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(c) Pester Lloyd / 06 - 2010
NACHRICHTEN 11.02.2010
Holocaust - Opfer verklagen ungarische Staatsbahn MÁV
Holocaust-Überlebende
und Erben von Opfern des Holocaust in Ungarn reichten an einem Gericht
in Chicago Klage gegen die ungarische Bahn, MÁV ein. Sie fordern
Entschädigung dafür, dass die Staatsbahn zwischen März und Oktober 1944
an der Deportation von jüdischen Bürgern Ungarns und anderer Nationen
in die Vernichtungslager mitgewirkt hat. Die Gesamtforderung der
Rechtsvertreter der heute meist in den USA und Israel lebenden Kläger
beläuft sich auf 1,24 Milliarden Dollar (knapp 900 Mio EUR). Der Klage
liegen jahrelange Recherchen zu Grunde, mit denen man genau beweisen
könne, dass sich die damaligen MÁV-Mitarbeiter und Manager völlig
darüber im Klaren gewesen sein müssen, dass die gebuchten Transporte
für rund 430.000 Juden in die Gaskammern des Vernichtungslagers
Auschwitz führen sollten und führten. Der Fall wurde an das nördliche
Bezirksgericht von Illinois geleitet, ein Richter hat die Klage bereits
als formal berechtigt angenommen.
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