| |
|
|
|
Diskussion: Adolf Hitler
* Ich halte diese Seite für sehr problematisch. Jeder, der hier ein Zitat einstellt oder
auch nur verifiziert läuft Gefahr, daß ihm eine persönliche Identifizierung mit dem Inhalt
des Zitats unterstellt wird, jedenfalls dann, wenn die Zitate unkommentiert bleiben. Meines
Erachtens verbietet sich die Zusammenstellung und Veröffentlichung von (den schönsten,
besten oder klügsten) Zitaten solcher Verbrecher ohnehin, es sei denn es handelt sich um
ein Zitat, durch das die verabscheuungswürdige Gesinnung des Urhebers klar zu Tage tritt.
Wenn man hier unkommentiert irgendwelche Bemerkungen dieses Verbrechers einstellt, frage
ich mich, warum nicht auch die schönsten und nettesten Sprüche von Himmler, Kaltenbruner
oder Heydrich? --Timt
* Ich für meinen Teil bin sehr empfindlich in solchen Dingen; Alter und Nationalität
erlauben mir vielleicht, das Thema ein klein wenig nüchterner anzugehen. Keines der im
Moment hier eingestellten Zitate lässt auch nur einen Hauch von Rechtfertigung für die
Verbrechen Hitlers durchscheinen. Ob man Leute wie Hitler überhaupt zitieren soll, wurde an
anderer Stelle bereits diskutiert. Das mit dem Kommentieren ist so eine Sache. Was will man
hier Kommentieren? Die Geschichte hat ihren Kommentar längst gegeben. --Thomas
* Es geht doch gar nicht darum, ob die wiedergegebenen Zitate Hitlers Verbrechen
rechtfertigen könnten (wie sollte das überhaupt möglich sein). Ein befremdlicher Eindruck
dieser Seite entsteht zum Beispiel dadurch, daß eine diffamierende Äußerung uber Marxismus
gnadenlos neben einen (wohl wirklich überflüssigen) netter-Onkel-von-nebenan-Spruch über
Beamte gesetzt wird und der Leser denken kann: "Ja so war er, unser Adolf. Pfiffig und
nett. Ab und zu mal ein kleiner Beamtenwitz, das mag ich auch gern." Alles klar? im
aktuellen Zustand verharmlost diese Seite Hitler. Aufgrund der besonderen
Verantwortung die
Deusche und Österreicher (egal welchen Geburtsjahres) aufgrund der Geschichte tragen,
müssen solche Publikationen eben besonders kritisch betrachtet werden. --Timt
* Ich habe fast das Gefühl, daß unser anonymer Oberkritiker hier alle Wikiquote-Nutzer zu
Faschisten deklariert, nur weil sie sich nicht seiner Meinung anschließen wollen. Diese Art
von Intoleranz hat im vergangen Jahrhundert zwei diktatorische Systeme auf deutschem Boden
entstehen lassen. Ich persönlich kann mich der "...besonderen Verantwortung die
Deutsche und Österreicher (egal welchen Geburtsjahres) aufgrund der Geschichte tragen,..." nur
bedingt
anschließen. Ich bin Deutscher. Ich bin in den 1970er Jahren geboren. Ich bin nicht dafür
verantwortlich, daß Hitler & Co. an die Macht kamen, um ihr Vernichtungswerk zu begehen.
Und deshalb sträube ich mich vehement gegen den, von einigen Seiten immer
noch herhobenen Generalverdacht gegen alle Deutschen. Fakt ist, daß Antisemitismus keine deutsche
»Alleinunterhaltung« ist. Antisemitismus gab und gibt es in vielen Nationalitäten in und
außerhalb Europas. Zugegebenermaßen sind die Auswüchse, die er im Deutschland der 1930er
und 1940er Jahre angenommen hat, einzigartig und wenn überhaupt, dann nur mit dem Genozid
an den amerikanischen Ureinwohnern oder dem Bürgerkrieg zw. Hutus und Tutsis in Ruanda
vergleichbar. Gleichwohl sehe ich aber nicht ein, warum mit dem zeitlichen Abstand, den vor
allem meine Generation zu den damaligen Ereignissen hat, keine unvoreingenommene
Beschäftigung mit Personen und Ereignissen jener Zeit möglich sein soll. Ich halte es nicht
für bedenklich, daß kritische Aussagen zum Marxismus neben banalen Bemerkungen zu Beamten
stehen. Der gnadenlose Diktator und unerbittliche »Feldherr« war zugleich auch ein
liebenswerter und fürsorglicher Patenonkel der Goebbels-Kinder. Und genau diese Gegensätze
machten den Menschen Adolf Hitler aus. Dies darzustellen und anderen (jüngeren) Nutzern,
die sich nicht so intensiv mit dieser Zeit beschäftigt haben wie ich oder manch anderer,
darzustellen, ist eine der Aufgaben der verschiedenen Wiki-Projekte. Die Artikel von Hitler
oder Göring zu löschen ist meiner Meinung nach auch ein falsches Zeichen an den Rest der
Welt. Das würde nämlich nur zeigen, daß wir als Deutsche nicht in der Lage sind, uns mit
der Geschichte unserer Nation kritisch auseinanderzusetzen und daraus zu lernen. Sollten
die Artikel der Nazi-Größen (die es selbst in der engl. Wikiquote gibt) gelöscht werden,
müßte man konsequenter Weise auch die Artikel von Mussolini (auch in der ital. Wikiquote
vorhanden), Stalin oder Napoleon löschen. Aber das würde die Ziele der Wiki-Projekte ad
absurdum führen. Und das ist meine nicht anonyme Meinung. --Lupus
Diskussion: Mein Kampf
* Wenn das Buch in Deutschland verboten ist, heißt das nicht, dass man nicht daraus
zitieren darf, wenn das Zitat nicht rechtwidrig ist. Zudem ist es nur in Deutschland
verboten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man aus Reden Hitlers zitieren darf, aber
nicht aus seinem dümmlichen Machwerk. --Thomas
* Soweit ich weiß ist "Mein Kampf" zumindest in Deutschland verboten. Solange mir niemand
eindeutig nachweist, dass Zitate aus "Mein Kampf" rechtlich unbedenklich sind werde ich
versuchen diese Zitate zu unterbinden. Und da wir uns sicher einig sind, dass Hitler Zitate
eh problematisch sind, sollten wir sie bis zum Beweis des Gegenteils außen vor lassen.
--Timt
* Ich glaube nicht, dass es die Zitate von Hitler sind, die hier bedenklich sind.
Aufgrund rechtlicher Bedenken sollten z.B. die Zitate von Manfred Rommel oder Werner Mitsch
entfernt werden, bevor es Stunk mit den Verlagen gibt. Bei Hitler werden weder Verlage noch
Erben auftauchen. Man darf nicht außer acht lassen, dass "de." vor "wikiquote.org" ein
"de" nach ISO 639-1 und nicht ein "DE" nach ISO 3166-1 ist. Auch Österreicher und Schweizer
sprechen Deutsch und haben nichts mit Deutschlands Gesetzen zu tun.
Bevor Hitler post mortem noch mehr Schaden anrichtet und hier dauern für Zwist
sorgt, sollten wird folgendes machen: Wir lassen den Artikel stehen, entfernen alle Zitate
und erklären, warum von Hitler keine Zitate erfasst werden. Der Artikel wird
anschließend geschützt. Es ist noch nicht möglich, auch nur ein einziges Zitat zu
platzieren, ohne dass sich jemand betroffen fühlt oder Bedenken hat. Wozu also der ganze Stress? --Thomas
* Da wir uns anscheinend wirklich nicht einigen können, was "Mein Kampf" betrifft möchte
ich auf Deinen oben stehen Vorschlag zurück kommen und nur die Zitate über Hitler stehen
lassen (neues könnte man auf der Diskussionsseite eintragen) und den Artikel selber dann
schützen. Den Text warum wir keine Zitate aufnehmen überlasse ich gerne dir. --Timt
* Es braucht keinen Text, bei Hitler nicht und bei anderen auch nicht. Dass rechtlich
bedenkliche Zitate nicht toleriert werden können, ist anderswo festgelegt. Wir schreiben ja
bei Osama Bin Laden auch nicht, dass keine Aufrufe zum Terrorismus eingestellt werden
sollen. Lass doch einfach den gesunden Menschenverstand spielen, und wenn er beim einen
oder anderen nicht spielt, dann werden entsprechende Zitate ohne Lärm gelöscht. Also lassen
wir doch Hitler und andere Gestalten aus dem Gruselkabinett der Geschichte ungesperrt.
Gib dir einfach einen Ruck und bleib cool. Die zweite Nachkriegsgeneration dürfte sich diesen
deutschen Reflex langsam abgewöhnen, der ganzen Welt beweisen zu wollen, dass man wieder zu
den Guten gehört. Im konkreten Fall von Wikiquote kann der Reflex im Gegenteil schon wieder
als Arroganz aufgefasst werden, wenn der Unterschied zwischen "DE" und "de" nicht klar zu
sein scheint: "Mein Kampf" mag in Deutschland verboten sein, aber nicht im
deutschsprachigen Raum. --Thomas
* "Mein Kampf" ist in Deutschland nicht verboten. Vielmehr besitzt das Bundesland Bayern
die Urheberrechte und genehmigt keine Neuauflage. Alte Originalexemplare dürfen ohne
Bedenken verkauft werden (BGH Urt v 25 Juli 1979 - 3 StR 182/79 S; BGHSt 29, 73 ff.;
Q:www.recht.de). Zitate sind gemäß Urheberrecht zulässig, solange man nicht ganze Kapitel
zitiert. Ab 2015 (70 Jahre nach dem Tod des Autors) ist der Text völlig frei. Wenn
allerdings eine Neuauflage mit zustimmenden Ergänzungen versehen wird, kann das als
Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen (§86 StGB Abs. 1 Nr. 4)
angesehen werden. --Hubert22
* Weil "Mein Kampf" nicht verboten ist, sehe ich auf keinen Grund, warum ich meine
beigefügten Zitate aus dem Buch nicht wieder einstellen sollte. Schließlich haben diese
Zitate eine konkrete Bedeutung, im konkreten Fall über das menschenverachtende Menschenbild
im Führerstaat. Sollen die Leser ruhig wissen, was in "Mein Kampf" tatsächlich drinsteht.
Etwas schlimmeres als ein kompletteres Geschichtsbild kann meiner Meinung dabei nicht
herauskommen. Eine Wertung muß sowieso Jeder für sich selbst vornehmen. --NetReaper
* Das ist ganz meine Meinung. Von mir aus kann man Zitate aus "Mein Kampf" ohne weiteres
einstellen; mir hängen bloß die ewigen Diskussionen mit Betroffomanen aller Schattierungen
zum Hals heraus. --Thomas
* Urheberrecht auf ein neues, nachdem nun einigermaßen klar ist, dass "Mein Kampf"
anscheinend nicht verboten ist, wie ich bisher glaubte, steht nun also wieder das
Urheberrecht an. Das Urheberrecht ist ganz eindeutig, hier eine kurze Erläuterung aus der
Wikipedia: "Kleinzitate dürfen weiterreichend verwendet werden. Der Zitierzweck muss
erkennbar sein. Das Zitat muss also in irgendeiner Beziehung zu der eigenen Leistung
stehen, beispielsweise als Erörterungsgrundlage. Der Umfang des Zitats muss dem Zweck
angemessen sein." Zugegeben: wir legen normalerweise diese Regelung sehr weit aus, immer in
der Hoffnung, dass in der Wikiquote erwähnte Autoren ihre Zitate als Werbung sehen und gar
nicht erst auf die Idee kommen ihr Urheberrecht einzuklagen. Bei Hitler liegen die
Urheberrechte wie ich nun gelernt habe beim Freistaat Bayern und hier könnte es also
durchaus sein, dass es zu einer Klage kommt. Daher sollten hier strenge Maßtäbe gelten.
Also werden Zitate aus mein Kampf nur akzeptiert, wenn sie als Erörterungsgrundlage dienen
oder als Beleg für einzelne Teile des Artikels über Adolf Hitler/Mein Kampf in der
Wikipedia, dies müßte dann aber auch ausführlich kommentiert werden. Am Besten wäre es
diese Diskussion auch in der Wikipedia zu führen, da dort mit einer weitaus größeren
Beteiligung zu rechnen ist. Vielleicht wäre es auch gut für "Mein Kampf" einen
eigenständigen Artikel anzulegen. --Timt
* An dem Tag, an dem der Freistaat Bayern seine Urheberrechte an Hitlers Machwerk geltend
macht, solltest du in einem Pazifikstaat deiner Wahl um politisches Asyl nachsuchen... :)
Auf Artikel für einzelne Werke sollten wir verzichten. --Thomas 13:47, 16. Jul 2005 (UTC)
Nachtrag: Eben sehe ich, dass die Zitate schon wieder entfernt wurden (meine Nerven!)
Also: Bitte wieder einstellen und dann drin lassen. Es gibt 60 Jahre nach Hitler wirklich
keinen Grund für dieses Samthandschuhgetue, wenn es kein Gesetz gibt, das Zitate aus "Mein
Kampf" verbietet. --Thomas
* Hallo Thomas anscheinend hast du unter www.recht.de folgendes nicht gelesen: Der
Freistaat Bayern wurde nach dem 2. Weltkrieg im Rahmen von Maßnahmen der alliierten
Entnazifizierung Inhaber der Urheber- und Verlagsrechte an Hitlers Buch "Mein Kampf". Im
Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt war der Freistaat Bayern seither stets bemüht,
Nachdrucke von "Mein Kampf" und die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts im In-
und Ausland zu verhindern. Gegen unveränderte Nachdrucke von "Mein Kampf" geht der
Freistaat Bayern mit allen rechtlichen Mitteln vor. Dabei ist das Ziel des
urheberrechtlichen und (soweit im Ausland entsprechende Straftatbestände bestehen)
strafrechtlichen Einschreitens stets die Unterlassung der Publikation von "Mein Kampf"
sowie die Vernichtung bereits auf den Markt geworfener Raubkopien.
Wenn wir also hier weiter unkommentierte Zitate aus "Mein Kampf" aufnehmen fürchte ich
dass wir in Kürze Bekanntschaft mit dem bayrischen Verständnis des Zitatrechts machen und
so wie ich die Bayern einschätze wird das nicht Lustig. Und nur um hier ein paar
unkommentierte Zitate aus "Mein Kampf" stehen zu haben möchte ich das Risiko von der
bayrischen Staatsanwaltschaft verklagt zu werden nicht eingehen. Wenn Du so besonderen Wert
auf diese Zitate legst versehe sie bitte mit hinreichenden Kommentaren und/oder
Erörterungen, die den Ansprüchen des Zitatrechts mit Sicherheit genügen werden. --Timt
* Ich lege keinen Wert auf die Zitate, mir geht nur dieses paranoide Getue auf den Geist.
Wie gesagt: Wenn Bayern nichts mehr besseres zu tun hat als "seine Rechte" geltend zu
machen, solltest du das Land verlassen. --Thomas
* Also von mir aus können wir ruhig über die Sache abstimmen. Wenn ich das richtig sehe,
dann sind zwei Leute dafür das stehen zu lassen, einer ist dagegen. Damit ist die Sache in
meinen Augen glasklar. Und was eine drohende Klage angeht, schaut man sich am besten mal
den entsprechenden wikipediabeitrag Zitat an. Dort heißt über Zitate in der
Wikipedia: "Kleinzitate im Sinne kurzer Entnahmen aus geschützten Werken sind ohne weiteres zulässig."
Nichts und Niemand wird wikiquote dafür verklagen können. --NetReaper
* Mit einer Abstimmung lassen sich Tatsachen nicht ändern, wir können hier gerne
abstimmen, dass der Himmel morgen grün ist er wird sich vermutlich nicht dran halten. Und
wir sind nicht die Wikipedia, wir sind die Wikiquote. Aus genau dem gleichen Artikel habe
ich weiter oben auch zitiert, um klar zu stellen, dass unkommentierte Zitate aus "Mein
Kampf" durch das Zitatrecht eben nicht abgedeckt sind. Vielmehr verlangt das Zitatrecht: 1.
einzelne Werke nach dem Erscheinen in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur
Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden. Wenn wir die Zitate ohne jede Erläuterung aufnehmen fehlt eindeutig das
selbständige wissenschaftliche aber ich lasse mich da durch sachliche Argumente gerne eines
besseren Belehren? Aber solange nicht klar hervorgeht, welchem wissenschaftlichen Zweck das
Zitat aus "Mein Kampf" hat ist es nunmal durch das Zitatrecht nicht abgedeckt. Ich bin gar
nicht grundsätzlich gegen Zitate aus "Mein Kampf" ich bin sogar dafür einen eigenen Artikel
dazu anzulegen, aber Bitteschön nicht ohne qualifizierte Kommentare, die wissenschaftlichen
Ansprüchen genügen. --Timt
* Der "wissenschaftliche Zweck" (falls man überhaupt so hoch greifen möchte) ist hier genau
der gleiche wie bei allen anderen Zitaten, die wir sammeln. Entweder ein aussagekräftiges
Bild über die Person/ das Thema zu bekommen, oder sonstwie denkwürdige Zitate zu sammeln,
die für sich sprechen. Wenn man das bei Adolf Hitler und "Mein Kampf" in Frage stellt, dann
haben wir ein echtes Problem. Denn dann müssten wir genau so alle Zitate aus Büchern,
Zeitschriften, und anderen urheberrechtlich geschützten Quellen aus wikiquote entfernen,
sofern der Autor noch nicht 70 Jahre tot ist.
Und: ach ja - eine Abstimmung würde sehr wohl etwas bringen. Nämlich ob wir die
Zitate reinstellen, oder nicht. Und schon hat man was an den Tatsachen geändert.
--NetReaper
* Volle Zustimmung. Wenn schon "wissenschaftlich", dann bei jedem Autor, und nicht nur bei
Hitler. Ich für meinen Teil finde es wissenschaftlich genug, bei Zitaten die Spreu vom
Weizen zu trennen und damit bei den Autoren ein Bild von der Person und bei den Themen ein
Bild der Meinungsvielfalt zu vermitteln. --Thomas
* Ich hätte schon lange alle Zitate gelöscht, die urheberrechtlich bedenklich sind aber
Thomas wirft mir da "blinden Aktionismus" vor. Und ich bin wie er auch der Ansicht, dass es
Schade um die Arbeit ist, die im Sammeln der Zitate steckt, deswegen halte ich mich an
Thomas seine Richtlinie (frei interpretiert: keinen Wind drum machen und einfach laufen
lassen/ wo kein Kläger ist, gibt's auch keinen Richter). Aber bei so jemand wie Hitler,
könnten urheberrechtlich bedenkliche Zitate zu echten Problemen führen, dass habe ich
weiter oben IMHO schon recht deutlich ausgeführt. Ich bin durchaus bereit, mit zweierlei
Maß zu messen, da wo wenig zu befürchten ist geringe Maßtäbe, da wo Gefahr für die
Wikiquote besteht, die Regeln eng auslegen bis zum Beweis des Gegenteils. Mein Ziel ist
dennoch auch bei den anderen Zitaten am Ende so weit zu kommen, dass sie Urheberrechtlich
unbedenklich in einem eigenständigen Werk stehen. Aber bislang habe ich noch niemanden
gefunden, der dies auch ernsthaft diskutieren und daran arbeiten will. --Timt )
* Ich würde nicht sagen, dass die Sache nicht ernsthaft diskutiert wurde. Willst du
ernsthaft daran arbeiten? --Thomas
* Dann zeige mir mal wo den ernsthaft diskutiert wurde? Statt sachlich Argumente zu
diskutieren hast du immer nur abgeblockt und mir dann (nicht ganz zu Unrecht) vorgeworfen
ich würde nicht genug mitarbeiten. Das Problem für die Wikiquote ist aber nun mal das
Urheberrecht und nicht die Zahl der Zitate die ich einbringe oder auch nicht. Wenn du
weiter forderst: wenn schon wissenschaftlich dann für alle, sollten wir damit anfangen alle
urheberrechtlich bedenklichen Autoren zu löschen. --Timt
* Was urheberrechtlich bedenklich ist, muss von Zitat zu Zitat mit Wissen und Gespür
entschieden werden - wenn man einfach in einem Anfall von Angst vor dem Freistaat Bayern
und dem Rest der gesetzgebenden Welt die Löschtaste drückt, dann ist das undifferenzierter
Aktionismus. Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass du nicht genug mitarbeitest - du
machst sehr mehr als viele andere, die gar nichts machen. Ich bin bloß der Meinung, dass
Anspruch und Bereitschaft in keinem Verhältnis stehen. --Thomas
Diskussion: Hitlerzitate
* Ich verstehe durchaus die Problematik mit den Zitaten von Hitler. Aber ist es nicht so,
dass man aus dieser rethorischen Glanzleistung überhaupt lernen könnte? Man könnte andere,
die ebenfalls versuchen die Rethorik zu Missbrauchen, besser erkennen. Hitlers Reden,
einprägsamen Zitate dienen heute nur zu einem sehr niedrigen Grade dem Missbrauch. Premier
sind seine Zitate wunderbar zum lernen und zum analysieren seines Gleichen. Ich spreche
mich klar FÜR das reinsetzen seiner Zitate gerade aus diesem Grund. Die Zitate den Menschen
vorenthalten ist schlimmer als sie ihnen zugänglich zu machen. --Benutzer
* Solange die Zitate nicht aus in Deutschland verbotenen Büchern stammen und auch nicht
unkommentiert bleiben ist gegen solche Zitate auch nix einzuwenden (Volksverhetzung und
andere strafbare Aussagen natürlich ausgenommen). --Timt
* Ich bin auch dafür, die Zitate zu lassen. Wie sollten nicht darüber bestimmen, welche
Zitate rein kommen sollten und welche nicht. Sollten wir jetzt am Besten alle Despoten und
Dikatoren rauswerfen, nur weil sie sind was sie sind (z.B. Stalin, Mao Zedong), und wer
bestimmt, dass die Person nicht hier zitiert? Vergessen ist der Schritt dem Bösen Platz zu
machen. Ihr wisst ja, wer die Geschichte ignoriert ist verdammt sie zu wiederholen. Und
eine Wiederholung wollen wir ja nicht! Und zu den verbotenen Büchern
(hier: "Mein Kampf") in
Deutschland kann ich nur eins sagen. Dieses Buch wurde gleich am Anfang verboten ohne
darüber nach zudenken, dass das Buch sowie kaum gelesen wurde. Außerdem ist es eine Art von
Zensur dies zu verbieten, womit dann auch das Lesen eine "Straftat" wäre (es lebe die
Demokratie). Ich persönlich habe das Buch zum Teil gelesen und kann nur sagen, hätten alle
das Buch gelesen, wäre die Geschichte möglicherweise anders verlaufen. Man kann nicht
sagen, wir hätten nichts gewusst. Nun ja, lange Rede kurzer Sinn, ich bin für die Zitate
schon aufgrund der Person, denn wir alle haben (leider) ein bisschen Hitler in uns, und sei
es auch nur ein kleiner Witz (über Ausländer). -- Martin L.
* Der Umgang mit Zitaten von Hitler ist in meinen Augen keine Kleinigkeit und meiner
Ansicht nach sollten die Zitate von Hitler und Konsorten nur bei ihnen zu finden sein und
keinesfalls unkommentiert in anderen Artikeln wie z.B. Todesstrafe auftauchen. (Ich wäre
niemals auf die Idee gekommen Zitate von Hitler öfter als unbedingt nötig einzustellen,
daher hatte ich das Zitat in Todesstrafe noch nicht gefunden und nicht gelöscht.) Das hier
Zitate mit ungenauen Quellen nicht rigoros gelöscht werden liegt einzig und allein daran,
dass ich die wenigen Mitarbeiter die wir Momentan haben nicht vergraulen möchte. Sie sind
urheberrechtlich extrem bedenklich ich hoffe einfach, dass ich solange ich sie nicht selber
eingestellt habe nicht dafür zur Verantwortung gezogen werden kann. Und bei dem Zitat mit
dem Kriegsbeginn würde ich gerne wissen zu wem er das gesagt hat? War das eine
Radioübertragung live aus dem Reichstag oder hat er den Krieg tatsächlich in einer
Radioansprache erklärt? (Im übrigen habe ich das Zitat ja stehen lassen nur eben wegen der
wenig genauen Angabe unter ungeprüft). --Timt
* Das ist es, was ich mit dem schon fast peinlichen deutschen Reflex, nur ja nichts falsch
machen zu wollen, meine. Selbstverständlich muss man mit Hitler-Zitaten vorsichtig umgehen,
aber die Vorsicht muss sich ja nicht gleich zur Neurose entwickeln. Was die Eintragung
unter Todesstrafe betrifft: Wenn ein Link vorhanden ist, dann ist das Zitat dort zu
erwarten. Und umgekehrt: Wer einen Link anlegt, der sollte das Zitat auch im verlinkten
Artikel eintragen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Zitat von Hitler oder Gandhi ist.
Die Ankündigung des Einmarsches in Polen erfolgte im Radio; die Aufnahme ist weltbekannt.
--Thomas
* Ich verweise hier mal nur auf das Zitat des Tages (2. März 2005), dann
weißt du was ich von deinem Kommentar halte, aber dass ist nur mein subjektives
Empfinden, daher werde ich, wenn du der Ansicht bist wir sollten Zitate von Geisteskranken wie Adolf und dem anderen
Gesocks nicht anders behandeln, wie "normale" Zitate nur zu, schließlich machst du hier
den groeßten Teil der Arbeit. --Timt
* Danke für das Zitat des Tages. Um das Thema hiermit zu beenden: Ich plädiere lediglich für
einen abgeklärten Umgang mit den Zitaten von Diktatoren, denen die Geschichte ihren Platz
längst und unmissverständlich zugewiesen hat. Wenn du Bedenken aufgrund der Deutschen
Verfassung hast, dann ist das mehr als legitim und Grund genug, fragwürdige Zitat zu
löschen. Ich bitte dich und alle Bedenkenträger bloß, nicht gleich neurotisch-paranoid
alles wegzulöschen, was an die Geschichte eurer Großväter erinnert - nur um zu beweisen,
dass ihr aus der Geschichte gelernt hast. Dass ihr das habt, glaubt man euch auch so.
--Thomas
|
|
Zurück:
|
|
Quelle: Internet |
| |
|