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18. Jan 2009, 16:21 Uhr
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Fall Mannichl: Neue Panne der Ermittler

Haben ein Alibi vom Staatsschutz: Das Neonazi-Paar Manuel und Sabrina H.
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  • Foto: Mike Schmalz
Die Ermittler haben im Fall Mannichl scheinbar erneut gepatzt: Das verdächtige Neonazi-Paar hatte ein Alibi - vom Staatsschutz. V-Männer hatten bestätigt, dass sie die beiden Verdächtigen zum Tatzeitpunkt mehrmals auf einem Neonazi-Treffen in Erding gesehen hätten.
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PASSAU  -  Die Pannen bei den Ermittlungen im Fall Mannichl reißen einfach nicht ab. Ein Münchner Neonazi-Paar, das tagelang unter Tatverdacht in U-Haft saß, hat nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ von ungewöhnlicher Seite ein Alibi bekommen: V-Männer des Verfassungsschutzes haben demnach bestätigt, dass Manuel und Sabrina H. bei einem Neonazi-Treffen in Erding waren, als der Passauer Polizeichef Alois Mannichl an seiner Haustür in Fürstenzell niedergestochen und schwer verletzt wurde.

Völlig unnötigerweise liefen die Ermittlungen tagelang in eine falsche Richtung, dabei hätte ein Anruf beim Amt für Verfassungsschutz in München Klarheit gebracht: V-Männer des Geheimdienstes waren Manuel und Sabrina H. am Tattag, dem 13. Dezember, auf einem Treffen der rechten Szene in Erding über Stunden hinweg immer wieder über den Weg gelaufen, berichtet heute der „Focus“.

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Auch dem Staatsschutz der Polizei lagen bereits kurz nach dem Attentat entsprechende Informationen vor. Die Polizeidirektion Erding hatte sogar noch am selben Wochenende mitgeteilt, dass unmittelbar nach dem Angriff auf Mannichl Beamte ein Treffen von Neonazis überprüft und die Personalien aller Anwesenden festgehalten hätten.

Die Männer, nach denen gefahndet wurde, existieren offenbar nicht

Auch im Umgang mit einer Zeugin bewiesen die Passauer Ermittler wenig Fortune: Wie der „Spiegel“ berichtet, habe es von Anfang an Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Frau gegeben. Trotzdem habe man ihren Angaben Glauben geschenkt und entsprechend Phantombilder von zwei Verdächtigen veröffentlicht: einem Mann mit einem grünen Schlangentattoo am Hals und einem anderen mit einem tätowierten Kreuz auf der Wange. Inzwischen gehen die Ermittler laut „Spiegel“ offenbar davon aus, dass die beiden Männer nicht existieren.

Das Opfer: Alois Mannichl.
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Foto: ddp

Das LKA hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Auch Beamte der Münchner Mordkommission wurden nach Passau geschickt. Münchner Gerichtsmediziner sollen außerdem klären, ob der Stich tatsächlich so erfolgte, wie Alois Mannichl sagt. Demnach hat er mit dem Messer im Bauch den Täter sogar noch verfolgt und sich dann die Klinge selbst aus der Wunde gezogen.

rah

Leser Kommentare
  • von Fleischbeschau vor 3 Stunden
    Vermutlich hat der Polizeikommandant sich beim Entbeinen von Fleisch fürs Abendmal gestochen, also könnte DNA von Geflügel oder Lamm/Schwein/Rind oder gar Wild auf der Klinge! zu finden sein?antworten
  • von Aufklärer vor 3 Stunden
    Solange wir eine Presse haben die nicht mehr das Schreibt was eigentlich ihre
    Aufgabe wäre, solange wird sich in Deutschland nichts ändern!
    Ohne Rücksicht sollte die Presse Schreiben was das Volk denkt. Ich frage mich
    was wir für Ermittler und Staatsanwälte haben?
    Wenn es in der einen Richtung nicht weiter geht müßen doch andere Motive zu
    finden sein!
    Da es kein NPD Anschlag war kann es nur andere Gründe geben.
    antworten
  • von Ferdl vor 6 Stunden
    Halt!
    Nicht vergessen!
    Wahrscheinlich ist vor drei bis vier Wochen ein tendenziell deutschfreundlicher Mensch an seinem Haus vorbei gegangen.
    Das rechtfertig durchaus den Verdacht, daß braune Horden über ihn hergefallen sind.
    Dieses Lügengespinst wird sich so schnell nicht entwirren.
    Zumindest nicht für die Leser.
    Denn die Gefahr der braunen Horden muß aufrecht gehalten werden.
    Und da Ausländer in Deutschland ja keinerlei Kriminalität abliefern muß man seine Feinde woanders suchen.
    Krank!
    antworten
  • von Paul vor 6 Stunden
    vergesst den Mist mit der Beziehungstat.

    Es spricht fast alles dafür, dass sich Mannichl die Verletzung selber zugezogen hat und praktisch nichts dafür, dass sich es auch nur annähernd so abgespielt hat wie Mannichl behauptet.

    Am schlimmsten am Fall Mannichl fand ich das Versagen der kompletten deutschen Presselandschaft. Mir zumindest war bereits klar nach den ersten Meldungen, dass an der Geschichte etwas faul sein muss.

    Alleine schon dieser angebliche Spruch des "Neonazis" vom Gräbertrampeln und dem nationalem Widerstand, bevor der Messerstecher mit dem zufällig vergessenem Messer zustach. Und niemand hört etwas (um 17.30!) , Mannichl hat keine Chance durch Schreie oder Rufe auf sich aufmerksam zu machen. Dann war schnell klar dass es keine DNA Spuren am Tatort und an der Tatwaffe gab, dann die Geschichte mit den Tätowierungen usw...

    Jeder Mensch mit nur ein wenig gesundem Menschenverstand hätte hellhörig werden müssen. Aber gesunder Menschenverstand scheint im ach so tapferen Spiel im "Kampf gegen Rechts" nicht gefragt.

    Dann gibt es (wie bei eigentlich jedem Fall von angeblicher ´"Nazigewalt" der letzten Jahre) einen kleinen Vierzeiler in dem steht das alles nur erfunden war oder die Sache verläuft im Sande.

    Wirklich traurig, was für eine feige Presselandschaft wir in Deutschland haben...
    antworten
  • von Marc vor 12 Stunden
    Ich fass es nicht!!! Ich kanns nicht mehr hören! Eine Frechheit, daß man einem Subjekt wie diesem Mannichl überhaupt noch in der Zeitung Aufmerksamkeit schenkt! Erbärmliche Redakteure kann ich da nur sagen. Da könntet ihr genauso von eurem WC daheim berichten, is genauso interessant....antworten
  • von KurtiM. vor 15 Stunden
    Ich frage mich, was an dieser Geschichte neu ist. Das das Paar aus München am Tattag unter Kontrolle des Verfassungsschutzes befand, war auf den Foren der Neonazis schon vor Wochen zu lesen. aber nur weil es der CSU-treue Focus noch nicht berichtet hatte, ist es jetzt eine Neuigkeit und alle anderen Medien haben nichts besseres zu tun, als das abzuschreiben. Wo sind die Journalisten, die noch selbst recherchieren?antworten
  • von Nachdenklicher vor 16 Stunden
    Münchner Gerichtsmediziner sollen außerdem klären, ob der Stich tatsächlich so erfolgte, wie Alois Mannichl sagt.

    Erst sagt Herr Mannichl aus, das alles so schnell ging das er keine genaue Täterbeschreibung abgeben kann und jetzt kommt raus das er dem Täter sogar noch hinterher gelaufen ist

    Langsam wird es eng für unseren Helden von Fürstenzell
    antworten
  • von Bernhard R vor 17 Stunden
    Das ist doch kaum zu glauben.
    Das staatliche Organ Verfassungsschutz observiert 2 Bürger und weiß daher, daß diese zum angeblichen Tatzeitpunkt nicht in Fürstenzell waren.
    Das zweite staatliche Organ Staatsschutz verfügt kurz nach dem "Attentat" über entsprechende Informationen.
    Dennoch werden 2 unschuldige Bürger verhaftet und tagelang inhaftiert.
    Dies ist ein unglaublich verwerflicher Angriff auf den Rechtsstaat. Die handelnden Personen in den entsprechenden staatlichen Organisationen müssen auf das Strengste bestraft werden. Sie zerstören den Glauben in Demokratie und Rechtstaatlichkeit.
    Der bayerische Ministerpräsident und sein Innenminister haben den Vorfall dazu benutzt, bevor irgendwelche starken Indizien zu einer Täterschaft vorliegen, eine unglaubliche Hetzjagd gegen eine ihnen mißliebige Partei zu beginnen.
    Wenn Seehofer und Herrmann auch nur einen Funken Anstand und Ehrgefühl hätten, würden sie zurücktreten.
    Aber wird werden wohl bis zum St. Nimmerleinstag auf den Rücktritt dieser "Herren" warten müssen.
    antworten
  • von Hobbyfahnder vor 17 Stunden
    Und was passiert nun mit der sogenannten Zeugin? Wird gegen sie ermittelt wegen vorsätzlicher Falschaussage und Falschbeschuldigung? Oder darf man nach Belieben andere Leute einer Straftat bezichtigen? Ich vermute ja, solange es sich um Personen mit rechter Gesinnung handelt.

    Da werden zwei Leute unschuldig für eine Woche ihrer Freiheit beraubt, obwohl der Polizei die Fakten bekannt waren. Aber was gibt es für einen Aufschrei, wenn linksextremistische Randalierer mal für ein paar Stunden in einem Polizeikessel festgehalten werden.

    Naja, die übliche Heuchelei der gutmenschlichen Journalisten eben.
    antworten
  • von Angela vor 18 Stunden
    Vieles leuchtet mir nicht ein. Laut sämtlichen Presseberichten befand sich kein fremdes DNA auf der Tatwaffe, ein Messer aus dem Haushalt der Mannichels. Auch erfolgte der angeblich lebensbedrohliche Stich eineinhalb cm unterhalb des Rippenbogens. Unter diesen Umständen wie kann der Täter dann einwandfrei identifiziert werden?antworten
  • von Ungläubiger vor 18 Stunden
    Wenn ich den Artikel so lese frage ich mich warum es Leute gibt die sich über das Moto der NPD-Demo aufgeregt haben. Hier liesst man eindeutig von Polizeiwillkür.
    Aber im Kampf gegen Rechts ist ja alles möglich
    antworten
  • von fauno vor 18 Stunden
    Bin gespannt, wieviele Umwege und Irrwege die Polizei noch macht, um dann doch noch eine ganz banalen Beziehungstat "einzugestehen".
    Aber - wie Mannichl schon sagte: Solche Taten aufzuklären kann Jahre dauern.
    antworten
  • von Axel vor 18 Stunden
    Ja Bertl, Ausländerkriminalität ist ein politisches Tabuthema. Linke dürfen immer randalieren und Polizisten angreifen. Laut Mainstreammedien haben wir nur mit der Klimaerwärmung und der "Gefahr von Rechts" ein Problem.
    Und nach hysterischen Überreaktionen und Demonstrationen hat man den Salat ...
    antworten
  • von Axel vor 18 Stunden
    Ja Bertl, Ausländerkriminalität ist ein politisches Tabuthema. Linke dürfen immer randalieren und Polizisten angreifen. Laut Mainstreammedien haben wir nur mit der Klimaerwärmung und der "Gefahr von Rechts" ein Problem.
    Und nach hysterischen Überreaktionen und Demonstrationen hat man den Salat ...
    antworten
  • von Holzmichel vor 18 Stunden
    Hallo, also ich gleube diesem feinen Herrn Mannichl rein gar nichts. Seit dem angeblichen Attentat hat er versucht die Ermittlungen zu blockieren, hat aus dem Krankenzimmer heraus PK's gegeben und Interviewwünsche verschiedener Boulevardmagazine erfüllt. So verhält sich kein Opfer einer Straftat. Aber wie so oft, Mittwaida läßt grüßen, werden sofort mal Kinder mit Kerzen ausgestattet und eine Demonstration gegen rechts organisiert, im Zeichen grüner Banner. Ich glaube die Wahrheit wird nie mehr ans Licht kommen, da dies für gewisse Kreise um Herrn Herrmann und seinen Amigobrüdern wie dem Seehofer Horst, nicht genehm ist. Aber vieleicht nennt man ja wenigstens die SOKO um, SOKO Räuberpistole, SOKO Holzmichel oder auch SOKO Maddie.antworten
  • von Bert vor 18 Stunden
    Münchner Gerichtsmediziner sollen außerdem klären, ob der Stich tatsächlich so erfolgte, wie Alois Mannichl sagt.

    Es wird langsam eng für unseren Helden von Fürstenzell !
    antworten
  • von NeoNazi Paar? vor 18 Stunden
    was soll eigentlich diese ungeheuerliche Beleidigung das die beiden Eheleute Neonazis sind ? Wer sich für Deutschland einsetzt ist ein Neonazi? wie krank ist denn so eine Hetze gegen deutschfreundliche junge Leute !

    Naja so wird die Abendzeitung und die CSU weiter an Sympatie verlieren !
    antworten
  • von holz61 vor 19 Stunden
    Das ist ja sowas von peinlich ! Schade daß Herr Tappert alias Derrick nicht mehr lebt, der war einfach toll, klärte jeden Fall auf.antworten
  • von Sindykatze vor 19 Stunden
    Es überrascht mich, daß die AZ einen solchen Artikel schreibt. Der ist ja direkt neutral
    und ohne jegliche Stimmungsmache. So sollte Berichterstattung immer aussehen, damit der Leser sich seine eigene Meinung bilden kann.
    Zum Fall Mannichl nur soviel, es wundert mich nicht.
    Frage, was sind die Hintergründe, die Motive. Da hängen doch noch mehr Leute drin, denn es wurden falsche Spuren gelegt.
    Glauben kan man in diesem Fall gar nichts mehr, auch nicht der Polizei.
    antworten
  • von Herbert Teuber vor 20 Stunden
    Das Ganze stinkt bis zum Himmel!antworten
  • von G.Kicher vor 20 Stunden
    Das wird ja immer lustiger:

    "Demnach hat er mit dem Messer im Bauch den Täter sogar noch verfolgt und sich dann die Klinge selbst aus der Wunde gezogen."

    Ein Messerstich 1 1/2 Zentimeter vom Herz entfernt und dann noch 'ne wilde Verfolgungsjagd mit dem Täter durch Füstenzell, oder was?

    RAMBO 5
    antworten
  • von Bertl vor 20 Stunden
    Bin echt gespannt was da noch alles rauskommt. Am Ende wars dann vielleicht doch ein Familiendrama und nichts anderes. Aber Hauptsache es waren gleich wieder alle beim demonstrieren.
    Mich würde mal interessieren wie viele auf die Straße gegangen wären, wenn es von Anfang an geheißen hätte, dass der Täter dem Linken-Szene zugerechnet wird oder dass es sich gar um einen Ausländer handeln würde. Vermutlich kein Mensch.
    • von Paul vor 6 Stunden
      So eine Demo wäre ja von Anfang an "verboten" wurden...

      Tapfere "Gegen Rechts" Demos dagegen werden meist direkt von staatlichen Stellen unterstützt, indem z.B. die Stadtverwaltung Hotlinekosten übernimmt und jede Menge "manpower" zur "erfolgreichen" Durchführung stellt.

      War selbst mal auf so einer Demo als Zuschauer, Lokalpolitiker aller Fraktionen standen friedlich neben tapferen Antischfaschisten die lautstrak "Ein Baum, ein Strick, ein Nazigenick" skandierten.

      Ich sprach sowohl die "Politiker" als auch die Polizeiführung an, diese Hetzerei sofaort zu unterbinden, ich wollte nicht dass es möglich ist, dass in der Stadt in der ich Steuern zahle ungestraft Mordaufrufe (gegen wen auch immer) in der Öffentlichkeit skandiert ewrden.

      Hat aber niemand interessiert, die haben mich nur entgeister angeglotzt und waren sprachlos. Die Augsburger Allgemeine sprach dann auch mal wieder von einer "friedlichen Gegendemo" von tapferen Augsburger Bürgern.
    • von Uto vor 18 Stunden
      Sie haben eine Variante vergessen:
      linksextreme Ausländer, die soll's ja auch geben, bspw, von der PKK...
    antworten

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