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Rahmenbedingungen für Veröffentlichung des Bieterverfahrens werden erarbeitet
Delmenhorst unterzeichnet Kaufvertrag für "Hotel am Stadtpark"
Delmenhorst kann aufatmen: Das Ringen um das "Hotel
am Stadtpark" hat ein Ende, die Gefahr eines "Schulungszentrums" für
Rechtsextremisten ist endgültig gebannt. Am 21. Dezember 2006 wurde ein
Kaufvertrag zwischen der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) und
dem bisherigen Besitzer der Innenstadt-Immobilie, Günter Mergel,
beurkundet.
Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft hat das Hotel
einschließlich Inventar für drei Millionen Euro gekauft. Der Erwerb war
nur durch ein einmaliges Bürgerengagement möglich geworden, denn knapp
ein Drittel des Kaufpreises wird aus Spenden aufgebracht.
Sie wurden gesammelt, nachdem der rechtsextreme
Hamburger Anwalt Jürgen Rieger im August sein Interesse an dem Hotel
bekundet hatte. Rieger wollte 3,4 Millionen Euro für das Gebäude in der
Nähe von Rathaus und Stadtzentrum zahlen.
Die Stadt hat das "Hotel am Stadtpark"
für 3 Millionen Euro erworben - die Vorstellungen der Bevölkerung zur
zukünftigen Nutzung sollen jetzt ermittelt werden.
"Wir sind stolz und erleichtert", sagt
Oberbürgermeister Patrick de La Lanne nach der Vertragsunterzeichnung.
Die Stadt habe den Marathonlauf gegen die Nazis und deren Absichten
gewonnen, meinte de La Lanne.
Mit dem geglückten Abwehrkauf ging ein monatelanges
Tauziehen um das Hotel zu Ende. Die Verhandlungen mit Hotelbesitzer
Mergel waren sehr schwierig und wurden teilweise mit Hilfe eines
Vermittlers geführt. GSG und Mergel verhandelten seit Anfang Oktober
2006 über den Kauf, nachdem der Rat der Stadt Delmenhorst eine
entsprechende Entscheidung gefällt hatte.
Die Zukunft der seit Jahren leer stehenden Immobilie
ist noch unklar. Über ihre weitere Nutzung sollen die Bürger bestimmen.
"Die Bürgerbeteiligung steht für uns an erster Stelle", sagt
Oberbürgermeister de La Lanne.
Ein von der Gesellschaft für Stadtentwicklung aus
Bremen organisiertes erstes Bieterverfahren für das "Hotel am
Stadtpark" wurde Anfang September 2007 eröffnet. Die Veröffentlichung
des Bieterverfahrens musste jedoch zwischenzeitlich wieder
zurückgenommen werden, da noch einige Modifikationen der
Aufgabenstellung erforderlich wurden und gegenwärtig abgestimmt werden.
Die Rahmenbedingungen der Aufgabenstellung werden gegenwärtig
überarbeitet.
Demnach werden Investoren nicht nur für das Hotel,
sondern für den Gesamtkomplex einschließlich Delmeburg und Delmehalle
gesucht. Grundlage sollen die Ergebnisse der Bürgerarbeitsgruppen sein.
Fest steht: Für die Finanzierung stehen keine öffentlichen Mittel zur
Verfügung. Eine erneute Veröffentlichung wird in Kürze erfolgen.
Nach Abgabe der Angebote soll eine siebenköpfige
Jury den Favoriten auswählen. Für den Vorsitz der Kommission konnte der
renommierte Bremer Architekt Manfred Schomers gewonnen werden. Außerdem
gehören die Fraktionsvorsitzenden von CDU (Heinz Stoffels) und SPD
(Susanne Mittag) der Jury an. Noch nicht entschieden worden ist, welche
beiden Vertreter vom Projektbeirat dabei sind und welches Duo die
Verwaltung und die städtische Wohnungsbaugesellschaft GSG entsenden.
Treuhandkonto (letzter Stand): 944.751,10 Euro
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