Münchner Nationalisten im Fall „Mannichl“ festgenommen
Veröffentlicht am 18. December 2008
Der Mordversuch an dem Passauer Polizeidirektor, Alois Mannichl, nimmt in Sachen Repression immer eigenartigere Züge an. Wie die sensationsgeile Besatzerpresse bereits freudig berichtet, wurden ein 33-jähriger „Rechtsextremist“ und eine 22-jährige Münchnerin festgenommen. Dabei handelt es sich um einen Kameraden der Freien Nationalisten München und dessen Ehefrau. Nach Angaben unseres sofort verständigten Rechtsanwalts André Picker aus Dortmund wurden die beiden am Dienstag als Zeugen und am nächsten Tag als Tatverdächtige gehandelt.
Ich selbst wurde am Dienstabend gegen 21 Uhr von Polizeibeamten der Mordkommission Passau vor meiner Wohnung festgenommen und in Handschellen in die Drei-Flüsse-Stadt gefahren. Zuvor erklärte ich, daß ich mit der Tat nichts zu tun habe und auch zu keiner DNA-Abgabe bereit bin. Nach einer Leibesvisitation sperrte man mich über Nacht in die Gewahrsamszellen der Kriminalpolizeiinspektion Passau.
Am Mittwochvormittag wurde ich durch die Mordkommission einem Oberstaatsanwalt sowie einem Richter des Amtsgerichts Passau zur Zeugenaussage vorgeführt. Ich sagte die Wahrheit und entlastete damit das Ehepaar. Am Samstag zur Tatzeit waren meine Freundin und ich mit dem Druck von Flugblättern und der Vorbereitung eines Redebeitrags zur am gleichen Tag stattfindenden Jahresabschlußfeier der „Freien Kräfte Erding“ beschäftigt. Das Aktivisten-Ehepaar bereitete zeitgleich eine Bildpräsentation vor. Eigentlich war vorgesehen, daß wir zusammen mit unseren anderen Aktivisten durch die öffentlichen Verkehrsmittel nach Erding gelangen. Da wir aber mit unseren Präsentationsvorbereitungen unter Zeitdruck standen, entschlossen wir uns kurzfristig, mit meinem Auto zur Veranstaltung zu reisen. Gegen 18 Uhr holte ich die beiden angeblich Tatverdächtigen vor ihrer Wohnung in München-Sendling mit meinem Auto ab und wir fuhren gemeinsam zum Treffpunkt in Erding. Die Jahresabschlußfeier nahm wie geplant ihren Lauf. Nachdem die „Freien Kräfte Erding“ ihre Präsentation durchgeführt hatten, waren der beschuldigte Ehemann und ich an der Reihe um über die nationale Politik in München im Kampfjahr 2008 zu berichten. Gegen 22 Uhr stürmten über 30 Polizeibeamte in den Saal und führten umfangreiche Personalienfeststellungen durch. Außerdem versuchten die allgegenwärtigen „Gesetzeshüter“ Aussagen zur Veranstaltung herauszupressen. Dabei äußerte der Erdinger Staatsschutzbeamte Hans L. gegenüber dem jetzt beschuldigten Kameraden, daß unsere PKW-Besatzung bereits ab München observiert wurde. Wieso also die Aufregung, wenn die Polizei doch weiß, daß wir eine halbe Stunde nach der Tatzeit zusammen im fast 200 Kilometer entfernten München unterwegs waren? Wie soll die führerscheinlose Kameradin und Ehefrau erst um 17.30 Uhr Herrn Mannichl in Fürstenzell bei Passau abgestochen haben und um 18 Uhr in mein Auto eingestiegen sein? Und wo kommt auf einmal das Fahrzeug der beiden her, mit dem sie binnen einer halben Stunde nach München geflitzt sein sollen? Um genauer zu werden: Das tatverdächtige Ehepaar hat nicht mal ein Auto!
Nach meiner Aussage wurde ich am Mittwochnachmittag auf freien Fuß gesetzt. Mein Mobilfunkgerät wurde beschlagnahmt. Zur selben Zeit wurden weitere Aktivisten unserer Gruppe zur Vernehmung in das Polizeipräsidium München in die Ettstraße verbracht. Meine Freundin wurde zeitweise auch vorläufig festgenommen. Wie mir die Redakteurin einer bekannten Tageszeitung eben mitteilte, werde ich mittlerweile beschuldigt, ein falsches Alibi gegeben zu haben. Möglicherweise werde ich in Kürze also wieder festgenommen.
Dieses ganze Theater ist doch nur dazu da, um massive Repression gegen den nationalen Widerstand auszuüben. Trotzdem weichen wir nicht von unserer Meinung ab, daß Polizeidirektor Mannichl diesen Anschlag vielleicht sogar provoziert hat. Wir sagen es immer wieder: Die Freien Nationalisten München lehnen Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele strikt ab. Mitleidsbekundungen für Mannichl sind von unserer Seite dennoch nicht zu erwarten.
Zur Stunde sitzen die beiden tatverdächtigen Kameraden noch in Passau fest. Ob mit ihrer Freilassung noch am Mittwoch zu rechnen ist, wissen wir nicht. Darüber gibt es widersprüchliche Aussagen. Wir werden diese ganz offensichtliche Repression nicht unbeantwortet lassen und dagegen auch öffentlichkeitswirksam entgegentreten. Dazu werden wir bis zum Wochenende aktionistische Möglichkeiten konkretisiert haben. Fakt ist, daß wir das Treiben von Innenminister Joachim Herrmann und seinen Kollegen als schäbig empfinden. Nachdem das neue bayerische Versammlungsgesetz nicht dazu in der Lage ist uns wirksam einzuschüchtern, wird nun der Mordanschlag auf Polizeidirektor Mannichl dazu mißbraucht, um eine Repressionswelle loszutreten. Nicht die angebliche Gewalt von „rechts“ hat eine „neue Qualität“, sondern die Willkür gegen volkstreue Deutsche.
Beschluß über die Beschlagnahme des Mobilfunkgeräts
Bescheinigung über die Beschlagnahme des Mobilfunkgeräts
Für Rückfragen stehen die Freien Nationalisten München unter 0151 - 189 00 471 zur Verfügung.
Philipp Hasselbach





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