa ist der Schosshund Amerikas.

Wenn die amerikanischen Medien beschliessen, dieser oder jener ist ein Bösewicht, dieses Land gehört zur Achse des Bösen, dann plappern die europäischen Medien alles 1 zu 1 nach ... so wie jetzt die Hetzkampagne gegen den Iran. Deshalb interessiert mich eigentlich nur was in Amerika über den Iran berichtet wird. Was die Medien hier erzählen ist völlig irrelevant, ist sowieso nur Copy/Paste was über den Atlantik kommt.

Was in Amerika der Bevölkerung über den Iran für ein Bild vermittelt wird, ist sehr wichtig und entscheident, denn damit wird bestimmt ob es Krieg oder Frieden gibt. Offensichtlich ist der Iran das nächste Ziel einer aggressiven Politik und wenn die Mehrheit der Bevölkerung durch die kriegshetzerischen Medien wieder überzeugt wird, die iranische Regierung unter Ahmadinedschad stellt eine Bedrohung dar, oder unterdrückt die Bevölkerung, so wie sie über die Bedrohung des Irak mit Lügen reingelegt wurde, dann ist alles möglich.

Es ist eindeutig, die amerikanischen Medien führen einem hysterische Schmierkampagne gegen die amtierende und gewählte Regierung des Iran. Sie wollen sie stürzen. Sie wollen Ahmadinedschad raus und Moussavi rein. Sie haben nur eine Agenda, egal mit welchen Mitteln, ob Lügen oder Hetze, Ahmadinedschad muss verschwinden. Warum? Dreimal dürft ihr raten. Weil eine gewisse machtvolle Lobby das so will, die welche das Sagen hat. Wenn sie jemand zum Feind erklärt, dann ist dieser erledigt, wird er abgeschossen, basta, so ist es. Saddam Hussein kann im Jenseits ein Lied davon singen.

Ich bin kein Fan von Ahmadinedschad. Das zu unterstellen ist lächerlich. Nur was jetzt abgeht ist eine Schweinerei. Was wir erleben ist die widerrechtliche Einmischung in die politischen Vorgänge eines souveränes Land, was den Amerikanern und uns einen feuchten Dreck angeht. Diese Attacke der US-Medien gegen den Iran, mit der Behauptung, die Wahlen wären gefälscht, wird genau so ohne Beweise geführt wie damals die Lüge, Saddam Hussein hätte Massenvernichtungswaffen.

Das ausgerechnet die amerikanischen Medien sich erdreisten über manipulierte Wahlen im Iran zu echauffieren, ist wirklich der Gipfel der Frechheit, denn es hat mindestens seit dem II. Weltkrieg keine echte und korrekte Wahl in ihrem Land gegeben. Schaut euch alleine was bei der letzten Präsidentenwahl passierte. Da wurden von ACORN (the Association of Community Organizations for Reform Now), die sich unter Anderem für die Registrierung von Wählern einsetzt, doch tatsächlich die Namen von Grabsteinen der Toten abgeschrieben und ins Wahlregister eingetragen. Dann die ganzen Menschen die von der neuen Black Panther Party genötigt und eingeschüchtert wurden, was sie wählen sollen. Dann die manipulierten Wahlcomputer, die Fälschungen der Resultate und und und ... alles damit Barrack Obama ins Weisse Haus kommt.

Und die amerikanischen Medien wollen den Iranern mit erhobenen Zeigerfinger etwas über Wahlfälschung erzählen? Warum kümmern sie sich nicht um den Dreck vor ihrer eigenen Haustür? Warum gehen sie nicht den kriminellen Handlung wie die Wahlen in Amerika schon immer manipuliert werden nach? Warum sorgen sie nicht dafür, dass es endlich mal korrekte Wahlen in ihrem Land gibt? Diese Heuchelei ist nicht zu überbieten.

Ich meine, bei jeder der letzten Präsidentschaftswahlen wurde von Wahlfälschung gesprochen und die Gerichte waren involviert. Haben wir bereits vergessen, dass George W. Bush nur durch Manipulation im Jahre 2000 an die Macht kam, weil sein Bruder, der Gouverneur von Florida, die Zahlen zu seinem Gunsten fälschte? Das oberste Gericht der Vereinigten Staaten war auch ein Teil der Verschwörung, weil Vater Bush die passenden Richter dort platzierte, und sie haben dann die Nachzählung gestoppt. Al Gore verlor.

Gab es da einen Einspruch von Gore? Sind dann Tausende auf die Strasse gestürmt und haben protestiert? Haben die Medien überhaupt was gesagt und das Resultat angezweifelt? Nein. Damals ging es nur um wenige Stimmen Differenz und eine Nachzählung hätte womöglich ein ganz anderes Ergebnis gebracht, Al Gore wäre Präsident geworden.

Im Iran haben wir aber kein knappes Resultat, sondern einen haushohen Sieg von Ahamidejad mit 62,63 Prozent gegenüber 33,75 von Moussavi. Wie soll man diesen grossen Unterschied fälschen, mehr als 11 Millionen Stimmen? So was zu behaupten, ohne einen Funken Beweise vorlegen zu können ist übelste Verleumdung und eine ganz schlimme Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Iran.

In diesem Artikel zeige ich, wie ein Computer-Experte vor eine Kommission aussagt, wie die Wahlcomputer für Bush gefälscht wurden. Und hier ein Beispiel von Vote-Flipping, wo egal was man wählt, die Stimme nur einem Kandidaten zuaddiert wird.

Alle Wahlen in Amerika sind gefälscht und manipuliert, auch die letzte. Das fängt ja schon damit an, dass die Medien im Wahlkampf die Kandidaten bewusst aussortieren und gar nicht zu Wort kommen lassen, wie zum Beispiel Ron Paul. Es wird nur denen einen Plattform geboten, die sie auslesen, die sie als Spitzenreiter bestimmen.

In diesem Artikel zeige ich auf, wie viel Sprechzeit jeder Kandidat bekam. Eine eindeutige Beschneidung der Redemöglichkeit und damit Manipulation und Fälschung des Ergebnisses durch die Medien.

Glaubt ihr wirklich, in Amerika sind Wahlen fair und ehrlich? Also bitte, wie naiv kann man sein. Deshalb jetzt den Moralapostel zu spielen und gegenüber dem Iran eine Lektion über korrekte Wahlen erteilen zu wollen ist der Hohn und unerhört.

Die sollen einfach mit der Dreckschleuder und Hetze aufhören und den Iranern die Situation selber aussortieren lassen. Es geht nur den Iranern etwas an. Was dort passiert ist nicht unsere Angelegenheit, und schon gar nicht die von Amerika, dieses Musterbeispiel der Korruption, Bestechung, Machtgier und Perversität.

Jeder der die Situation im Iran einigermassen kennt weiss, dass die Mullahs das Land wirklich regieren und nicht der iranische Präsident, genau wie die Geldelite der Wall Street dem amerikanischen Präsidenten sagt wo es lang geht. Sind doch beide Marionetten. Im Iran bestimmt der religiöse Wächterrat die Kandidaten und damit die Politik, genau wie in den USA die Council on Foreign Relations die Kandidaten aufstellt, und egal wer gewählt wird, es ist ihr Vertreter. Der Präsident war schon vorbestimmt, da hatte der Wahlkampf noch gar nicht angefangen. Was dann ablief war Show Business, das Vorgaukeln einer Wahlmöglichkeit für das amerikanische Volk. Und dann konnten sie sich sowieso nur zwischen Pepsi und Coca Cola entscheiden.

Und über eine Unterdrückung der Demonstrationen wird auch nur einseitig berichtet. Wenn Saakaschwili die Opposition in Georgien niederknüppelt, wie gerade geschehen, dann hören wir nichts davon. Ist ja auch was anderes. Er ist die Marionette Washingtons, er darf das, Georgien ist schon im Westen einverleibt und ein Satellit. Wenn die politischen Gegner dort sich über einen Mangel an Demokratie beschwehren, sagen er benehme sich wie ein Diktator, tritt die Menschenrechte mit Füssen, dann hört im Westen niemand zu. Kriege darf er auch führen und Menschen ermorden. Diese Doppelmoral Amerikas, der EU und NATO stink zum Himmel.

Was ist mit den arabischen Staaten die ebenfalls Vasallen des Westens sind, wie Ägypten, Jordanien, Saudi Arabien, Kuwait, die Emirate usw. sind das Demokratien, wo korrekte Wahlen ablaufen? Selbstverständlich nicht, aber sie dürfen Diktaturen sein, weil sie zum Team gehören. Da hört man dann nichts, da regt sich keiner auf. Nur bei den Länder die sich nicht dem Westen unterwerfen werden strenge Massstäbe gesetzt, werden Verstösse angeprangert, wird angeklagt, ein riesen Wind gemacht und mit Sanktionen gedroht.

Bei dieser Verleumdungskampagne geht es um ganz etwas anderes. Wer glaubt es geht um Menschenrechte und Demokratie im Iran, der hat null Ahnung über die geopolitische Situation und welche strategischen Machtspiele ablaufen. Der Iran soll destabilisiert und das Volk aufgestachelt werden, damit ein „Regime Change“ passiert. Doch nicht zum Wohle des iranischen Volkes, sondern damit der Iran schwach wird und beidreht. Damit das Land wieder wie zur Zeit des Schah unter westlicher Kontrolle kommt, damit man es ausplündern und versklaven kann.

Wie ich bereits berichtet habe, hat Präsident Bush im Jahre 2007 der CIA den geheimen Auftrag gegeben, Pläne für Propaganda- und Desinformationskampagnen auszuarbeiten, um die iranische Regierung zu destabilisieren und zu stürzen. Eine Bestätigung für die Umsetzung dieses Plans ist die Aussage des ehemaligen pakistanischen Armeegenerals Mirza Aslam Beig, der am Montag den 15. Juni in einem Radiointerview sagte, die CIA hat 400 Millionen Dollar innerhalb des Irans an Oppositionsgruppen verteilt, um eine Revolution zu finanzieren und auszulösen.

Im Interview mit Pashto Radio sagte General Beig, es gibt unbestrittene Geheimdienstinformationen, für eine amerikanische Intervention im Iran. Er sagte: "Die Dokumente beweisen, dass die CIA 400 Millionen Dollar innerhalb des Irans ausgegeben hat, um eine 'Farbrevolution' nach den Wahlen zu inszenieren". Der ehemalige Generalstabchef der pakistanischen Armee sagte weiter, dass die USA die Absicht hat, die Situation im Iran zu destabilisieren und ein pro-amerikanische Regierung an die Macht zu bringen.

Was wir an Bildern aus Teheran sehen, ist eine von der CIA finanzierte und gesteuerte Protestaktion, deshalb auch die perfekt gedruckten Plakate in English welche alle tragen, denn die Slogans sind nicht für die Iraner gedacht, sondern für das westliche, speziell für das amerikanischem Publikum. Bezahlte Agent Provokateure schühren die Gewalt, hetzen die Menschen auf und sorgen für Unruhe. Die Medien haben den Auftrag diese "Revolution" in die gute Stube zu übertragen und die Zuschauer für die Notwendigkeit einer amerikanischen "Demokratisierung" mental vorzubereiten. Was das bedeutet wissen wir ja.

Washington will eine korrupte und hörige Regierung dort installieren, die nach ihrer Pfeife tanzt. Dieses Geschwafel über Freiheit, Menschenrechte und fairen Wahlen ist doch gelogen. Das wird doch nur den leichtgläubigen Gutmenschen im Westen erzählt, und sie fallen wieder darauf rein. Washington hat genau so wenig Interesse aus dem Iran ein Demokratie zu machen, wie sie aus dem Irak oder Afghanistan eine machen. Die Länder liegen in Trümmern, die Menschen leben seit den Angriffskriegen und Invasion im Chaos, nichts funktioniert unter der US-Besatzung, es wird nichts aufgebaut und repariert, sondern nur zerstört. Genau das gleiche blüht dem Iran.

An der schlechten Lebenssituation der iranischen Bevölkerung ist doch der Westen alleine schuld. Wie kamen denn die Mullahs überhaupt an die Macht? Wieso gab es eine vom Volk gestütze islamische Revolution? Doch nur weil Amerika durch einen Staatsstreich den demokratisch gewählten Präsident Mossadegh 1953 entfernte und dafür den Schah als Diktator einsetze. Die CIA führte diesen Putsch als Operation Ajax durch. Die Terrorherrschaft des Schah gegen das Volk, aber zum Vorteil der westlichen Ölkonzerne, war die Vorraussetzung für die Übernahme durch die Religiösen im Jahre 1979.

Das hat dem Westen nicht gepasst, deswegen wurde Saddam Hussein dazu gebracht ab 1980 acht Jahre lang einen Krieg gegen den Iran zu führen. Der Irak wurde von Amerika mit Waffen versorgt, die das ganze Spektrum von atomaren, biologischen und chemischen Kampfstoffen sowie Raketentechnologie umfasste. Damit wurden 500'000 Iraner getötet! Jede Familie im Iran hat ein Opfer des Krieges zu beklagen und sie wissen wer dafür verantwortlich ist, nämlich Amerika. Das Land wird auch seit Jahrzehnten boykottiert, alle wichtigen modernen Technologien, Maschinen und Waren werden dem Land vorenthalten, unter dem hauptsächlich die iranische Bevölkerung bis heute leidet.

Wir sehen, der Westen hat sich immer schon eingemischt, hat Regierungen gestürzt, Kriege geführt, Massenmord begangen, das Land erpresst und die Menschen verarmen lassen, alles nur aus strategischen und wirtschaftlichen Gründen, und macht es jetzt wieder.

Wie können die Politiker in Amerika und Europa deshalb überhaupt es wagen so zu tun, wie wenn jetzt das Wohlergehen der Iraner ihnen am Herzen liegt und sie sich für ihre Rechte einsetzen. Heuchlerischer kann man wirklich nicht sein.

Ein wirkliche Verbesserung der Situation im Iran kann nur von Innen her kommen, ohne Einmischung des Westen. Sie müssen selber die Probleme lösen, in Souveränität und Selbstbestimmung, und nicht wenn wir unsere pervertierte Kultur des Konsums und verdrehten Moralvorstellung aufzwingen. Wenn wir wirklich für das iranische Volk was tun wollen, dann müssen wir sofort die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran verlangen. Durch diese Öffnung muss die Regierung nicht mehr dauernd in einer Verteidigungsposition sein, kann dadurch mehr Wohlstand bieten und liberaler werden.

Die Forderung von Frau Merkel, die Stimmen im Iran nachzuzählen, ist ein eklatantes Beispiel einer fremden Einmischung in die inneren Angelegenheit des Iran, ein feindseliger Akt, der an die Kolonialzeit erinnert und ein Verstoss gegen internationales Recht ist. Im Iran kann das Volk den Präsidenten wenigstens direkt wählen. In Deutschland nicht, weder den Präsident noch den Kanzler. Wer ist fortschrittlicher und kann dem anderen was über Demokratie erzählen? Die deutschen Politiker würden es sich strengstens verbitten, wenn Ahmadinedschad nach der Bundestagswahl dazu auffordern würde, die Stimmen nachzuzählen, weil er der Meinung ist, die falsche Partei ist der Sieger und die Wahlen sind deshalb gefälscht.

Die iranischen Behörden haben ja angekündigt, eine Prüfung des Wahlergebnisses durchzuführen. Bevor man voreillige Schlüsse zieht, sollte man erst in aller Ruhe das Resultat abwarten, statt gleich loszuschreien. Möglicherweise finden sie Unregelmässigkeiten, aber das wird nicht das Ergebnis an sich gross ändern. Dafür sind die Zahlen zu eindeutig. Gibt es in Deutschland nicht auch nach jeder Wahl Beschwerden beim Bundeswahlleiter? Musste nicht 2008 in Bremen bei der Bürgerschaftswahl eine Wahlwiederholung angeordnet und durchgeführt werden, mit Änderungen in der Sitzverteilung?

Deswegen, halten wir uns da raus, hören wir auf gegen den Iran Krieg zu führen, und kümmern wir uns um unsere eigenen Probleme, die gross genug sind. Sorgen wir für faire Wahlen und Demokratie bei uns, bevor wir mit dem Finger auf andere zeigen. In Deutschland haben 134.014 Menschen gegen die Internetzensur unterschrieben. Nicht gerade wenig. Dieser Volkswillen wird von der Politik ignoriert und sie haben das Zugangserschwerungsgesetz trotzdem beschlossen. Merkel setzt sich scheinheilig für die Meinungsfreiheit im Iran ein, gleichzeitig tut sie und ihre Regierung alles um diese in Deutschland zu unterdrücken.

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Samstag, 20. Juni 2009

Kissinger droht dem Iran mit Regimewechsel

Im Gespräch mit der BBC verrät Henry "der Massenmörder" Kissinger die Aussenpolitik Amerikas. Er sagt, die USA wird nicht in der aktuellen Situation eingreifen, aber sollte der Umsturz misslingen und eine Regierung auf "populärer Basis" nicht installiert werden können (die er will), dann "werden wir vielleicht beschliessen, dass wir von Aussen an einem Regimewechsel im Iran arbeiten müssen".

Beachtet wie der Journalist seine Augenbrauen erhöht als Kissinger das Wort "Regime Change" ausspricht.

Das Wort "Regimewechsel" im amerikanischen Verständnis ist die Beschreibung für einen Angriffskrieg mit Einmarsch und gewaltsamer Entfernung der Regierung, so wie es schon oft praktiziert wurde ... wie mit Saddam Hussein im Irak.

Der Experte für Staatsstreiche Kissinger (Chile) bestimmt die Aussenpolitik Amerikas und deshalb ist diese Kriegsdrohung gegen ein souveränes Land ernst zu nehmen.

Freitag, 19. Juni 2009

Wie die Medien die Berichterstattung über den Iran fälschen

Die westlichen Medien wiederholen penetrant die Behauptung, die Wahlen im Iran sind gefälscht, zeigen Bilder von Demonstrationen der Opposition, dabei fälschen sie selber die Berichterstattung. Hier zeig ich euch ein Beispiel wie die Vorgänge im Iran mit manipulierten Fotos falsch dargestellt werden.

Die LA Times zeigt ein Bild einer Pro-Ahmadinedschad Demonstration und man sieht er winkt von der Bühne seinen Anhängern zu:


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Eine andere Aufnahme aus gleichen Blickwinkel, die selbe Menschenmenge, Hintergrund, Gebäude, Bäume ... aber die BBC zeigt Ahmadinedschad nicht und sagt es wäre eine Pro-Moussavi Demonstration, ... eine komplett falsche Darstellung. Das Foto wird untertitelt mit der Beschreibung:

"Anhänger von Mir Hossein Moussavi trotzen dem Demonstrationsverbot".


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Ach so, es gibt auch Massendemonstrationen FÜR!!! Ahmadinedschad. Ich hatte den Eindruck aus unseren Medien, das ganze iranische Volk ist gegen ihn. Und es werden sogar Bilder dieser Menschenmenge benutzen um uns glauben zu lassen, es sind seine Gegner. Sagenhaft diese Verarsche!

Nach Protesten aufmerksamer Leser des Blogs von Mike Rivero hat die BBC den "Fehler" zugegeben und entschuldigt sich dafür in diesem Artikel.

Wie seriös und zuverlässig sind die Qualitätsmedien (lach) und welche "Fehler" machen sie noch die nicht auffallen?