Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, gar nichts dazu zu schreiben. Die Geschichte ist einfach viel zu blöd. Aber mit jedem neuen Tag, an dem ich dieses Geseier in den Radionachrichten höre, oder im Fernsehen mit bunten bewegten Bildern vorgeführt bekomme, wächst in mir der Drang diesen widerlichen Schwachsinn der da verzapft wird zu kommentieren. Und jetzt bin ich so weit und muss erst einmal Martin Luther bemühen: »Hier stehe ich, ich kann nicht anders, …«. Gut, rein technisch gesehen sitze ich hier. Aber Martin Luther hatte man damals vermutlich nur keinen Stuhl angeboten, sonst würde das Zitat besser passen. Das waren halt noch andere Zeiten. Zeiten in denen das Volk dumm gehalten wurde. Das Mittelalter eben.

Sebnitz
Wer erinnert sich noch an Sebnitz in Sachsen? Wie die Bild-Zeitung zu berichten wusste, hatten am 13. Juni 1997 rassistische Jugendliche oder Neonazis den noch nicht ganz siebenjährigen Joseph Kantelberg-Abdullah im Schwimmbad ertränkt. Der Fall machte Schlagzeilen im In- und Ausland. Die Ermittlungsbehörden bildeten eine Sonderkommission. Der Vorgang »Unnatürlicher Todesfall zum Nachteil des Kindes Joseph Abdulla« beschäftigte Polizei, Politik und Medien über drei Jahre lang. Man fiel öffentlichkeitswirksam von einer Betroffenheitsekstase in die nächste.

Es gab Zeugenaussagen, eidesstattliche Versicherungen. Beschuldigte wurden verhaftet und mussten wieder laufen gelassen werden. Was aber fehlte waren forensische Indizien für Fremdeinwirkung oder für einen rassistischen Hintergrund. Die Mutter des Kleinen verschwieg: Der Junge hatte einen angeborenen schweren Herzfehler. Durch diesen erlitt er einen Herzinfarkt und ist in dem Kinderbecken ertrunken. Das sind die Fakten, die der ermittelnde Gerichtsmediziner feststellte.

Es ist zweifellos traurig und tragisch, wenn ein Kind ertrinkt. Und es ist auch verstehbar, dass eine Mutter in ihrem Schmerz fest an ein Fremdverschulden glaubt. Aber wozu muss die veröffentlichte Meinung dabei so einen Affentanz aufführen, statt die Umstände nüchtern zu analysieren?

Potsdam
Ostern 2006 wurde der aus Äthiopen stammende Wissenschaftler Ermyas Mulugeta in Potsdam auf offener Straße niedergeschlagen und fiel ins Koma. Dieser gute Mensch wurde als treu sorgender Familienvater, zärtlicher Ehemann und allseits beliebter Nachbar beschrieben. Die beiden rassistischen Schläger wurden noch am gleichen Tage verhaftet, gefesselt und mit verbundenen Augen per Hubschrauber dem Generalbundesanwalt überstellt. Die Journaille kriegte sich fast ein Jahr lang nicht mehr ein. Schrieb von Neonazis und Mordversuch. Die Betroffenheit in der Politik sprengte jede Skala. Wolfgang Thierse brabbelte sogar in seinen ekeligen Bart, dass sich unsere Demokratie daran messen lassen müsse.

Wie sich im Internet schnell herumschwieg hatte Ermyas Mulugeta keine der oben erwähnten positiven Eigenschaften. Seine Frau, die er am Telefon zärtlich Schweinesau nannte, hatte ihn auf die Straße gejagt. Der Neger - ‘tschuldigung, der freundliche Mensch mit hierzulande überdurchschnittlicher Hautpigmentierung - war nachts sturzbesoffen durch Potsdam gelaufen und hatte wahllos Passanten angegriffen oder angestänkert. Bis er an die beiden XXL-Typen geriet und für seinen Angriff einen Schlag auf den Gewürzprüfer bekam. Dabei stürzte er unglücklich auf die Straße und brach sich den Schädelknochen. Rassismus: Fehlanzeige. Wenn sich unsere Demokratie daran messen lassen muss, dann liegt sie bereits auf dem Kompost.

Ungeachtet dessen rief man zu einer Spendenaktion auf. Ein Schauprozess vor Gericht wurde aufgerollt in dem die Staatsanwaltschaft so weit ging, entlastende Fakten von Sachverständigen als »Nullum« zu ignorieren. Am Ende musste der Richter die Tatverdächtigen dennoch laufen lassen. Dafür ermittelte die Staatsanwaltschaft später gegen Ermyas Mulugeta wegen Veruntreuung der Spendengelder.

Und nur wenige wissen, dass, wie man hört, kurz nach der Tat eine Staatsanwältin, die an dem Verfahren nicht beteiligt war, einem Verteidiger telefonisch eine Strafanzeige ankündigte, falls er es wage, den wahren Tatablauf öffentlich zu machen, der keine Ähnlichkeit auswies mit dem bis dahin behaupteten rechtsextremen Gewaltexzess.
Mit diesem Satz endet ein FAZ-Artikel zu dem Thema.

Wenige Wochen nachdem der »äthiopische Wissenschaftler, treu sorgende Familienvater und zärtliche Ehemann« - Ermyas Mulugeta - sich besoffen seine Pflichtwatsch’n erbettelte, gab es in Potsdam einen echten Mord. Der 20-jährige Potsdamer David Fischer wurde von dem 18-jährigen Afghanen Ajmal K. auf offener Straße mit einem Messerstich ins Herz getötet. Außer in ein paar Regionalblättchen und auf einschlägigen Internetseiten fand das damals nicht viel Erwähnung.

Mügeln
Zurück nach Sachsen. Im August letzten Jahres machte das kleine Städtchen Mügeln Schlagzeilen. Bei einem Altstadtfest veranstaltete ein wütender Mob ein Pogrom gegen acht friedliche Inder, die sich im Festzelt aufhielten und nur ganz harmlos ihren Spaß haben wollten. Die Inder wurden von der Menge durch die Straßen der Stadt gejagt und konnten sich nach langer Hatz in die Sicherheit einer Pizzeria retten. Auch in diesem Fall kannte die Betroffenheit keine Grenzen. Die Journaille schlug einen Purzelbaum nach dem anderen. Eine ganze Stadt voll mit Neonazis gegen acht friedliche Inder - für die Schreiberlinge ein Geschenk des Himmels am Ende der »Saure Gurken Zeit«?

Einen Tag später war das Märchen aber schon im Internet entzaubert. Demnach kamen die Inder in das Festzelt und einer von ihnen habe ein junges Mädchen belästigt, wie man liest. Woraufhin ihrem Freund der Kragen platzte und den Inder wegstieß. Daraus entwickelte sich eine Massenschlägerei, in deren Verlauf die Inder mit Stichwaffen und abgeschlagenen Flaschenhälsen auf ihre Kontrahenten losgingen. Die Inder wurden aus dem Festzelt gejagt und flüchteten sich in die nahe gelegene Pizzeria eines Bekannten.

Die Pizzeria wurde von einer wütenden Menge belagert, Fensterscheiben gingen zu Bruch, das Auto des Pizzeria-Besitzers demoliert. Zum Glück gab es bei der Massenschlägerei nur ein paar Verletzte. Rassismus? Rechtsextremismus? Nein, Festzeltschlägerei.

Die Polizei fand übrigens bei einem der Inder größere Mengen Drogen. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin wegen Verdachts auf Drogenhandel einen Haftbefehl gegen den Inder erwirkt.

Mittweida
Anfang November 2007 wurde bekannt: Vier rechtsextreme Skinheads hatten einem 17-jährigen Mädchen mit einem Messer ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt. Das war als Strafe dafür gedacht, dass die 17-Jährige ein kleines russlanddeutsches Mädchen vor den Skins beschützt hat. Kollektive Entrüstung, Empörung und Betroffenheit traten in Konkurrenz um die Aufmerksamkeit des Bürgers. Auf dem Campus der Uni gab es eine Schweigeminute. Mehr als 400 Menschen haben sich mit Kerzen eingefunden, im stillen Protest gegen rechte Gewalt und für Zivilcourage. Es fanden Demos, Mahnwachen und Friedensgebete statt. Das »Bündnis für Demokratie und Toleranz« ließ es sich nicht nehmen, der 17-Jährigen am 1. Februar 2008 einen Ehrenpreis für ihren Mut zu verleihen.

Seit Mitte November 2008 ist bekannt: Die mittlerweile 18-Jährige wurde vom Amtsgericht im sächsischen Hainichen wegen Vortäuschung einer Straftat zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Die Mitleid heischende Story war von vorn bis hinten erstunken und erlogen. Da die Heldin gerade keinen Neonazi zur Hand hatte, fügte sie sich die Verletzungen selbst zu.

Passau
Letzten Sonntag, den 14. Dezember 2008, wurde bekannt dass der Polizeichef von Passau, Alois Mannichl, von einem angeblich rechtextremen Gewalttäter vor seiner Haustür mit einem Messer niedergestochen wurde. Der Täter soll glatzköpfig, 18 bis 20 Jahre alt und 1,90 Meter groß gewesen sein. Kein Zweifel; ein Rechtsextremist wie aus dem Bilderbuch. Und er soll gerufen haben: »Viele Grüße vom nationalen Widerstand. Du linkes Bullenschwein, du trampelst nicht mehr auf den Gräbern unserer Kameraden herum«. Ob die Angaben so stimmen kann ich natürlich nicht verifizieren. Doch kam mir beim ersten Hören der Nachricht unwillkürlich ein Lacher aus. Nicht aus Schadenfreude, sowas liegt mir fern. Sondern weil diese Art der veröffentlichten Meinung mittlerweile nur zu bekannt ist.

Zu bekannt ist auch das Gewese, das die Politik um den Fall wieder macht. In Scharen drängen sich Volksvertreter aller politisch korrekter Couleur vor die Kameras und fordern den »Kampf gegen rechts« zu stärken, mit noch mehr Geld versteht sich. Man sieht eine »neue Dimension rechter Gewalt«, als ob das zurzeit deren größte Sorge wäre. Und natürlich darf die obligatorische Forderung nach einem NPD-Verbot nicht fehlen. Wie lächerlich. Wo doch jeder Politiker weiß wie wichtig die NPD für die Bundespolitik ist. Erstens ist sie der Sündenbock, wenn mal wieder etwas passiert (s.o.). Dann ist sie ein übersichtliches Sammelbecken für unzufriedene Bevölkerungsschichten. Und zu guter Letzt wüsste der Herr Uhrlau nicht, wo er seine ganzen V-Leute unterbringen sollte. Ein bisschen mehr Ernst sollte man von Seiten der Politik in dieser Situation also schon zeigen.

Zurück zu dem bedauernswerten Opfer. Es dürfte gut nachvollziehbar sein, dass sich ein Polizeichef nicht unbedingt nur Freunde macht in seinem Job. Besonders wenn er mit missionarischem Eifer gegen Leute vorgeht, deren einziges Verbrechen eine andere politische Einstellung ist. Oder als Erfüllungsgehilfe der Staatsanwaltschaft ein Grab öffnen lässt, weil jemand als Grabbeigabe eine politisch nicht korrekte Fahne bekommen hat. Und zu allem Überfluss dabei auf den Grabstein des Verblichenen gelatscht ist. Sowas könnte dann schonmal ein paar Gemüter erhitzen.

Doch je länger man darüber nachdenkt, umso mehr Zweifel kommen einem. Den Schilderungen in der Presse zufolge hatte Mannichl - altem Brauchtum folgend - einen großen Lebkuchen vor die Türe gehängt. Nebst einem Lebkuchenmesser, damit sich Besucher und Nachbarn ein Stück davon abschneiden können. Netter Brauch eigentlich.

Der Attentäter schlich sich - folgt man den Verlautbarungen - im Dunkeln an, schnappte sich das Lebkuchenmesser und stach auf Mannichl ein. Aber was muss das für ein Attentäter sein, der ein zufällig am Tatort befindliches Lebkuchenmesser verwendet? Woher wusste der denn, dass dieses Messer da war und ob es überhaupt spitz genug war jemanden damit niederzustechen? »Viele Grüße vom nationalen Widerstand. Du linkes Bullenschwein, du trampelst nicht mehr auf den Gräbern unserer Kameraden herum.« soll er noch gerufen haben. Also schwere Körperverletzung in Tateinheit mit Beamtenbeleidigung. Das passt eher zu anderen Gruppierungen, die mir so einfallen. Aber lassen wir das Spekulieren. Die Polizei wird den Sachverhalt schon aufdecken. Glaube ich. Sie hat ja schon wieder eine heiße Spur wie man liest. Wobei auch hier die Frage auftaucht: Warum alles mit soviel Öffentlichkeit? Wäre eine verdeckte Suche nicht effizienter?

Weit weniger Öffentlichkeit bekam ein anderer Fall bei dem am Dienstag, den 16. November 2008, ein Polizeikommissar in Berlin-Charlottenburg von einem Autoknacker mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt wurde. Der 42-jährige Beamte konnte in einer Notoperation gerettet werden. Doch hatte der Täter mit dem Namen Erkan Ö. einen Migrationshintergrund, dann ist es ja nicht so wichtig. Warum nicht wichtig? Weil sich solche Vorfälle in den letzten Jahren häufen. Was wäre hier denn angemessen? Wowereit verbieten?

Fazit
Hatte ich oben etwas über Zeiten erwähnt in denen das Volk dumm gehalten wurde? Gut, rein technisch gesehen ist das Mittelalter seit und dank Martin Luther längst vorbei. Aber mit Blick auf die Volksverdummung gewinnt man den Eindruck, das Mittelalter findet noch immer statt.

MfG
Hans

Nachtrag 18. Dezember 2008

Eben habe ich aus den Radionachrichten wieder etwas Hochinteressantes gelernt. Bekanntlich gibt es Freie Nationale, also Rechte die nicht in einer Partei oder verbotenen Vereinigung organisiert sind. Aber die kann man laut Nachrichtensprecherin jetzt nicht mehr von Linksautonomen unterscheiden. Weil sie ihnen, ausgestattet mit Palästinenserkopftuch und einem T-Shirt auf dem Ernesto Che Guevaras Konterfei prangt, verteufelt ähnlich sehen. Ist das Aussehen des im Fall Mannichl verhafteten Ehepaares, von dem ständig berichtet wird es sei rechtsradikal, etwa nicht rechtsradikal genug? Muss deshalb die Sichtweise des Publikums neu justiert werden?

Mal eine andere Spielart. Die kannte ich als leidgeprüfter Medienkonsument noch nicht. Langsam wird’s spannend.

MfG
Hans

Nachtrag 21. Dezember 2008

Hier noch ein Netzfundstück: Die Passau-Hysterie. Der Artikel stammt von der Grünen-Politikerin Vera Lengsfeld und ist lesenswert. Wie ich finde hat sie die Lage richtig beurteilt. Offensichtlich gibt es unter den Politikern auch noch vernünftige Leute.

MfG
Hans

Nachtrag 23. Dezember 2008

Das inhaftierte »rechte« Pärchen war wohl nicht so der Bringer. Deshalb musste es heute frei gelassen werden. Mittlerweile kehrt bei den Ermittlern offenbar so etwas wie Vernunft ein. Wie WELT ONLINE berichtet, sucht die Polizei jetzt nach einer Fünferbande. Bestehend aus vier Männern und einer Frau. Und sie sucht nicht mehr alleine nur im »rechten« Spektrum. Wie es heißt könnten die fünf auch aus dem Punker-, Rocker- oder Gothic-Milieu kommen. Erstaunlich, wie sich die Gruppen alle ähneln. Haben wohl denselben Schneider.

MfG
Hans

Nachtrag 25. Dezember 2008

Hier ein weiteres Netzfundstück.

Denn es gibt offene Fragen: Warum benutzte der Täter nicht ein eigenes Messer? Warum stach er nicht sofort zu, sondern beschimpfte den Polizeichef erst? In Passauer Polizeikreisen heißt es indessen, Mannichls Persönlichkeit habe sich im Laufe seines Kampfes gegen rechts stark verändert.

Diese Zweifel äußert die Augsburger Allgemeine unter der Überschrift Der rätselhafte Mordanschlag von Passau.

MfG
Hans

10 Antworten zu “Von Sebnitz über Potsdam, Mügeln und Mittweida nach Passau”

  1. Gilbert sagt:

    Einspruch, euer Ehren! Das Mittelalter findet nicht “noch immer statt”, sondern wird seit vielen Jahren durch “erfolgreiche Bildungsreformen” wiederhergestellt.

    Beweis: ein kurzer Ritt durch die Blogsphäre. Was sich da nicht nur an orthografischer Unkenntnis, sondern auch an fehlendem Sprachgefühl offenbart, stammt beileibe nicht nur der Tastatur migrantiler Bildungsverweigerer, sondern reicht hinauf bis in Studentenkreise. Was in den 60er und 70er Jahren nicht für einen Hauptschulabschluss genügt hätte, führt heute geradewegs zum Hochschulabschluss.

    Ich warte nur noch darauf, dass die Grünen im Grundgesetz einen Anspruch auf maximale Dummheit verankern wollen. Einen ersten Ansatz haben sie ja mit einer Gesetzesinitiative für einen “Rechtsanspruch auf einen Hauptschulabschluss” schon hinter sich.

    Gruß GB

  2. Hans sagt:

    Moin Gilbert. Vielleicht sollte man mit der Blogosphäre nicht zu hart ins Gericht gehen. Es finden sich auch viele Lichtblicke. Und manchmal kann es auch recht kurzweilig sein, auf einen Blog zu stoßen in dem sich nur bunte Bildchen oder Videos von Youtube tummeln.

    Was das Bildungswesen betrifft, ist eine optimistische Betrachtungsweise eher angebracht. Das ist eben das Soziale an unserer Gesellschaft. Wenn die Latte zu hoch ist für den Durchschnitt, dann wird sie niedriger gehängt um den Anspruch eines Bildungsnachweis zu erfüllen. Auch ist es meines Erachtens nicht so wichtig, ob der Schüler oder Student fundierte Kenntnisse in Mathe, Physik, Chemie und Biologie sammelt. Denn selbst die Arbeitsplätze mit höheren Weihen sind längst nach Osten verlagert worden. Hierzulande ist es viel wichtiger, wenn ein Student Sonnenblumen oder Spruchbänder für die nächste Demo malen kann. Außerdem; zum Konsumieren ist keine nennenswerte Schulbildung erforderlich. Würden die Deutschen weniger denken und mehr konsumieren, dann ginge es der Wirtschaft viel besser. Davon bin ich ganz doll überzeugt.

    MfG
    Hans

  3. zdago sagt:

    Kann es sein, daß die Passau-Geschichte dazu dient, von der Zumwinkel-Demonstration abzulenken? Da wird doch gerade wieder belegt, daß die deutsche Justiz durchgehend korrumpiert ist - und überraschenderweise finde ich in keinem kritischen Block eine Erwähnung. Alles empört sich öffentlich über Passau und diese seltsame Attentats-geschichte.
    Irgendwie macht das auf mich den Eindruck eier False-Flag-Operatione mit innenpolitischem Hintergrund. Und währenddessen wird ein Staatsanwalt mit einem Ansatz von Vertrauenswürdigkeit kaltgestellt zum Schutz eines sehr kreativen Managers.
    mfg zdago

  4. Hans sagt:

    Hi Zdago. In meinem Fall hat die Ablenkung zumindest gewirkt. Was für eine Zumwinkel-Demonstration?

    An False-Flag hatte ich auch schon gedacht. Nur mal so ins Unreine geschrieben: Was wäre, wenn der Alois Mannichl ohnehin für eine Bypass-Operation o. ä. vorgesehen war und man ihn zu einer solchen Komödie überredet hätte? Wenn es gegen »rechts« geht, ist Mannichl ja leicht zu begeistern wie man liest.

    MfG
    Hans

  5. zdago sagt:

    Hallo,
    ich meine diesen Fall - Demonstration der durchgängigen Korruption der Justiz!
    http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/2008/12/12/news-97800650/detail.html
    Erst wurden die Beweise manipuliert im Gericht manipuliert, damit die Summe unter 1 Mio kam, dann die störrische Staatsanwältin kaltgestellt. Die justizministerin NRW steckt da auch mit drin bei der Vertuschung.
    Na ja - ist ja keine Ausnahme, sondern die Regel - siehe Sachsen-Sumpf. Da wurde auch kein Verbrechen ausgelassen bis incl. Mord durch Politiker, Staatsanwaltschaft und Justiz.
    Interesant ist nur, wie offen die ganze Geschichte durchgezogen wird und ohne jegliches Echo über die Bühne geht.
    Da ist ja Kolumbinen noch ehrlicher, da beklagt sich die justiz zumindest noch, daß die Rauschgiftmafia den Staat übernimmt. In der Bananenrepublik ist die Justiz schon der willige Helfer.
    mfg zdago

  6. Fauliger werdender Beigeschmack sagt:

    [...] aus erster Quelle anschauen, und eine etwas gröbere Übersicht aus Beobachterposition wird ->hier vermittelt. Was einem auffallen [...]

  7. Hans2 sagt:

    Typische rechtspopulistische Verharmlosungsszenarien. Man dreht die Fakten solange im Kreis, bis eine schwindelige Verschwörungstheorie draus wird. Angenommen, es gäbe Tote durch linke Gewalt, würden Sie dann auch unterstellen, daß es sich in Wahrheit bei den Tätern um getarnte Rechtsextreme handelt? Nein? Sehen Sie!

  8. Hans sagt:

    Hi Hans2. Sorry für die Umbenennung, aber hier gibt es schon einen Hans.

    »Typische rechtspopulistische Verharmlosungsszenarien« und »Verschwörungstheorie«. Die klassischen Totschlagargumente kennen wir also schon. Welche »Fakten« soll ich denn im Kreis gedreht haben? Welche Fakten gibt es in diesem Fall denn? Bisher haben wir nur die Behauptungen des Herrn Mannichl, der bekanntlich gerne Neonazis verfolgt. Dann haben wir eine Tatwaffe, die nach meinen bisherigen Erfahrungen eher nicht so oft zu einem Attentat benutzt wurde. Als Weiteres wäre da ein verhaftetes Pärchen, dessen Tatbeteiligung zumindest in Frage gestellt werden darf, sowie ein paar handgemalte Bildchen. Und dann gibt es noch eine Hysterie von Politik und Medien nach sattsam bekanntem Muster. Das sind für mich keine Fakten sondern reichlich fragwürdige Umstände.

    Jetzt nenne ich mal Fakten: Alleine in diesem Jahr kam es zu 27.000 tätlichen Angriffen auf Polizisten und andere Beamte der Exekutive. Auch mit Messern, wie der oben genannte Fall aus Berlin belegt. Politisch korrekt wird meist schamvoll vermieden die Herkunft der Täter zu nennen. Wäre da auch nur ein Fall dabei gewesen, der populistisch für den »Kampf gegen rechts« geeignet gewesen wäre, hätte die Journaille denn auch nur eine Sekunde gezögert eine Medienkampagne anzuzetteln?

    Erst wenn es Fakten gibt, kann man sie verdrehen. Aber das habe ich gar nicht nötig. Die Fakten sprechen für sich selbst.

    MfG
    Hans

  9. zdago sagt:

    @Verschwörungstheorie
    ich weiß nicht so recht - die Umstände mit dem Messer sprechen wohl eher für Unfall oder Notwehr und gegen ein geplantes Attentat.
    mfg zdago

  10. Parlamentarische Empörungsdemokratie am Ende? sagt:

    [...] bereits in der Vergangenheit die eine oder andere mit großem Aufwand als Rechtsradikal aufgebaute Gewalttat im Nachhinein ganz andere Hintergründe hatte, was dann allenfalls sowohl ziemlich kleinlaut als [...]

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