München - Januar - Mittwoch - 14.01.2009 - 14:30 Uhr - Wie oft gelesen: 79
Dritter Prozeßtag gegen Horst Mahler in München

Auch am dritten Prozesstag von Horst Mahler füllte sich der Zuschauerraum wieder mit Vertretern der Freien Nationalisten München sowie Kameraden anderer nationaler Gruppen. Nach Eröffnung der Sitzung wurden wir Zeugen, wie das Gericht unter Richter Rieder sämtliche Beweisanträge, welche Horst Mahler in den ersten beiden Prozesstagen gestellt hatte, ablehnte. Haupttenor dieser Ablehnungen war die Unantastbarkeit des Holocausts, welcher in der BRD nicht angezweifelt werden darf. Ferner lehnte man auch Gutachten von seriösen Historikern zum Thema "Gaskammern" ab, weil diese aus dem Ausland stammen. Hier legte Horst Mahler Widerspruch ein, da seine Pflichtverteidigerin keinerlei Möglichkeiten bekommen hatte, die Beweisanträge im so genannten "Selbstleseverfahren" einzusehen.

Nachdem Richter Rieder auch den letzten Beweisantrag der Verteidigung abgelehnt hatte, wurde eine Videoanlage aufgebaut. Dies entpuppte sich allerdings zu einem größeren Problem für Richter und Justizangestellte und so verzögerte sich der Prozess etwas. Das führte dazu, dass es eine gewisse, aber auch natürliche, Unruhe durch leise Gespräche im Bereich der Prozessbeobachter gab. Der angespannte und übernervöse Vorsitzende verstand dies allerdings als Missachtung des Gerichts und drohte allen anwesenden Besuchern mit Ordnungsgeldstrafen bzw. sogar mit Ordnungshaft. Auch wurden zwei nationale Aktivistinnen von der Staatsanwältin namentlich erfasst. Das stellte allerdings lediglich eine Drohgebärde des Systems dar, hatten diese beiden doch gar nichts von sich gegeben.

Nachdem die Videoanlage endlich funktionsbereit war, wurde die - von Horst Mahler verbreite - DVD mit dem Namen "Die kurzen Beine der heiligen Lüge" angesehen. Als die DVD zu Ende war, wurde dem angeklagten Rechtsanwalt Mahler noch auferlegt, dass er seine Beweisanträge bis einschließlich 28. Januar 2009 in schriftlicher Form einzureichen hat, weil ihm ansonsten eine Anklage wegen Prozessverschleppung droht. Prompt reichte Mahler einen mit 89 Anträgen gefüllten Sammelbeweisantrag und als Bonus noch mehrere Einzelanträge ein. Nach dieser erneuten Einschränkung der Verteidigungsmöglichkeit Mahlers, war der heutige Prozesstag nach rund zwei Stunden auch bereits wieder zu Ende.

So nutzten wir die eingeplante Zeit noch für ein ausführliches, ideologisches Gespräch mit Horst Mahler. Beim Mittagsessen in der Cafeteria des Gerichtsgebäudes schilderte uns Mahler seine Sicht der Dinge in vielen weltanschaulichen Bereichen. Nach einem interessanten Gespräch verabschiedeten wir uns von Horst Mahler und warten mit Spannung auf den nächsten Prozesstag am 3. Februar 2009. Er beginnt um 9 Uhr vor dem Landgericht München II (Raum 266), nähe U-Bahnhof Stiglmaierplatz.


Horst Mahler und Philipp Hasselbach nach dem dritten Verhandlungstag


» Kommentare deaktiviert» von H. Amas