Manfred
Roeder
Rechtsanwalt, * 6. Februar 1929 in Berlin.
Manfred Roeder, Vater von sechs Kindern, hatte sich
1945 als einer der jüngsten regulären Soldaten an den Kämpfen in
Berlin beteiligt. Nach dem Krieg arbeitete R. in Berlin als Angestellter der US-Streitkräfte. 1967 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen. 1970 trat er in Bensheim an der Bergstraße der CDU bei.
Er gründete die "Deutsche Bürgerinitiative" zur Erneuerung
der Staats- und Sittenordnung, verfasste das Vorwort zur Broschüre
"Die Auschwitz-Lüge" von Thies Christophersen, organisierte Aktionen
gegen Sexläden, "entartete Kunst" und Immigranten. 1982 wurde er zu 13 Jahren Haft
verurteilt und 1990 wegen guter Führung vorzeitig entlassen.
Im Januar 1995 referierte R. vor rund 30 Offizieren der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. 1996
protestierte R. in Erfurt mit Farbbeuteln gegen die "Wehrmachtsausstellung",
wofür er wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 4.500 DM
verurteilt wurde. 1999 wurde er durch die Landgerichte Schwerin und Rostock
zu 2 Jahren Haft verurteilt, weil er 1998 auf einer Wahlveranstaltung
angeblich den Holocaust als Humbug bezeichnet hatte. Im September 2004
verurteilte ihn das Landgericht Frankfurt zu 10 Monaten Haft ohne Bewährung.
Im Februar 2005 folgte eine weitere Verurteilung durch das Amtsgericht Schwalmstadt.
Am 12. Mai 2005 trat er seine Haft in der JVA Gießen an. Im Jahr 2007
wurde er von Frankfurt kommend am Flughafen Heathrow verhaftet und
nach Deutschland ausgewiesen.
R.
vertritt die Ansicht, dass
- Pornographie für die Öffentlichkeit verderblich sei,
- das heutige Bild der Judenverfolgung durch die Nazis grobe Fehler und Lügen enthalte,
- die strafrechtliche Aufklärung der Naziverbrechen in der Nachkriegszeit den Mangel der Rechtsungleichheit hätten,
und
- dass durch die alliierten Vorbehalte in der Bundesrepublik Deutschland eine Rechtsungleichkeit sanktioniert sei, insofern als qualitativ gleichartige Handlungen von Deutschen gegen Juden und Alliierte strafrechtlich anders behandelt würden als solche, die Alliierte gegen Deutschland begangen haben“.
Werke von / Works of R.:
Literatur über
/ Writings concerning R.:
Literatur von und über
Manfred Roeder im Katalog der Deutschen
Nationalbibliothek /
Writings of and about Manfred
Roeder in the catalogue of Deutsche Nationalbibliothek
* Manfred Roeder an den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Oktober 2002 und an den Bundeskanzler Gerhard Schröder im November 2002
(Roeder, Manfred. - Schwarzenborn/Knüll, Haus Richberg : M. Roeder, 2002)
* "Ulrich von Hutten - meinem Glück zum Trutz"
(Roeder, Manfred. - Schwarzenborn : Dt. Bürgerinitiative, 1988)
* Ein deutscher Winter
(Roeder, Manfred. - Schwarzenborn : Dt. Bürgerinitiative,
1985)
* Ein Kampf ums Reich
(Schwarzenborn/Knüll : Freiheitsbewegung Dt. Reich, 1979)
* Unser Kampf gegen eine widernatürliche Justiz
(Roeder, Manfred. - Schwarzenborn : Dt. Bürgerinitiative, 1979, 2. Aufl.)
* Unser Kampf gegen eine widernatürliche Justiz
(Roeder, Manfred. - Mohrkirch : Kritik-Verl., 1972)
Letzte Änderung / Last update: 31.07.2010
|