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Bayerischer Rundfunk

19.01.2009

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Fall Mannichl Gutachten über Stichverletzung

Über fünf Wochen nach der Messerattacke auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl tappt die Polizei offenbar weiter im Dunkeln. Das gibt wild wuchernden Spekulationen immer neuen Auftrieb. Jetzt soll ein Gutachten klären, ob die Art der Stichverletzung mit dem Tatablauf übereinstimmt, so wie Mannichl ihn geschildert hat.

BR-Korrespondentin Heidi Wolf, Passau
Stand: 19.01.2009

Logo LKA und Porträt von Polizeidirektor Alois Mannichl

Mannichl hat nach der Attacke am 13. Dezember berichtet, dass ein Unbekannter ihn an der Haustür mit einem Küchenmesser niedergestochen habe. Damit der Attentäter nicht das Herz erwischte, habe er versucht, die Waffe noch nach unten zu drücken, schilderte der Polizeichef. Rechtsmediziner sollen jetzt nachprüfen, ob diese Aussagen der Verletzung entsprechen.

Ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamtes betonte: Es sei ganz normal, das bei Ermittlungen wie im Fall Mannichl ein solches Gutachten in Auftrag gegeben wird. Es spiele auch in einem späteren Prozess eine Rolle.

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Bayern 1

Ermittlungen: Gutachten zu Mannichls VerletzungEr habe das Messer noch nach unten gedrückt, damit der Angreifer nicht sein Herz trifft. So hat Alois Mannichl den Überfall auf sich geschildert. Stimmt diese Schilderung mit der Art der Stichverletzung überein, die der Passauer Polizeichef vor seiner Haustür erlittt? Ein Gutachten soll das jetzt klären. 

Pannen bei den Ermittlungen

Inzwischen werden aber auch immer mehr Ermittlungspannen bekannt. So ließ zum Beispiel der Staatsanwalt Personen festnehmen, obwohl sie ein wasserdichtes Alibi hatten. In einem Fall handelte es sich um einen Mann, der zur Tatzeit weit weg vom Tatort Geld aus einem Bankautomaten abgehoben hatte und dabei fotografiert worden war. Im zweiten Fall war ein Neonazi-Paar aus München betroffen, das sich zur Tatzeit mit Gesinnungsgenossen in Erding getroffen hatte und dabei vom Staatsschutz fotografiert worden war. Eine Zeugin aus Fürstenzell hatte dagegen behauptet, das Paar an verschiedenen Stellen im Ort gesehen zu haben.

Rückblick

Der Angriff und die Folgen

Der Polizeichef von Passau ist am 13. Dezember vor seiner Haustür in Fürstenzell bei Passau von einem bisher Unbekannten niedergestochen worden. Mannichl erinnert sich an die Worte "Viele Grüße vom nationalen Widerstand" des Täters, weshalb der Messerstecher im Umfeld von Rechtsextremen gesucht wird. Bisher liefen allerdings alle Ermittlungen ins Leere.